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VOLLEYBALL: Sanfter Riese mit forschen Zielen

Volley Luzern fühlt heute im ersten Playoff-Viertelfinalspiel Chênois auf den Zahn. Einer kann den Unterschied ausmachen: Strahinja Brzakovic – 2,04 Meter gross und unerhört motiviert.
Roland Bucher
Wertvolle Stütze im Luzerner Team: Strahinja Brzakovic. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 14. Januar 2018))

Wertvolle Stütze im Luzerner Team: Strahinja Brzakovic. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 14. Januar 2018))

Roland Bucher

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die Übersetzung des interessanten Gespräches mit Strahinja Brzakovic, dem 23-jährigen Serben, übernimmt in verdankenswerter Art Anes Perezic, ein 18-jähriger Schweizer Junioren-Internationaler im Luzerner Team. Und der sagt, um die Position des Ausnahmeangreifers von Beginn weg deutlich zu stellen: «Strahinja ist mein Vorbild. Wir können alle von ihm nur profi­tieren. Er ist ein Glückstreffer für unseren Verein.»

Brzakovic kam Anfang dieser Meisterschaft von Lausanne, weil ihm sein Agent Luzern als nächste Destination für den sportlichen Fortschritt empfahl, und ent­wickelte sich schnell zur absoluten Mannschaftsstütze. Die Ungeduld, die ihm – auch ausserhalb des Sportes – anhafte, die habe er gezähmt. «Ich bin glücklich, dass ich dieser Mannschaft helfen kann, grosse Ziele zu erreichen.»

Jetzt geht die Saison so richtig los, im Prinzip kämpfe man eine ganze Qualifikation lang für diese Momente, «in welchen es um alles geht».

Stich ins Herz der Mannschaft

In der Diskussion über mögliche Chancenprozente der Luzerner, Chênois im Playoff-Viertelfinal (erstes Spiel heute 17 Uhr in der Bahnhofhalle Luzern) ein Bein zu stellen, macht Brzakovic einen scheuen, ernsthaften Eindruck; seine Worte sind eher karg, mit Bedacht gewählt. Volley Luzern hatte letztes Wochenende die Hauptprobe gegen diesen Widersacher in Genf 0:3 verloren, es war ein kleiner Stich ins Herz der Mannschaft. «Wir haben alle nicht auf dem Maximum gespielt», erklärt er, «wir haben kleine, unnötige Fehler gemacht.» In die Details will er nicht gehen, weist indes darauf hin, dass «wir in dieser Saison Chênois schon zweimal geschlagen haben». Daran müsse sich seine Equipe orientieren: «Wir haben die Sub­stanz, diese erste Playoff-Hürde zu überspringen.» Und dann? Wie gesagt, Brzakovic ist kein Mann der lauten Töne: «Einfach Schrittchen für Schrittchen. Aber ich spüre, dass wir es weit bringen können.»

Das gilt auch für ihn selber, der in seiner Kindheit «gar nicht so untalentiert war», schmunzelt er, Fussball gespielt und geliebt habe, dann aber – im Zuge auch seines ausserordentlichen körperlichen Wachstums – von seiner Schwester quasi in die Volley­szene befördert wurde. Die Fort-schritte in der neuen Passion erfolgen im Siebenmeilenstiefel-Tempo, «aber wissen Sie, viel über die Vergangenheit will ich gar nicht erzählen. Ich schaue nach vorne.»

Brzakovic bleibt zu 99 Prozent in Luzern

Und da darf Volley Luzern sich freuen. Die Schlüsselfigur der Mannschaft, die nächste Saison einen weiteren Schritt in Richtung Spitze machen will, wird, so übersetzt Anes Perezic ziemlich unmissverständlich, zu «99 Prozent, also eigentlich ganz sicher» seine Karriere in der Innerschweiz vorantreiben. Vieles deutet darauf hin, dass er, der heute Abend vor Spielbeginn mit der Topscorer-Trophäe ausgezeichnet und mit 5700 Franken für die Nachwuchsförderung im Verein belohnt wird, in den nächsten ­Tagen die Unterschrift unter den neuen Vertrag setzen wird. Ein zusätzliches Gütesiegel will der Serbe heute Abend mit Smashes der Marke «Gewinner» auf seine Visitenkarte setzen: «Ich freue mich enorm auf diese Partie.»

Und eines nur noch habe er anzufügen: «Wir sind ein starkes Team. Noch stärker sind wir, wenn wir unsere Fans im Rücken spüren. Kommt, ich verspreche einen spektakulären Volleyabend!»

Hinweis

Männer, NLA. Playoff-Viertelfinal (best of 3). 1. Spiel. Heute (17 Uhr, Sporthalle, Bahnhof): Volley Luzern – Chênois Genève.

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