VOLLEYBALL: Auf dem Weg zum Ligaerhalt

Die NLB-Spielerinnen des FC Luzern II zeigen in der Abstiegsrunde keine Schwächen: dritter 3:0-Sieg im dritten Spiel. Damit rückt der Ligaerhalt immer näher.

Ruedi Vollenwyder
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Der Genfer Block mit Claudia Nöbele (links) und Ewine Guscetti ist gegen den wuchtigen Smash der ­Luzernerin Moën Mika (hinten) machtlos. Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 18. Februar 2017)

Der Genfer Block mit Claudia Nöbele (links) und Ewine Guscetti ist gegen den wuchtigen Smash der ­Luzernerin Moën Mika (hinten) machtlos. Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 18. Februar 2017)

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Der Jubel bei den Luzernerinnen war nach dem 3:0-Heimsieg über das stärker eingestufte Team von Genève Volley absolut berechtigt. Denn das Team um Trainer Dusan Jarotta zeigte eine starke Leistung. «Ich sah den bisher besten Auftritt in dieser Abstiegsrunde. Mein Team hat taktisch äusserst klug gespielt», lobte Dusan Jarotta und fügte an: «Meine Spielerinnen haben auf dem Spielfeld genau das umgesetzt, was wir uns im Vorfeld dieses Spitzenkampfes auch vorgenommen hatten.»

Die Luzernerinnen stiegen konzentriert in diesen Spitzenkampf, sie servierten exzellent und arbeiteten auch defensiv sehr sauber. «Mit unserem druckvollen Spiel konnten wir die gross gewachsenen Genferinnen immer wieder verunsichern», monierte die stark spielende Aussenangreiferin Moën Mika. Das Videostudium in den Trainings, wo wir die Spielweise der Gäste mit den beiden starken Amerikanerinnen Canace Finley und Caitlin De Witt analysierten, hat sich ausbezahlt. Der FCL zeigte einen taktisch klugen und beherzten Auftritt.

Auf und ab im zweiten Spielabschnitt

Im zweiten Set bekundeten die Luzernerinnen mehr Mühe. Genf servierte nun besser, und es entwickelte sich ein spielerisch schwächerer, aber dafür umso spannender Spielabschnitt. Die Zwischenstände belegen die Leistungsschwankungen der beiden Teams in diesem Set: 1:7, 8:12, 16:15, 16:20, 23:21, 23:23. Der FCL holte sich trotz Auf und Ab den Satz (25:23). Im dritten Satz verschliefen die Luzernerinnen den Auftakt völlig. 1:6 lagen sie zurück, ehe eine gute Serviceserie von Aline Schoch und wieder eine bessere Blockarbeit am Netz die Einheimischen mit 13:9 in Front brachte. Nach dieser Luzerner Aufholjagd fiel das Selbstvertrauen der sichtlich geschockten Genferinnen «in den Keller». «Wir konnten zu Beginn der Partie wieder konstant gute Leistung abrufen und so den Satz und den Sieg verdient nach Hause spielen», freute sich die 26-jährige Moën Mika, die im Sommer ihr Jus-Studium abschliessen wird.

Ausschlaggebend für diesen unerwarteten 3:0-Heimsieg war eine starke Mannschaftsleistung. So sah es auch Moën Mika: «Abgesehen von den Hängern zu Beginn der Sätze zwei und drei haben wir als Team eine Topleistung hingelegt. Nach diesen weniger guten Phasen fanden wir auch dank unseres Selbstvertrauens immer wieder ins Spiel zurück. So macht Volleyball Spass.»

Jarotta hebt den Mahnfinger

Der FC Luzern ist mit drei Siegen optimal in die NLB-Abstiegsrunde gestartet und führt die Tabelle souverän an. Von einem vorzeitigen Ligaerhalt will Moën Mika aber noch nichts wissen. «Unser Trainer lobte uns nach dem Spiel für unsere konstante und gute Teamleistung.» Dusan Jarotta holte sein Team bei der Match­analyse aber schnell wieder auf den Boden zurück: «Wir müssen den Fokus für die nächsten Spiele weiter hochhalten und in den Trainings wie bisher gut arbeiten.» Nur so könne man auf der Erfolgswelle weiterreiten und das Saisonziel, den NLB-Ligaerhalt, weiter erfolgreich angehen.

Frauen, NLB

Abstieg, 3. Runde: FC Luzern - Genève 3:0. Fides Ruswil - Val-de-Travers 2:3. Steinhausen - Köniz II 3:1.

Rangliste: 1. FC Luzern II 3/12 (9:0). 2. Genève 3/9 (6:3). 3. Steinhausen 3/6 (6:4). 4. Val-de-Travers 3/6 (6:5). 5. Giubiasco 3/5 (3:6). 6. Cheseaux II 3/4 (3:8). 7. Köniz II 3/3 (4:6). 8. Fides Ruswil 3/3 (4:9).

FC Luzern II - Genève Volley 3:0

Säli. – 40 Zuschauer. – Spieldauer: 70 Minuten. – Sätze: 25:16, 25:23, 25:19. – Luzern: Jarotta, Hodel, Baur, Mika, Marxer, Hofstetter, Egli (Libera); Gehrig, Huez, Schoch, Krummenacher (Libera).