VOLLEYBALL: Spielfreude ist wieder da

Die 1.-Liga-Frauen von Volleya Obwalden haben den NLB-Abstieg verkraftet. Dennoch musste der Tabellenleader den 3:1-Sieg gegen Volley Luzern Nachwuchs hart erkämpfen.

Ruedi Vollenwyder
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Volleya Obwalden mit Rahel Stofer (weisses Dress mit der Nummer 4) behält gegen Luzern mit Jasmin Schulz (links) und Seline Zumstein die Oberhand. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 17. Dezember 2016))

Volleya Obwalden mit Rahel Stofer (weisses Dress mit der Nummer 4) behält gegen Luzern mit Jasmin Schulz (links) und Seline Zumstein die Oberhand. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 17. Dezember 2016))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Ende der letzten Saison herrschte bei Volley Obwalden eine triste Stimmung. Nach sieben erfolgreichen Jahren mussten die Obwaldnerinnen in den Abstiegs­apfel beissen. Ein bitterer Nachgeschmack blieb zurück. Wäre dieser Abstieg zu verhindern gewesen? Ein Insider bejaht: «Man hat mit der Entlassung von Trainer Jan Schmidt zu lange gewartet, denn die zwischenmenschliche Beziehung im Team stimmte überhaupt nicht mehr.» Bei Volleya steckte man den Kopf nach diesem Desaster nicht in den Sand. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen erachteten diesen Abstieg auch als Chance für einen Neuanfang. Mit dem neu engagierten 31-jährigen Trainer Nik Buser, der letzte Saison das Männer-Team von Schönenwerd (NLA) betreute, kam der Erfolg und vor allem die Spielfreude bei den Spielerinnen wieder zurück.

Diese neu gewonnene Spielfreude zeigten die Obwaldner Frauen denn auch im Match gegen den Mitabsteiger Volley Luzern Nachwuchs. Die jungen Luzernerinnen mussten nach einem guten und spannenden Match als 1:3-Verliererinnen vom Feld. Der erste Satz stand lange auf Messers Schneide. Bis zum 18:18 kam kein Team mit mehr als zwei Punkten weg. Doch dann schlichen sich im Lager der Luzernerinnen einige Fehler zu viel ein: 22:25. Der zweite Abschnitt war eine kurze Angelegenheit. Nach 16 Minuten war der 25:11-Satzgewinn für die Obwaldnerinnen in trockenen Tüchern. Nach dieser Schlappe rechnete man mit einem schnellen Ende der Partie. Doch weit gefehlt: Luzern fand nochmals ins Spiel zurück gewann das dritten Set mit 25:19 überraschend deutlich. «Unglaublich, wie viele Fehler wir uns bei den Angriffsbällen leisteten», sieht Volleya-Trainer Nik Buser den Hauptgrund für den Durchhänger. Im vierten Satz konnte sich die Volleya wieder aufraffen. In einem hochklassigen und spannenden Spiel führte Luzern zwar nochmals mit 15:14. Doch dann unterliefen der jungen Truppe von Zohar Itzhaki zum falschen Zeitpunkt zu viele Fehler. Aussenangreiferin Celina Wirz, welche schon in den gewonnenen Abschnitten jeweils den Satzgewinn sicherte, war mit einem harten Smash auch für den letzten Punkt zum Matchgewinn verantwortlich.

So schnell wie möglich in die NLB zurück

Klar, dass sich die Obwaldnerinnen riesig über diesen elften Sieg freuten. Ebenso verständlich war die Niedergeschlagenheit der jungen Luzernerinnen, welche gegen den unangefochtenen Leader, bis auf den zweiten Satz, eine sehr gute und beherzte Leistung zeigten. Volleyas neuer Trainer Nik Buser war über die Leistung der Luzernerinnen voll des Lobes. «Die toll mitgehenden Zuschauer sahen ein Match auf einem hohen Level. Luzern hat sehr gut gespielt und meine Frauen echt gefordert.»

Und was hat Nik Buser bei seinem Antritt bei seinem neuen Verein angetroffen? Sein erster Eindruck: «Völlig verunsicherte Frauen, bei denen die Spielfreude im Keller war.» Zwei bestandene Spielerinnen wollten sogar den Bettel hinschmeissen. «In guten Gesprächen konnte ich sie zum Weitermachen umstimmen. Und nach den ersten Trainings kam auch die Spielfreude bei meinen toll mitziehenden Frauen zurück», freute sich Nik Buser über den gelungenen Einstand. Für TK-Chefin Michelle Iten ist Nik Buser ein Glücksfall: «Sein Auftreten ist herzlich, aber auch fordernd. Jetzt wollen wir so schnell als möglich wieder in die NLB zurück.»

1. Liga. Frauen. Gruppe C. 11 Runde: Luzern Nachwuchs - Volleya Obwalden 1:3. Schönenwerd - Gordola 3:0. Allschwil - Lunkhofen 3:0. Volley Lugano II - Riehen 3:0. Neuenkirch - Dynamo SeeWy 3:0. – Rangliste (alle 11 Spiele): 1. Volleya Obwalden 33. 2. Riehen 26. 3. Schönenwerd 23. 4. Neuenkirch 16. 5. Gordola 14. 6. Lunkhofen 13. 7. Volley Lugano II 11. 8. Allschwil 11. 9. Luzern Nachwuchs 10. 10. Dynamo SeeWy 8.

Luzern Nachwuchs - Volleya Obwalden 1:3

Säli-Turnhalle. – 80 Zuschauer. – SR Gander/Süess. – Spieldauer: 89 Minuten. – Sätze: 22:25, 11:25, 25:19, 19:25. – Luzern Nachwuchs: Burach, Smith, Portmann, Wigger, Wyss, Merkli, Lang (Libera); Mächler, Smiljkovic, Stofer, Erni. – Volleya Obwalden: Abegg, Wirz, Andermatt, Zumstein, Küchler, Spichtig, Lea Krummenacher (Libera); Meier, Jasmin Krummenacher, Schulz, Maters, Abächerli.