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Vizecaptain Voca fordert in FCL-Mini-Krise: «Nur nicht den Kopf verlieren»

Mittelfeldspieler und Vizecaptain Idriz Voca durchlebt beim FC Luzern das erste grössere Tief.
Daniel Wyrsch
Idriz Voca weiss, wie der FCL torgefährlicher wird. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 8. August 2019)

Idriz Voca weiss, wie der FCL torgefährlicher wird. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 8. August 2019)

Idriz Voca (22) hat in den vergangenen zwei Jahren seine ­Profi-Karriere beim FC Luzern erfolgreich lanciert. Nach dem ersten Super-League-Match über 90 Minuten Mitte Mai 2017 bei den Young Boys (1:4) folgten vereinzelte weitere Spiele unter dem damaligen Trainer Markus Babbel. Richtig auf Kurs kam die Laufbahn des Stansstaders im Frühjahr des vergangenen Jahres, als während der Rückrunde der Saison 2017/18 Gerardo Seoane die Mannschaft führte.

Für Voca war Seoane (40) mehr als nur ein Trainer. Er war sein Mentor. Mehrere Jahre wurde er vom Spanien-Schweizer im Nachwuchs gecoacht. In der U21 war Voca als Captain und zentraler Mittelfeldspieler sogar Seoanes verlängerte Arm auf dem Platz. Am vergangenen Sonntag, nach der Luzerner 1:2-Niederlage in Sion, sagte Voca über den heutigen YB-Coach: «Ich bin Gerry dankbar für alles, was er mir als junger Spieler beigebracht hat.» Doch Voca wusste auch um das Wiedersehen mit Seoanes Meisterteam am kommenden Sonntag (16 Uhr) in der Swisspor-Arena. Darum stellte er klar, dass der ehemalige FCL-Trainer in Luzern keine Geschenke erwarten darf: «Ich will alles geben, damit wir gegen YB die Punkte holen können.»

Die Berner müssen heute Dienstag das Playoff-Rückspiel zur Champions League in Belgrad gegen Roter Stern bestreiten. Im Gegensatz zu den Luzernern, die nicht mehr international spielen und gemäss Trainer Thomas Häberli glücklich sind, sich unter der Woche wieder dem Basistraining zu widmen.

Hat der harmloseste Angriff der Liga ein Kopfproblem?

Allein vom Resultat her hat dem FCL das Üben auf der Allmend noch nicht geholfen. Die Niederlage in Sion war allerdings unnötig, denn die Innerschweizer hätten sich ein Unentschieden durchaus verdient. Erstmals traten sie in dieser fünften Ligapartie mutig auf, sie erspielten sich gegenüber den Wallisern sogar ein leichtes Chancenplus. Allerdings gingen sie erneut fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten um.

Die Kritik ging nicht an die Adresse des defensiven Mittelfeldspielers, der Gelegenheiten eingeleitet hatte, doch befragt wurde Voca trotzdem zum harmlosesten Angriff der Liga (3 Tore in 5 Spielen). Der Vizecaptain meinte zur fehlenden Effizienz der Angreifer: «Vielleicht liegt das Problem beim einen oder anderen im Kopf. Ich weiss es nicht, das ist schwer zu sagen.» Ein Rezept, um wieder torgefährlicher zu werden, hat er: «Wir müssen einfach dran bleiben, hart trainieren, den Abschluss üben und somit das Selbstvertrauen wiederfinden.» Schlimmer wäre es für Voca, wenn die Chancen ausbleiben würden. Er ist überzeugt: «Irgendwann gehen die Bälle wieder rein.»

Weit entfernt von Vargas-Erfolgserlebnissen

Voca verriet zudem, dass er Ex-Luzern-Flügelrakete Ruben Vargas (21) als guten Kollege vermisse. Aber natürlich auch auf dem Feld: «Er ist ein hervorragender Spieler, ich mag es ihm sehr gönnen, kann er sich in der Bundesliga zeigen.» Vargas hat am Samstag für Augsburg beim 1:1 gegen Union Berlin sein erstes Tor erzielt.

Von einem derart euphorischen Erfolgserlebnis ist Voca mit dem FCL gerade weit entfernt. Nach drei Niederlagen in Serie liegt das Team auf Platz 9. Voca betonte: «Wir dürfen jetzt nur nicht den Kopf verlieren, dann klappt es wieder mit dem Toreschiessen und Siegen.» Auf die Frage, ob Trainer Häberli noch sicher im Amt sei, antwortete Voca: «Das ist nicht an mir, darüber zu befinden.»

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