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VOLLEYBALL: Luzerner Volleyballer werden Favoritenrolle gerecht

Die Luzerner NLA-Männer schlagen Einsiedeln problemlos mit 3:0 Sätzen. Schlagzeilen liefern dieser Tage aber auch die Gäste aus dem Kanton Schwyz.
Stephan Santschi
Der Luzerner Luca Ulrich (rechts) im Angriff, der Einsiedler Luca Müller versucht zu blocken. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 14. Januar 2018))

Der Luzerner Luca Ulrich (rechts) im Angriff, der Einsiedler Luca Müller versucht zu blocken. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 14. Januar 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Kurz und schmerzlos. Die Luzerner brauchten für ihren 3:0-Erfolg keinen Exploit, gegen den Tabellenvorletzten aus Einsiedeln wurden sie ihrer Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Nach nur 81 Minuten und den Satzergebnissen 25:20, 25:12 und 25:21 war der neunte Sieg der Saison unter Dach und Fach.

«Einsiedeln verteidigt gut, und es ist dafür bekannt, mit seinen intelligenten Spielern aus schwierigen Situationen noch etwas machen zu können. Gefährlich ist es für uns aber nicht geworden», resümierte Luca Ulrich, der vor drei Tagen seinen 21. Geburtstag gefeiert hat. Der 1,97 Meter grosse Aussenangreifer war gestern der Jüngste in der Startformation von Volley Luzern und auch einer der Auffälligsten. «Ich bin mit meinen Annahmen gut ins Spiel reingekommen und habe später auch im Angriff Akzente setzen können», freute er sich über die eigene Darbietung.

Die Playoff-Halbfinals sind das Ziel

Die Luzerner befinden sich damit weiterhin auf Kurs Richtung Platz vier, der in den Playoff-Viertelfinals den Heimvorteil garantieren würde. Aktuell sind sie Fünfter, punktgleich mit Schönenwerd (4.) und Chênois Genève (6.). «Die schwächeren Gegner haben wir gut im Griff, gegen die Top 3 der Liga mangelt es uns aber noch etwas an der Abgeklärtheit. In der Money Time, der entscheidenden Phase ab 20:20 also, ist unser Spiel noch etwas zittrig», berichtet Ulrich. Er sieht in der Truppe aber durchaus das Potenzial für einen Coup in dieser Saison. «Die Halbfinals sind unser Ziel. Und sollten wir dann einen Grossen schlagen, dann können wir das auch gegen alle anderen schaffen.»

Der Schweizer Nationalspieler, der letzte Saison für ein halbes Jahr in Lausanne sein Glück versuchte, aber mit dem Trainer nicht zurechtkam, will hoch hinaus. «In zwei, drei Jahren strebe ich den Schritt nach Italien in die beste Liga der Welt an. Vorher möchte ich aber gerne noch einen Titel in der Schweiz gewinnen», hielt der Biologiestudent fest. Einen Wechsel zu einem Top-3-Klub auf nächste Saison hin schliesst Ulrich nicht aus, an Angeboten jedenfalls würde es ihm nicht mangeln.

Einsiedler verloren Spass am Spiel

In kleineren Dimensionen denken sie derzeit in Einsiedeln. Die Saison verläuft bisher enttäuschend, nur Rang acht steht zu Buche, und es wird nur schon schwierig genug, das Minimalziel, die Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals zu schaffen. Schlusslicht Bern verfügt aktuell ebenfalls über vier Punkte und macht den Schwyzern diesen Platz streitig.

Nach den Festtagen kam es dabei zur Entlassung von Trainer Matthias Biesiada. Differenzen mit der Vereinsführung und dem restlichen Trainerstab hätten zu dieser Massnahme geführt, heisst es in der offiziellen Mitteilung. Doch auch für die Mannschaft kam die Veränderung einer Erlösung gleich. «Ich traf auf verunsicherte Spieler», sagte gestern Ernst Rüdisüli, der interimsmässig den Posten an der Seitenlinie mindestens bis Saisonende einnimmt.

Er coachte das Team bereits zwischen 2014 und 2016. «In den letzten Monaten wurde bei den Annahmen mit einem anderen System gespielt, die Spieler mussten die Bälle näher am Netz und über Kopf in Empfang nehmen und dann möglichst schnell an den Passeur weiterleiten», erklärte Rüdisüli und fügte an: «Ich urteile nicht über gut oder schlecht. Doch eine solche Veränderung braucht Zeit und man müsste wie Profis zweimal täglich trainieren können. Für die Spieler war das sehr schwierig. Nun möchten wir wieder zu einem einfachen Volleyballspiel zurückkehren.» Mit dem Auftritt gegen ein «stabiles Luzern», wie er sagt, war er nicht zufrieden: «Uns mangelte es an der Bereitschaft zu kämpfen. Ich vermisste die Emotionen.» Offensichtlich müsse sein Team den Spass am Spiel wieder finden.

NLA, Männer

18. Runde: Volley Luzern – Einsiedeln 3:0. Schönenwerd – Amriswil 3:2 (25:18, 22:25, 22:25, 25:22, 15:11). – Rangliste (alle 16 Spiele): 1. Amriswil 40. 2. Lausanne UC 39. 3. Näfels 37. 4. Schönenwerd 26 (32:28). 5. Volley Luzern 26 (28:27). 6. Chênois 16/26 (32:29). 7. Jona 14 (21:39). 8. Einsiedeln 4 (11:45). 9. Uni Bern 4 (8:46).

Volley Luzern – Einsiedeln 3:0

Bahnhofhalle. – 300 Zuschauer. – Spieldauer: 81 Minuten. – Satzergebnisse: 25:20, 25:12, 25:21. – Luzern: Frame, Harksen, Müller, Ulrich, Amstutz, Brzakovic, Gautschi (Libero); Widmer, Willimann, Häfliger.

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