Biathlon
Vier Zentralschweizer Podestplätze in der Gesamtwertung

Beim Alpencup-Finale gelingt den Innerschweizer Biathleten nicht alles. Grund zur Freude haben sie trotzdem.

Roland Bösch
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Die Alpnacherin Lorena Wallimann beendet die Alpencup-Saison auf dem zweiten Rang.

Die Alpnacherin Lorena Wallimann beendet die Alpencup-Saison auf dem zweiten Rang.

Bild: PD

Drei Rennen in drei Tagen standen beim Final des Biathlon- Alpencups im slowenischen ­Pokljuka am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Die Wettkämpfe auf der Weltcup-Strecke verlangten von den Teilnehmenden alles ab. Zudem herrschten herausfordernde Windbedingungen.

Die 20-jährige Alpnacherin Lorena Wallimann kam von der Innerschweizer Delegation im Schiessstand am besten zurecht. Über die drei Wettkämpfe mit Fünfzig Schiesseinheiten resultierten bei ihr lediglich drei Schiessfehler. «Die Strecke hingegen verlangte von mir alles ab. Langsam, aber sicher sind die Batterien leer», gesteht ­Lorena Wallimann ein. Beim Sprint und in der Verfolgung kam sie trotz guter Schiessleistung nicht über die Ränge 6 und 8 hinaus.

Leander Kiser weiss zu überzeugen

Beim abschliessenden Einzelrennen auf einer lediglich 5 Kilometer langen Strecke bekam die gute Schiessleistung ein höheres Gewicht – und die Athletin des Skiclubs Schwendi-Langis schaffte als Dritte den Sprung auf das Podest. Dank diesem Erfolg beendete Lorena Wallimann die Alpencup-Wertung auf dem zweiten Rang.

Seinen ersten Auftritt im Alpencup hatte Leander Kiser. Der 16-jährige Obwaldner wusste dabei zu überzeugen. Im grossen Teilnehmerfeld der Jugend1 wurde er im Einzelrennen und im Sprint Fünfter und Achter. In der Verfolgung schaffte es der Sportmittelschüler das erste Mal auf das Alpencup-Podest. «Der Start auf internationaler Ebene ist wirklich erfreulich geglückt», bilanziert Leander Kiser und setzt den Fokus bereits auf das nächste Wochenende: «An den Schweizer Meisterschaften in Realp will ich um eine Medaille kämpfen und den Vorsprung in der nationalen Wertung verteidigen.» Zuletzt ist der Vorsprung von Leander Kiser auf seinen ein Jahr jüngeren Klubkollegen Remo Burch in der Swisscup-Wertung bis auf sieben Punkte geschmolzen.

Gemischte Gefühle bei Ehrbar und Zberg

Nur bedingt zufrieden mit ihren Leistungen in Pokljuka sind die Junioren Simon Ehrbar (Gotthard-Andermatt) und Simon Zberg (Schwendi-Langis). Das beste Resultat erzielte Simon Ehrbar als Siebter in der Verfolgung. In der Alpencup-Wertung reichte es den beiden Innerschweizern als Zweit- (Ehrbar) beziehungsweise Drittplatzierte (Zberg) dennoch auf das Podest. Knapp am Treppchen vorbeigelaufen ist in Slowenien auch die Engelberger Jugend-2-Läuferin Chiara Arnet, sie wurde Vierte im Sprint. In der Gesamtwertung durfte sich die Obwaldnerin aber über den zweiten Rang freuen.