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VOLLEYBALL: Perkovac führt Luzern zum NLB-Meistertitel

Die Frauen von Volley Luzern triumphieren im Entscheidungsspiel gegen Genève Volley und feiern verdient den NLB-Meistertitel. Die Matchwinnerin Korina Perkovac wird als «Best Rookie 2018» geehrt.
Oliver Dütschler
NLB-Meister Volley Luzern mit Korina Perkovac (mit Blumenstrauss). (Bild: Christian Lafargue (Luzern, 24. 3. 2018))

NLB-Meister Volley Luzern mit Korina Perkovac (mit Blumenstrauss). (Bild: Christian Lafargue (Luzern, 24. 3. 2018))

Oliver Dütschler

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Mit Luzern und Genf trafen sich die beiden Spitzenteams am letzten Spieltag zum grossen Showdown in der Doppelturnhalle Säli. Die Ausgangslage war klar: Beide Teams brauchten einen Sieg, um den noblen Pokal von der Verbandspräsidentin Nora Willi in die Höhe stemmen zu können.

Bereits im ersten Satz gingen die Mannschaften engagiert zur Sache und schenkten sich nichts. Das Spiel war bis in die entscheidende Phase des Satzes über weite Strecken absolut ausgeglichen. Doch wie bereits schon in den letzten Meisterschaftspartien gegen Münchenbuchsee und Neuenburg zeigte sich das Heimteam mental stark und behielt mit 25:22 die Oberhand.

Im zweiten Satz folgte eine Gala von Luzern. Dominika Jarotta servierte die Bälle muster­gültig auf Korina Perkovac, die eiskalt als Vollstreckerin agierte. Der bereits feststehende NLA-Aufsteiger Genf bekundete grösste Mühe mit der physisch starken Perkovac. Sehr zur Freude der Eltern von Korina, die zuhinterst in der Ecke unscheinbar auf einem Schwedenkasten sitzend mit­fieberten und sich über den 25:15-Satzgewinn freuten.

Der Verlust des dritten Satzes (20:25) kann man getrost dem jugendlichen Übermut zuschreiben. Doch der Ausrutscher wurde im vierten Durchgang von den Luzernerinnen sofort wieder korrigiert. Und es war einmal mehr Perkovac, die Volley Luzern mit einem knallharten Smash ins Glück zum Sieg (25:20) hämmerte. «Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet und sind als Team immer stärker zusammengewachsen. Es ist fantastisch, dass wir uns mit diesem tollen Erfolg belohnen konnten», meinte Perkovac. Luzern hat aber noch deutlich mehr zu bieten als nur Perkovac. Zum Beispiel Dominika Jarotta, die mit Abstand beste Zuspielerin der Liga. Die Tochter des Trainers dirigiert das Spiel erstklassig und bringt ihre Mitspielerinnen in hervorragende Abschlusspositionen. Auf der Trainerposition wird der NLB-Meister von einem Strategen internationaler Prägung geführt: Dusan Jarotta, der in Luzern beheimatet ist und in der Szene ­einen hervorragenden Namen besitzt, führte die Mannschaft letztlich ohne den geringsten Umweg zum Titel. Der fokussierte Tscheche befasste sich vom ersten Tag seiner Luzern-Ära mit jedem personellen Detail.

Perkovac wechselt nach Schaffhausen

Eine der grossen Stützen der Luzernerinnen ist zweifellos Korina Perkovac. Die Tochter des legendären Handball-Olympiasiegers Goran Perkovac (ehemals Borba Luzern) ist bei Luzern nach konstanten Leistungen zur Nationalspielerin aufgestiegen. Vater Perkovac ballte nach dem Matchball die Siegerfaust und sagte: «Ich freue mich sehr, wenn Korina in der Schule und im Sport erfolgreich ist. Das macht mich stolz.» Die talentierte Aussenangreiferin gab nach dem Schlusspfiff bekannt, dass sie kommende Saison in der Nationalliga A für Kanti Schaffhausen spielen und voraussichtlich an der Universität Zürich Zahnmedizin studieren wird. Bei ihrem letzten Auftritt im ­Luzerner Trikot konnte Perkovac gleich doppelt jubeln. Sie durfte nicht nur den Meisterpokal in die Höhe stemmen, sondern wurde zusätzlich noch vom Portal Volley1.ch mit der Trophäe als «Best Rookie 2018» geehrt.

Trotz des Gewinns der NLB-Meisterschaft ist ein Aufstieg für das Frauen-Team aus finanziellen und personellen Gründen aktuell kein Thema. Das Team wäre noch vor nicht allzu langer Zeit beinahe zurückgezogen worden – mittlerweile ist das erfolgreiche NLB-Team bei der Nachwuchsabteilung von Volley Luzern angeschlossen. «Wir sehen uns als einen Ausbildungsverein mit einer guten Nachwuchsförderung. Es freut uns, wenn unsere Spielerinnen den Sprung von ­Luzern zu grösseren Clubs schaffen», sagte Susanne Gehrig, die umtriebige Verantwortliche.

Mit den Abgängen der Leistungsträgerinnen Korina Perkovac und Jana Wigger (Neuenburg) sowie den Rücktritten von Laura Marxer, Dominika Jarotta, Aline Schoch und Trainer Dusan Jarotta steht der Verein auch in der nächsten Saison wieder vor neuen Herausforderungen.

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