Vor knapp 100 Jahren wurde es erfunden

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Wissen in Kürze Das Rhönrad ist ein Sportgerät, das aus zwei Reifen besteht, die durch sechs Sprossen verbunden sind. Der Durchmesser des Rades variiert je nach Grösse des Turners: Es gibt Räder von 130 bis 245 Zentimeter Durchmesser. An den Brettern des Rhönrads kann man Bindungen befestigen, um sich mit den Füssen festklemmen zu können.

Erfunden wurde das Rhönrad in Deutschland von Otto Feick. Dieser rollte schon als Kind in zwei verbundenen Wagenreifen vor der Schmiede seines Grossvaters den Berg hinab. Jahre später entwickelte er in seinem Wohnort Schönau in der bayerischen Rhön das aussergewöhnliche Sportgerät und liess es 1926 als «Rhönrad» schützen. 1927 stellte er es in England vor, 1928 in Frankreich und 1929 in den USA.

1959 starb Otto Feick. Anfang der Sechzigerjahre führte man die Kunststoffbeschichtung der Stahlreifen ein: Nun konnte man auch in Hallen arbeiten und schwierigere Übungen ausführen. Die erste Rhönrad-Europameisterschaft wurde 1992 in Liestal BL ausgetragen. Alle zwei Jahre organisiert der 1995 gegründete Internationale Rhönradturnverband (IRV) Weltmeisterschaften. Diese fanden 2009 in Baar ZG statt. Der Turnverein Satus Baar unterhält seit 2005 eine eigene Rhönradriege. Eine weitere gibt es in der Zentralschweiz beim STV Buochs in Nidwalden. (sh)