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VOLLEYBALL: Ein echter Vorgeschmack auf die Playoffs

Volley Luzern zwingt Schönenwerd, einen direkten Konkurrenten im Kampf um Rang 4, souverän mit 3:0-Sätzen in die Knie. Die Luzerner zeigen ein begeisterndes Spiel, das Lust auf mehr macht.
Die Luzerner, mittendrin Libero Jörg Gautschi, feiern nach dem Spiel den ­diskussionslosen Sieg. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 25. Februar 2018))

Die Luzerner, mittendrin Libero Jörg Gautschi, feiern nach dem Spiel den ­diskussionslosen Sieg. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 25. Februar 2018))

Wenn es eng wird, lupfen sie den Ball für den finalen Smash Strahinja Brzakovic hin: Der 23-jährige Serbe, Topskorer des Teams, 205 Zentimeter gross gewachsen, erledigt den Rest. So einfach ist das – oder doch nicht?

Die linguistische Übersetzung für diese Aufklärung liefert Corina Perkovac, die Tochter des kroatischen Handball-Olympiasiegers Goran Perkovac und selber eines der grössten Talente in der Schweiz, ab nächster Saison in Diensten von Schaffhausen: «Strahinja Brzakovic betont, dass er in diesem Team ein Mosaiksteinchen sei und dass das Team gegen Schönenwerd vom Kollektiv getragen wurde.»

Finanziell und personell nicht bei den Topteams

Exakt so ist es: Es war eine unerhört starke Gemeinschaft, die Volley Luzern gestern zum überzeugenden 3:0-Triumph gegen Schönenwerd trug: «Wir wollten diesen Sieg unbedingt», erklärte Jörg Gautschi, der geschickte Passgeber, Libero und Sportchef des Teams in Personalunion, «wir haben diese Aufgabe wirklich gut erledigt.»

Eines muss man wissen: Volley Luzern legt einmal mehr eine tolle Saison hin. Drängt auch in dieser Meisterschaft vehement nach vorne, obwohl die Konkurrenz ganz andere finanzielle und personelle Kaliber in die Waagschale wirft: Amriswil zum Beispiel operiert mit einem geschätzten Budget von 600000 Franken, Volley Luzern kann gerade mal 200000 Franken locker machen. Die Luzerner wissen einen einzigen Söldner – eben diesen im Smash gewaltigen Brzakovic in ihrem Kader. Schönenwerd hingegen wartet mit vier ausländischen Verstärkungen auf.

Noch immer den vierten Rang im Visier

«Es ist die Kraft unserer Leidenschaft für den Volleyballsport», vermutet Jörg Gautschi, «dieser lässt uns darüber hinaus wachsen.» Der 34-jährige Aargauer ist die Identifikationsfigur dieser Truppe und mit 1,63 Metern Körpergrösse ein Volley-Zwerg, mit seiner Ausstrahlung aber ein Riese: «Er ist für uns Gold wert», sagt Josef Wicki, der Präsident des Vereins, «schauen Sie mal, wie der auf dem Spielfeld das Feuer entfacht.»

Das Spiel gegen Schönenwerd war für Lauren Bertolacci, den Coach der Luzerner, von ­kapitaler Bedeutung. Denn es geht im Qualifikationsendspurt um Rang vier, den Luzern so gerne erreichen würde, um so in den Playoff einen Heimvorteil zu ­haben. So stieg die Equipe auch in die Partie: Willig, entschlossen, überzeugt vom Sieg. Erster Satz: souverän – trotz kleinem Hänger. Zweiter Satz: höchst überzeugend. Dritter Satz: nach einem 0:5-Fehlstart ein furioses Finale. Brzakovic zeigt seine Muskeln und lacht: «Nein, eigentlich habe ich nie Angst ­gehabt, dass das Spiel noch kippen könnte.»

Die 500 begeisterten Fans verneigten sie nach der Volleyball-Party, die in den Playoffs Lust nach mehr macht, vor der Mannschaft: «Rang 4», sagt Strahinja Brzakovic ohne Umschweife, «das ist unser Minimalziel.» Spätestens nach gestern Abend zu urteilen: Liegt drin!

Roland Bucher

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Männer, NLA

24. Runde: Volley Luzern – Schönenwerd 3:0. Uni Bern – Einsiedeln 1:3 (25:23, 23:25, 19:25, 23:25). – Samstag: Jona – Amriswil 0:3. Chênois – Lausanne 3:2.

Rangliste: 1. Lausanne 22/53 (60:24). 2. Näfels 21/50 (55:20). 3. Amriswil 21/50 (55:19). 4. Chênois 22/41 (50:37). 5. Volley Luzern 21/37 (40:33). 6. Schönenwerd 21/29 (37:40). 7. Jona 21/17 (26:51). 8. Einsiedeln 22/7 (14:61). 9. Uni Bern 21/4 (9:61).

Hinweis: Lausanne, Näfels, Amriswil, Chênois, Volley Luzern, Schönenwerd und Jona für die Playoff-Viertelfinals (best of 3; 17./18. und eventuell 24. und 25. März) qualifiziert. – Einsiedeln zieht sich Ende Saison aus der NLA zurück.

Volley Luzern – Schönenwerd 3:0

Bahnhofhalle. – 500 Zuschauer. – SR Nellen/Widerkehr. – Spieldauer: 75 Minuten. – Sätze: 25:22, 25:19, 27:25. – Volley Luzern: Peer Harksen, Luca Müller, Marcel Häfliger, Christopher Frame, Luca Ulrich, Jörg Gautschi (Libero), Strahinja Brzakovic, Frederic Wicki.

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