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In der YB-Kabine sassen sie nebeneinander - jetzt sind alle drei beim FCL

Einst sassen Thomas Häberli, Christian Schwegler und Christian Schneuwly in der Kabine der Young Boys nebeneinander. Heute ist Häberli als Trainer beim FC Luzern der Chef seiner ehemaligen Mitspieler.
Raphael Gutzwiller
Thomas Häberli (links) und Christian Schwegler klatschen hier noch als YB-Spieler ab. (Bild: Peter Schneider/Keystone (Bern, 28. Oktober 2006))

Thomas Häberli (links) und Christian Schwegler klatschen hier noch als YB-Spieler ab. (Bild: Peter Schneider/Keystone (Bern, 28. Oktober 2006))

Die Nummern 13, 14 und 15 sind in der Heimkabine der Young Boys im Stade de Suisse nebeneinander aufgereiht. Gelb-Schwarz die Trikots, die Namen Schneuwly, Schwegler und Häberli prangen auf dem Rücken. Die Leibchen gehören dem jungen Talent Christian Schneuwly, Stamm-Aussenverteidiger Christian Schwegler und dem Star Thomas Häberli. Elf Jahre ist es her, seit die Drei 2008 mit YB fast den Meistertitel feiern konnten. Die Finalissima gegen Basel ging mit 0:2 verloren. «Wir hatten eine tolle Mannschaft», erinnert sich Schneuwly zurück, der damals noch auf wenig Spielzeit kam.

Seit Freitag arbeiten die Drei beim FC Luzern wieder zusammen. Häberli (44) als Trainer, Schneuwly (31) als Captain, Schwegler (34) als Routinier. «Natürlich ist diese Konstellation speziell», sagt Schneuwly. «Doch ich habe schon als Spieler immer zu Häbi hochgeschaut, von daher ändert sich für mich persönlich wenig.» Und auch Christian Schwegler hat offensichtlich kein Problem mit der Situation, lobt nach dem 1:1 beim FC Zürich seinen neuen Vorgesetzten, auch wenn er festhält: «Ich kenne ihn schon noch besser als Spieler denn als Trainer. In den nächsten Wochen wird sich das aber bestimmt ändern. Ich glaube, wir können von ihm viel lernen.»

«Häberli war ein Vorbild, der Tipps gab»

Christian Schneuwly kennt Häberli nicht nur als Mitspieler und Cheftrainer, sondern auch in der Funktion des Co-Trainers bei den Young Boys. «Häberli ist ein sehr intelligenter und kommunikativer Trainer, der konstruktive Anweisungen geben kann», sagt Schneuwly, der überzeugt davon ist, dass sein ehemaliger Mitspieler die perfekte Wahl als Cheftrainer des FC Luzern ist. «Wir haben viele junge Spieler, da ist Häbi durch seine Erfahrung als Nachwuchstrainer und auch sein Standing als Spieler die richtige Wahl.» Als ehemaliger Spieler könne sich Häberli zudem gut in die Gefühlslagen der Akteure hineinversetzen. «Und gerade beim Toreschiessen weiss er genau, was es braucht.»

Dass Häberli dereinst eine Karriere als Trainer einschlagen könnte, zeigte sich schon zu YB-Zeiten. Häberli war ein Vorbild für die jungen Spieler, einer, der gerne Tipps gab und weiterhalf. «Er war ein hervorragender Spieler. Wir konnten sehr viel von ihm lernen», sagt Schneuwly. «Gerade mein Bruder Marco hat viel profitiert und abgeschaut, weil beide Stürmer waren.» Starallüren habe Häbi jedoch nie gehabt. «Typisch für einen Innerschweizer war er bodenständig.»

Das Trio, das eine Saison lang nebeneinander in der Kabine gesessen hatte, trennte sich nach der Finalissima, weil Schneuwly in die Challenge League an Biel ausgeliehen wurde. Bei dessen Rückkehr ein Jahr später waren Schwegler und Häberli weg. Schwegler wechselte 2009 nach Österreich zu RB Salzburg, Häberli trat zurück und startete im YB-Nachwuchs und bei Perlen-Buchrain die Trainerkarriere.

Nun sind sie beim FCL also wieder zusammen, wenn auch in anderer Konstellation. Im ersten gemeinsamen Spiel holte der FCL einen Punkt, spielte 1:1-Unentschieden beim FC Zürich. Am Samstag reisen die Luzerner wieder in den Letzigrund, diesmal als Gast von GC. Dann will Häberli seinen ersten Sieg feiern, bevor es im Cup-Viertelfinal am Aschermittwoch gegen die alte Liebe geht – die Young Boys.

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