Unihockey

Vor dem Saison-Restart ist bei Ad Astra Sarnen die Ungewissheit nicht ganz weg

Ad Astra Sarnen steht vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft mit angepasstem Modus. Hinter der Bande gibt es einen Wechsel.

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Der bisherige Assistenztrainer Michal Rybka (schwarzes Oberteil) übernimmt vorläufig die Zügel.

Der bisherige Assistenztrainer Michal Rybka (schwarzes Oberteil) übernimmt vorläufig die Zügel.

Bild: Andreas Bass (Chur, 3. Oktober 2020)

(JH) Bald drei Monate ist es her, seit die Spieler von Ad Astra Sarnen zuletzt in einem Ernstkampf auf dem Feld standen. Dann kam die zweite Coronawelle und mit ihr der Unterbruch des Meisterschaftsbetriebs in allen Schweizer Unihockey-Ligen. Weil die Nationalliga A vom Bundesamt für Sport als «semiprofessionelle Liga» eingestuft wird, durften die Sarner seither den Trainingsbetrieb trotzdem aufrechterhalten. «Ein Privileg, das waren sich unsere Spieler bewusst», sagt Ad-Astra-Präsident André Küchler.

Nun bahnt sich ein Ende der Zeit ohne Ernstkämpfe an: Die Taskforce von Swiss Unihockey hat entschieden, den Spielbetrieb in der NLA am Wochenende vom 9. und 10. Januar wieder aufzunehmen – mit einem Schutzkonzept, welches das Testen aller Spieler und Staff-Mitglieder mittels Schnelltests vorsieht. «Wie dies genau vonstattengehen soll, wurde uns noch nicht kommuniziert», so Küchler. «Ich gehe aber davon aus, dass die Umsetzung dieses Schutzkonzepts vom Verband gut geplant ist. Sie hatten ja einige Wochen Zeit dafür.»

Michal Rybka amtet bis Ende Saison als Headcoach

Bei Ad Astra Sarnen hat sich einiges getan seit dem Unterbruch Anfang Oktober. Headcoach Eetu Vehanen musste aufgrund gesundheitlicher Probleme kürzertreten. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung und übernimmt im Verein Schritt für Schritt wieder seine Aufgaben. Er wird der ersten Mannschaft von Ad Astra jedoch zumindest bis zum Saisonende nicht mehr als Headcoach zur Verfügung stehen, sondern steigt zunächst im Juniorenbereich wieder ein.

Vehanens Zügel im NLA-Team übernimmt interimistisch Michal Rybka. Er ist ein alter Bekannter bei Ad Astra. Der Tscheche war bereits zwischen 2014 und 2018 während vier Saisons Headcoach in Sarnen, damals noch in der NLB. Im September kehrte Rybka zurück zu Ad Astra und ergänzte den Staff als Assistenztrainer. Dieses Engagement entpuppte sich als Glücksfall, wie Präsident André Küchler sagt. «Für uns war es naheliegend, nach dem Ausfall von Vehanen zuerst auf Rybka zuzugehen. Wir waren froh über seine Zusage. Er ist die optimale Lösung für die Besetzung dieses Postens.» Der profunde Kenner der hiesigen Unihockey-Szene wird die Geschicke bei den Sarnern vorerst bis zum Ende der Saison führen. «Wie es danach weitergeht, ist noch völlig offen», so Küchler. «Die Situation mit Corona erfordert in vielerlei Hinsicht viel Flexibilität. Wir können und wollen darum bei der Wahl des Coaches für die erste Mannschaft zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Entscheid treffen.»

Los geht es mit einer Doppelrunde

Die Wiederaufnahme der Meisterschaft nach dem Jahreswechsel soll mit einem angepassten Modus erfolgen. Der Plan von Swiss Unihockey sieht vor, zunächst die Vorrunde abzuschliessen. Für Ad Astra bedeutet dies, dass bis Ende Januar noch sechs Spiele ausstehen: Los geht es am kommenden Freitag auswärts gegen den Tabellennachbarn UHC Thun, am Sonntag folgt die Partie gegen den HC Rychenberg Winterthur (auswärts). Anschliessend spielt Sarnen gegen den UHC Uster (zu Hause), die Tigers Langnau (auswärts) und gegen Alligator Malans (zu Hause). Zum Abschluss der Vorrunde steht in Sarnen das Derby gegen Zug United an. Danach kommt es anstelle einer kompletten Rückrunde zu einer abgekürzten Master-Round (für die Teams auf den Rängen 1 bis 6) beziehungsweise Challenge-Round (für die Teams auf den Rängen 7 bis 12). Wann und wie danach die Playoffs und Playouts gespielt werden, ist noch nicht definiert. Ad Astra hat vor dem Unterbruch der Saison sämtliche fünf Spiele verloren und steht auf dem letzten Tabellenplatz.

Auch wenn der Verband bekanntgab, dass der Meisterschaftsbetrieb nun weitergehen soll, ist die Ungewissheit nicht ganz weg. Küchler sagt: «Bleibt die Lage so, wie sie aktuell ist, kann es im Januar weitergehen. Vorausgesetzt, aus Bundesbern kommen keine neuen Verschärfungen.» Bleibt also zu hoffen, dass der kleine Ball tatsächlich schon bald wieder rollt und Ad Astra Sarnen quasi einen zweiten Saisonstart in Angriff nehmen kann.