VOLLEYBALL: Nur ein kleines Weihnachtsgeschenk

In der NLB-Doppelrunde gegen Aadorf und Giubiasco gehen die Steinhauserinnen für einmal nicht ganz leer aus und belohnen sich für eine gute Leistung immerhin mit einem Punkt.

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Die Steinhauserinnen Sarah Strübin (in Rot, Nummer 14) und Vanessa Gwerder (Nummer 4) verlieren zweimal. (Bild: Maria Schmid (Steinhausen, 17. Dezember 2016))

Die Steinhauserinnen Sarah Strübin (in Rot, Nummer 14) und Vanessa Gwerder (Nummer 4) verlieren zweimal. (Bild: Maria Schmid (Steinhausen, 17. Dezember 2016))

Dem favorisierten Gegner aus Aadorf konnten die Steinhauserinnen trotz einer 0:3-Niederlage phasenweise gut Paroli bieten. Auch wenn die Sätze jeweils mit 20, 21 und 22 Punkten verloren wurden, konnten die Zugerinnen den Gast in vielen Phasen unter Druck setzen. Das gilt besonders für den zweiten Satz, in dem die Gastgeberinnen im Sunnegrund mit 10:3 in Führung lagen, war die Konzentration sehr hoch. Einmal mehr konnte die Equipe von Trainer Pedro Carolino aber eine deutliche Führung nicht nutzen und verfiel in ihr altes Muster: viele Eigenfehler und unkonzentriertes Spiel.

Tags darauf gegen Giubiasco sollten nun Punkte her, auch im Hinblick auf die Abstiegsrunde. Die Steinhauserinnen erwischten einen sehr guten Start. Durch konstantes und engagiertes Spiel in allen Elementen sowie eine geschlossene Kampfleistung setzten sie die Gastgeber in der vollen Distanz des Satzes unter Druck und entschieden diesen mit 25:16 überzeugend für sich.

Am Willen liegt es nicht

Wie schon so oft in dieser Spielzeit konnten die Gäste den Schwung nicht mitnehmen in den zweiten Satz. Fehler um Fehler passierten, was die Tessinerinnen in die Partie finden liess. Steinhausen lag immer im Rückstand und schaffte es nicht, diesen wieder wettzumachen – 17:25 hiess es im zweiten Durchgang. Ärgerlich aus der Sicht der Zugerinnen war auch die Schiedsrichterleistung gewesen: Entscheidungen bezüglich der Netzfehler und erneut eine gelbe Karte kosteten die Gäste Punkte.

Der dritte Satz verlief ausgeglichen. Beide Teams zeigten eine gute kämpferische Leistung, diesmal behielt Steinhausen das bessere Ende für sich und setzte sich mit 25:20 durch. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich allerdings wieder, dass die Equipe ihr Potenzial immer noch nicht ausgeschöpft hat. Auch wenn die Spielerinnen um jeden Ball kämpften und die Eigenfehlerquote tief hielten, verloren sie den vierten Umgang mit 22:25.

Zu Beginn des Entscheidungssatzes sah es so aus, als ob die Steinhauserinnen sich mit einem Punkt zufrieden geben wollten, denn Giubiasco arbeitete sich einen Vorsprung von 8:4 heraus. Doch der Kampfgeist war nicht erloschen. Eine gute Annahme, starke Zuspiele und zwingende Angriffe, gepaart mit einer guten Blockarbeit, führten die Gäste zum Ausgleich von 14:14. Doch die letzten zwei Bälle gehörten den Tessinerinnen. Damit verpassten es die Zugerinnen, sich ein grosses Weihnachtsgeschenk zu machen.

Vanessa Gwerder, die nach einem Auslandaufenthalt erst vor zwei Wochen zum Team stiess, zog dennoch ein positives Resümee: «Gegen Aadorf haben wir ein gutes Spiel gemacht. Unser Ziel für Sonntag, an den Vortag anzuknüpfen, haben wir geschafft, wir konnten uns aber leider nicht für unsere kämpferische Leistung belohnen. Die Pause werden wir nutzen, um unsere Akkus zu laden und neuen Mut für die Aufgaben im kommenden Jahr zu kriegen.»

Jessica Rügge

sport@zugerzeitung.ch