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VOLLEYBALL: Volley Luzern mutiert zum Riesentöter

Luzern schlägt den NLA-Tabellennachbarn Chênois Genève mit 3:2. In einem abwechslungsreichen Spiel gewinnt schliesslich das Team mit den kleineren Spielern.
Setzt hier seine ganze Körpergrösse gegen den Genfer Block mit Antonio Dos Santos (rechts) und Rui Botas Dos Santos ein: der 205 Zentimeter grosse Strahinja Brzakovic. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 16. Dezember 2017)

Setzt hier seine ganze Körpergrösse gegen den Genfer Block mit Antonio Dos Santos (rechts) und Rui Botas Dos Santos ein: der 205 Zentimeter grosse Strahinja Brzakovic. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 16. Dezember 2017)

Am Ende wurde mit dem Luzerner Libero Jörg Gautschi der kleinste Akteur (163 cm) als bester Spieler des Heimteams aus­gezeichnet. Der Kleinste mit der grössten Freude, das ist keine Untertreibung. Gautschi ist der Motivator und Antreiber der Luzerner. Und wenn er sich über einen Punkt freut, ballt er immer beide Fäuste und schreit seine Freude hinaus. Das konnte er auch gestern Abend tun, als sein Team schliesslich den Tabellennachbarn aus Genf mit 3:2 bezwang und dank den 2:1 Punkten den fünften Tabellenrang verteidigen konnte. «Klar, freue ich mich über die zwei Punkte. Im Wissen, dass drei möglich gewesen wären», sagte Gautschi und sprach die Situation im vierten Satz an, in der das Heimteam 8:6 führte und plötzlich 13:15 hinten lag. «Wir haben wahrscheinlich zwei bis drei Minuten den Fokus verloren, und dann wird es schwer. Meine Annahmen gelangen während dieser Phase nicht optimal.»

Schliesslich ging dieser Satz mit 20:25 verloren. «Doch dann», meinte der 33-Jährige, «haben wir den fünften Durchgang gut durchgezogen.» In der Tat gelang den Luzernern mit dem 6:0 ein Turbostart in dieser hart umkämpften Partie. Und sie zogen es konsequent durch (15:7). Obwohl auf der anderen Netzseite das grösste Team der Schweiz stand. Nicht aufgrund der Tabellenlage, aber bei den Westschweizern spielten gestern insgesamt fünf sogenannte Doppelmeter. Und der grösste dieser über 2-Meter-Riesen überragte noch einmal alle: Der Monte­negriner Luka Babic misst 212 Zentimeter. «Sie sind gross, aber eben nicht so schnell. So konnten wir unseren Dreierblock jeweils gut positionieren, während ich den hinteren Raum abdeckte.»

Luzerner reagieren gut auf verlorene Sätze

Volley Luzern mutiert zum Riesentöter, dafür spricht auch die Tatsache, dass die Innerschweizer vor zwei Wochen den damaligen Leader Amriswil auswärts mit 3:1 bezwangen. «Es war eines der ersten Spiele, die wir etwas lockerer angegangen sind. Die Thurgauer servierten nicht optimal, und wir erwischten einen magischen Tag. Wir konnten von A bis Z den Level durchspielen, den wir uns vorstellen», so Jörg Gautschi.

Das gelang gegen Chênois bloss in den Sätzen eins, drei und fünf. Trotzdem sagte Trainerin Lauren Bertolacci nach der Partie zum Team: «Ihr habt einen guten Job gemacht und seid immer wieder zurückgekommen.» Die Luzerner liessen sich nach den verlorenen Sets nicht unterkriegen und reagierten auf ihre Weise: Denn auch der dritte Satz ging mit 25:15 klar zu Gunsten der Einheimischen aus.

Morgen reisen die Luzerner wiederum zu einem Spitzenteam. Sie spielen auswärts beim drittplatzierten Näfels (17 Uhr). «Unser Ziel ist es, in Zukunft um die besten drei Plätze mitzuspielen», sagt Gautschi. Viel fehlt ja nicht, obwohl bei Volley Luzern mit dem Serben Strahinja Brzakovic – mit 205 Zentimetern der einzige Doppelmeter – nur ein Ausländer beschäftigt ist. Zum Vergleich: Der gestrige Gegner hatte gleich deren fünf in seinen Reihen. Doch die Luzerner wissen an ihren Aufgaben zu wachsen und finden Gefallen an der Rolle des Riesentöters. Auch heute Nachmittag?

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

NLA, Männer

Nationalliga A. Männer. 14. Runde: Volley Luzern – Chênois 3:2. Näfels – Amriswil 0:3 (29:31, 21:25, 19:25). Uni Bern – Lausanne UC 0:3 (19:25, 11:25, 18:25 ).

Rangliste: 1. Lausanne UC 14/34. 2. Amriswil 13/33. 3. Näfels 13/30. 4. Schönenwerd 13/22. 5. Volley Luzern 13/20. 6. Chênois 13/17. 7. Jona 12/11. 8. Uni Bern 13/4. 9. Einsiedeln 12/3.

Volley Luzern – Chênois Genève 3:2

Bahnhofhalle. – 150 Zuschauer. – SR Stanisic/Wüthrich. – Spieldauer: 91 Minuten. – Satzergebnisse: 25:21, 21:25, 25:15, 20:25, 15:7. – Volley Luzern: Peer Harksen, Amstutz, Müller, Frame, Brzakovic, Ulrich, Gautschi (Libero); Widmer, Wicki, Willimann.

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