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Luzerner Volleyballer ziehen in den Halbfinal ein

Volley Luzern schlägt Chênois im dritten Playoff-Spiel zu Hause mit 3:0 und zieht in die NLA-Halbfinals ein. Der Moment des Triumphs wird aber durch die finanziell unsichere Situation getrübt.
Stephan Santschi
Luzerns Libero Jörg Gautschi (Nr. 1) jubelt – seine Teamkollegen freuen sich mit. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Luzerns Libero Jörg Gautschi (Nr. 1) jubelt – seine Teamkollegen freuen sich mit. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Und dann stehen die Zuschauer auf der Tribüne, vor den Bänken, überall. Sie feuern die Luzerner an, ein Punkt noch, und das grosse Ziel, der Einzug in die Playoff-Halbfinals der NLA, ist Realität. Chênois greift an, der Ball prallt am Block ab und senkt sich ins Feld der Genfer – geschafft! 300 Zuschauer jubeln, die Spieler tanzen im Kreis. 25:21, 25:23, 27:25 siegt Volley Luzern, 3:0 in Sätzen also und 2:1 in Siegen in diesem Viertelfinal.

«Unglaublich», sagt Mitteangreifer Marcel Häfliger kurz darauf. «Jahrelang haben wir an diesem Halbfinal gekratzt, nie haben wir ihn erreicht. Für den Zentralschweizer Volleyballsport ist das ein neues Highlight.»

Dabei hatten die Luzerner noch vor dem ersten Service eine Hiobsbotschaft zu verkraften. Chris Newcombe, der 2,03 Meter Hüne, musste wegen einer Hirnerschütterung passen. Diese hatte er sich schon im ersten Spiel gegen die Genfer am letzten Samstag bei einem Kopftreffer zugezogen. Dass er die Partie zu Ende gespielt und am Tag darauf sogar im Auswärtsspiel angetreten war, zeigt, wie sehr sich die Luzerner diesen Platz in den Top 4 des Landes herbeisehnten.

Block der Luzerner Nick Amstutz (links) und Kevin Saar. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Block der Luzerner Nick Amstutz (links) und Kevin Saar. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Nun träumen die Luzerner vom Final

Und damit rein ins Geschehen. Die Pauker beider Fanlager duellierten sich von Beginn an leidenschaftlich, ihre herzhaften Schläge standen für den Puls, der angesichts des packenden NLA-Volleyballs in der Bahnhofhalle laut und rasend pochte. Die Gastgeber auf dem Platz hatten allerdings Mühe, ins Spiel zu finden. Die Blockarbeit war zu wenig effektiv, Chênois führte mit 18:15 und war auf Kurs, die Luzerner wie letzte Saison in der dritten und entscheidenden Viertelfinal-Begegnung zu bezwingen. Doch immer dann, wenn sie den Sack hätten zumachen können, versagten den Genfern die Nerven. So war es im ersten Satz, den Luzern noch 25:21 gewann. So war es im zweiten Durchgang, als die Blauweissen sogar einen 12:17-Rückstand wettmachten und 25:23 siegten.

Und so war es schliesslich auch im dritten Satz, in dem das Heimteam zwei Satzbälle abwehrte und mit 27:25 obenauf schwang. Die Ruhe von Luzerns Trainer Liam Sketcher übertrug sich dabei auf sein Team. «Wir hatten keine Angst. Die Mentalität war ausschlaggebend», betonte Sketcher, der bereits in seiner ersten Saison als Headcoach diesen Achtungserfolg feiern kann.

Jubel bei den Spielern von Volley Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Jubel bei den Spielern von Volley Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Voraussichtlich am kommenden Mittwoch beginnt für Luzern bei Qualifikationssieger Amriswil der Halbfinal (best of 3). «Wir werden voll angreifen. Wir träumen vom Final», macht Häfliger klar. Befindet sich Volley Luzern also im siebten Himmel? Sportlich ja, doch nicht finanziell. «Wir sind krampfhaft auf der Suche nach zusätzlichen Sponsoren. Die nächste Saison ist noch nicht gesichert», sagt NLA-Teamleiter Josef Wicki. Und fügt an: «Kann es sein, dass eine so starke Leistung nicht honoriert wird?»

Nationalliga A. Männer. Playoff-Viertelfinals (best of 3). 3. Runde: Volley Luzern (4. der Qualifikation) – Chênois (5.) 3:0; Schlussstand 2:1.
Das weitere Programm: Halbfinals (best of 3; 26. bis 28. März, sowie 6. und 7. April): Amriswil (1.) – Luzern und Schönenwerd (2.) – Lausanne UC (3.).

Volley Luzern – Chênois Genève 3:0 Bahnhofhalle. – 300 Zuschauer. – SR Sikanjic/Wiederkehr. – Sätze: 25:21, 25:23, 27:25. – Spieldauer: 82 Minuten. – Luzern: Köpfli, Brzakovic, Gautschi (Libero), Amstutz, Häfliger, Saar, Anagnostopoulos; Traagstad.

Adam Anagnostopoulos (links) und Nick Amstutz von Volley Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

Adam Anagnostopoulos (links) und Nick Amstutz von Volley Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 20. März 2019)

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