Golf
Wahlluzerner macht einen grossen Sprung in der Weltrangliste

Alessandro Noseda spielt für den Lucerne Golf Club. In Australien verpasst er den ersten Titel als Profi nur knapp.

Stefan Waldvogel
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In der Nähe von Melbourne realisiert Alessandro Noseda das klar beste Resultat in seiner bisherigen Profikarriere.

In der Nähe von Melbourne realisiert Alessandro Noseda das klar beste Resultat in seiner bisherigen Profikarriere.

Bild: PD/Swiss Golf

Eigentlich wollte Alessandro Noseda im vergangenen Sommer sein Studium in Business und Finance in Australien abschliessen und danach in die Schweiz zurückkehren. Wegen der Coronapandemie kam es anders, doch der 25-Jährige hat keinen Grund zum Klagen. Im Gegenteil: «Hier ist das Leben weitgehend wieder normal. Es ist Sommer und ich habe mein bisher klar bestes Resultat als Profi erspielt», kommentiert Noseda seine aktuelle Situation am anderen Ende der Welt.

Beim Turnier Gippsland Super 6 in der Nähe von Melbourne holte sich der Schweizer den zweiten Rang. Im Final unterlag er dem mehrfachen Sieger auf der European Tour, Marcus Fraser, bloss um einen Schlag. «Es war eine gute Woche für mich. Ich hätte  natürlich gerne denn Sieg geholt, allerdings hat mir das Turnier gezeigt, dass ich nahe dran bin», bilanziert der gebürtige Zürcher, der seit 2016 für den Lucerne Golf Club spielt.

Der zweite Rang im Yallourn Golf Club ist mit Abstand das beste Resultat für Noseda. Zuletzt hat er im Oktober 2020 einen 44. Platz erreicht. Entsprechend gross ist sein Sprung in der Weltrangliste. Mit dem Preisgeld von gut 11000 australischen Dollar verbesserte er sich um mehr als 1000 Plätze auf Rang 923.

Während hierzulande die Golfplätze wegen Schnee und Corona geschlossen bleiben, geht es für den Profigolfer in Australien Schlag auf Schlag. Bis zum 31. Januar spielt Alessandro Noseda beispielsweise das neu lancierte Turnier TPS Victoria südlich von Melbourne. Die aktuelle Saison der PGA Australia dauert noch bis Ende März.

Noseda schwärmt von Australien

Klar habe er «ab und zu Heimweh» und vermisse die alten Freunde, sagt Noseda. Ganz alleine ist er in Australien allerdings nicht. Seit knapp drei Jahren lebt er mit seiner australischen Freundin Olivia Jeffrey an der Gold Coast. «Das ist eine sensationelle Region mit coolen Leuten, so kann ich mir vorstellen, noch lange hierzubleiben», hatte er schon im vergangenen Frühling gesagt.

Swiss Challenge nicht mehr in der Zentralschweiz

Die 11. Swiss Challenge findet vom 30. September bis 3. Oktober auf Golf Saint Apollinaire bei Basel statt. Im vergangenen Jahr musste sie auf Golf Sempachersee erst verschoben, dann ganz abgesagt werden. «Mit dem Brand im Clubhaus-Restaurant in Sempach hat der Entscheid nichts zu tun», sagt Turnierdirektor Daniel Weber. Nach zehn erfolgreichen Turnieren in der Zentralschweiz und dem Zwangsunterbruch durch Corona wolle er dem Event neue Impulse verleihen. Der Platz mit einer Länge von über 6800 Metern sei ideal für spektakuläres Golf. Wie in Sempach könne man bestimmt auch in Saint Apollinaire vom Grossanlass profitieren. «Das wirkt sich dann positiv auf die Platzpflege aus», so Weber. (stw)