Vreni und Pirmin national

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Walliser Winnertyp: Pirmin Zurbriggen. (Bild: Getty (Crans-Montana, 4. Februar 1987))

Walliser Winnertyp: Pirmin Zurbriggen. (Bild: Getty (Crans-Montana, 4. Februar 1987))

1987–1996 Wenig fehlte, und die beste Schweizer Skirennfahrerin aller Zeiten hätte es nie gegeben. Um ein paar Zehntelpunkte verpasst Vreni Schneider die Kader-Qualifikation. Schon fast 20 und ohne Leistungsausweis an Junioren-Titelkämpfen läuft sie Gefahr, im Regionalverband zu verkümmern. Ihr Vater wehrt sich, und der Verband lässt Gnade walten. Darauf bricht Vreni Schneider mit Urgewalt in die Weltcup-Szene ein und feiert bereits bei ihrem dritten Weltcuprennen einen Sieg.

Diesem lässt sie 54 weitere folgen und ist im ewigen Ranking hinter Lindsey Vonn (76) und Annemarie Moser-Pröll (62) immer noch die Nummer 3. Die erfolgreichste Saison glückt ihr 1987/88 mit 14 Siegen. Sie gewinnt sämtliche Slaloms und holt den Gesamtsieg – wie später noch zweimal. Franz Heinzer schafft das Downhill-Triple (1991–1993).

Vreni Schneiders Pendant ist aber Pirmin Zurbriggen, der viermal die grosse Kugel gewinnt, stets nach hartem Kampf mit Marc Girardelli, dem für Luxemburg startenden Vorarlberger. Zurbriggens Maxime: «Wenn du rechnest, hast du schon verloren.»

Der frühe Rücktritt der Österreicherin Kronberger

Von 1984 bis 1993 gewinnen, mit einer Ausnahme, immer diese beiden, «Gira» sogar noch einmal mehr als der Walliser. Nur Paul Accola kann 1992 (nach einem Thriller mit Tomba) diese Phalanx durchbrechen.

Pirmin Zurbriggen und Marc Girardelli sind die ersten, die in allen fünf Disziplinen Rennen gewinnen. Sie werden noch überstrahlt von Petra Kronberger, der dieses Kunststück in nur 38 Tagen gelingt. Von 1990 bis 1992 holt die Österreicherin dreimal den Gesamtweltcup, ehe sie mit 23 Jahren mitten in der Saison zurücktritt. (rhe)

Glarner Grösse: Vreni Schneider. (Bild: Dieter Endlicher/Keystone (Beaver Creek, 1989))

Glarner Grösse: Vreni Schneider. (Bild: Dieter Endlicher/Keystone (Beaver Creek, 1989))