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VOLLEYBALL: Papierform auf dem Platz bestätigt

Volley Luzern verliert die Heimpremiere gegen Amriswil klar 0:3. Der dreifache Titelgewinner der letztjährigen Meisterschaft entledigt sich der Pflichtaufgabe in 67 Minuten.
René Leupi
Netzduell der beiden besten Spieler: Der Amriswiler Jovan Djokic (Nummer 14) versucht den Angriff des Luzerners Luca Ulrich zu blocken. Nemanja Radovic beobachtet das Geschehen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Oktober 2017))

Netzduell der beiden besten Spieler: Der Amriswiler Jovan Djokic (Nummer 14) versucht den Angriff des Luzerners Luca Ulrich zu blocken. Nemanja Radovic beobachtet das Geschehen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Oktober 2017))

René Leupi

rene.leupi@luzernerzeitung.ch

Es war nach 67 effektiven Spielminuten Jovan Djokic, dem besten Spieler von Amriswil, vorbehalten, mit einem hart geschlagenen Smash den letztjährigen Meister siegreich in die Meisterschaft 2017/2018 starten zu lassen. Für Volley Luzern hingegen ist es nach dem erfolgreichen Auftakt (3:0) vor Wochenfrist auswärts gegen Jona die erwartete Niederlage gegen den haushohen Favoriten. «Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben dann aber Mitte des ersten Satzes unser Spielsystem immer wieder verlassen und danach nur noch sporadisch zu unserer Basis zurückgefunden», resümierte ein sichtlich enttäuschter Libero Jörg Gautschi nach dem Spiel.

Tatsächlich sah man im ersten Satz bis zum 15:14 kaum Unterschiede in den Spielanlagen der beiden Mannschaften. Augenfällig war aber die grössere Klasse, die Dynamik und enorme Erfahrung des vierfachen Schweizer Meisters und Cupsiegers. Gegen die mit vielen spielstarken Ausländern hervorragend besetzten Ostschweizer hatten die Luzerner keine Chance, auch nur einen Teilerfolg in Form eines Satzes unter Dach und Fach zu bringen. So mussten die Luzerner auch im sechsten Anlauf seit dem Aufstieg vor zwei Jahren die sechste Niederlage einstecken.

Volley Amriswil mit dreifachem Budget

Auch wenn Gautschi betont, dass sie mehr erwartet hätten und dem Meister das Startspiel hätten vermiesen wollen, muss den Luzernern attestiert werden, dass sie kämpferisch keine Wünsche offenliessen und bis zum letzten Ballwechsel an den einen Satzgewinn glaubten. Nimmt man die Budgets für die ersten Mannschaften zu Hilfe, ist diese Niederlage mehr als nur logisch, ja sogar ehrenvoll. Die Ostschweizer, die offiziell keine Angaben über das Budget machen, verfügen schätzungsweise über das Dreifache an Geldmitteln. Volley Luzern muss im Gegensatz zum letztjährigen Meister mit einem Aufwand von 250000 Franken auskommen.

Ein kleines Schmankerl zum Schluss: Auch die Macher des Matchprogramms hatten wohl nicht an einen Sieg ihres Teams geglaubt. Unter dem Teamfoto von Amriswil wurde versehentlich die Mannschaftsaufstellung von Lausanne, dem nächsten Heimspielgegner der Luzerner, abgedruckt. Hoffentlich ein gutes Omen für das zweite Heimspiel am kommenden Sonntag (17.00) in der Luzerner Bahnhofshalle.

Bereits heute bietet sich den Luzernern Gelegenheit, die Niederlage vergessen zu machen. Die Equipe von Trainerin Lauren Bertolacci ist in Schönenwerd, dem letztjährigen Dritten der Meisterschaft, zu Gast. Die Luzerner werden heute Morgen eine Videoanalyse des Amriswil-Spiels machen und so versuchen, die gemachten Fehler auszumerzen. «Wir haben gute Erinnerungen an die Spiele gegen Schönenwerd», sagt Jörg Gautschi zuversichtlich. Will Volley Luzern das hochgesteckte Ziel, das Erreichen der Playoff-Halbfinals, in die Tat umsetzen, müssten im Solothurnischen Punkte drinliegen.

Männer, NLA

2. Runde: Volley Luzern – Amriswil 0:3. Uni Bern – Schönenwerd 2:3 (22:25, 21:25, 25:23, 25:23, 10:15). Näfels – Jona 3:0 (25:17, 25:15, 25:20). Lausanne – Chênois 3:2 (25:27, 21:25, 25:12, 25:23, 15:5).

Rangliste: 1. Lausanne und Näfels, je 2/5 (6:2). 3. Amriswil und Einsiedeln, je 1/3 (3:0). 5. Volley Luzern 2/3 (3:3). 6. Schönenwerd 2/2 (3:5). 7. Chênois 2/2 (4:6). 8. Uni Bern 2/1 (2:6). 9. Jona 2/0 (0:6).

3. Runde. Heute. 16.00: Schönenwerd – Volley Luzern (Erlimatt, Däniken), Amriswil – Lausanne, Näfels – Uni Bern. – 18.00: Jona – Einsiedeln (Grünfeld).

Luzern – Amriswil 0:3 (19:25, 22:25, 19:25)

Bahnhofhalle. – 120 Zuschauer. – Spieldauer: 67 Minuten. – Luzern: Peer Harksen, Müller, Häfliger, Frame, Ulrich, Gautschi (Libero); Brzakovic, Stadelmann, Wicki, Willimann, Widmer, Amstutz. – Amriswil: Howatson, Radovic, Steigmeier, Ljubicic, Hamacher, Daniel (Libero); Djokic, Nasibullin, Brühwiler, Baghdady, Muntwyler, Kesten. – Beste Spieler: Luca Ulrich (volley Luzern) und Jovan Djokic (Volley Amriswil).

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