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Vor dem Handball-Länderspiel Belgien-Schweiz: «Schwärmerei bringt nicht viel»

Die Schweiz steht vor einer wegweisenden Woche: Mit zwei Siegen gegen Belgien kann das Nationalteam erstmals seit 16 Jahren wieder aus eigener Kraft die Qualifikation für eine EM schaffen.
Stephan Santschi
Warnt sein Team vor «heissen» Belgiern: Nationalcoach Michael Suter. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 28. Oktober 2018))

Warnt sein Team vor «heissen» Belgiern: Nationalcoach Michael Suter. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 28. Oktober 2018))

1995 nahm die Schweiz letztmals an einer WM teil, 1996 an Olympischen Spielen. Die letzte Qualifikation für eine EM datiert aus dem Jahr 2004, danach kam nur noch die Europameisterschaft im eigenen Land 2006, für die man als Gastgeber gesetzt war. Macht unter dem Strich: zwölfmal die WM und sechsmal in Serie eine EM verpasst. Die letzte Teilnahme an einem Grossturnier, die man aus eigener Kraft erzwungen hat, liegt 16 Jahre zurück.

Dieser kurze Abriss des tristen Leistungsausweises des Schweizer Nationalteams soll die historische Dimension aufzeigen, die ein Erfolg in dieser Woche haben könnte. Heute Abend auswärts gegen Belgien (20.10/TV 24) und am Sonntag (14.00/SRF 2) gegen denselben Kontrahenten zu Hause in Schaffhausen können die Schweizer mit zwei Siegen und gleichzeitig zwei Niederlagen der Serben gegen Kroatien vorzeitig die Qualifikation für die EM 2020 sicherstellen. Ist sich die Mannschaft bewusst, dass sie Historisches schaffen kann? «Es bringt nicht viel, wenn wir nun in Schwärmereien verfallen», betont Nationaltrainer Michael Suter. «Wir wissen schon, dass wir in dieser Woche einen grossen Schritt machen können. Vorderhand denken wir aber nur an den Mittwoch und die erste grosse Hürde.»

Die ausgezeichnete Ausgangslage in Gruppe 2 hat sich die Schweiz in der Zentralschweiz erarbeitet. Dank des 29:24-Siegs gegen Serbien von Ende Oktober in der Zuger Bosshard-Arena steht sie nach zwei Spieltagen auf dem zweiten Platz, just hinter den Kroaten und vor Belgien und Serbien. Am Ende reicht Platz zwei sicher für die Qualifikation, auch die Hälfte aller Gruppendritten (vier von acht) werden 2020 an der Endrunde in Nor-wegen, Schweden und Öster-reich dabei sein. Suter warnt allerdings vor den Belgiern, die noch gar nie an einem internationalen Turnier teilgenommen haben: «Sie werden wie wir extrem heiss sein. Es treffen zwei Teams mit grossen Träumen aufeinander.»

Suter: «Wir sind sehr gut vorbereitet»

Die Belgier haben wie die Schweizer zuletzt grosse Fortschritte gemacht, verfügen über eine eingespielte Truppe. Ihr Regisseur Arber Qerimi spielte bis Ende 2018 bei Champions-League-Teilnehmer Zagreb. «Wenn man sie machen lässt, sind sie gefährlich», weiss Suter und nimmt Bezug auf das 27:27 der Belgier in Serbien oder die knappe 37:38-Niederlage gegen Frankreich vor zwei Jahren. Suter sagt aber auch: «Wir sind sehr gut vorbereitet, wir haben eine gute Serie von Spielen hinter uns und verfügen über ein Grundvertrauen.»

Zuletzt gewann die Schweiz ein Testspiel in Deutschland 29:27 und damit erstmals seit rund 19 Jahren wieder gegen den grossen Nachbarn. Mit den Luzernern Andy Schmid und Nicolas Raemy sowie dem Urner Lukas von Deschwanden stehen auch drei Zentralschweizer im Kader der SHV-Auswahl.

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