Handball

Auch Dänemark an EM ausgeschieden

Nach Frankreich scheitert an der Europameisterschaft auch Olympiasieger und Weltmeister Dänemark in der Vorrunde.

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Die ungarischen Spieler freuen sich über den Einzug in die Hauptrunde

Die ungarischen Spieler freuen sich über den Einzug in die Hauptrunde

KEYSTONE/EPA/AH mat

Die Skandinavier hatten nach dem 24:18 von Ungarn gegen Island schon vor dem abschliessenden Spiel gegen Russland keine Chance mehr auf die Hauptrunde. Immerhin verabschiedeten sie sich nach der Niederlage gegen Island (30:31) und dem Unentschieden gegen Gruppensieger Ungarn (24:24) mit einem Erfolg - sie drehten nach der Pause ein 12:15 in ein 31:28.

Damit beendeten die Dänen das Turnier drei Positionen vor den Schweizern auf dem 13. Platz. Seit dem 10. Rang im Jahr 2000 (damals nahmen bloss zwölf Teams teil) waren sie an einer EM-Endrunde nie schlechter als Sechster. Das Out ist umso erstaunlicher, als sie in Malmö quasi ein Heimspiel genossen.

In der Partie zwischen Island und Ungarn hatte nach 29 Minuten nichts auf einen Erfolg der Osteuropäer hingedeutet. Die von der Mehrheit der Zuschauer frenetisch unterstützen Isländer führten zu diesem Zeitpunkt 12:7. Die Ungarn verkürzten aber noch vor der Pause auf 9:12, in der 41. Minute glichen sie zum 15:15 aus. Nach dem 16:17 (44.) gestanden sie den komplett auseinanderfallenden Isländern nur noch einen Treffer zu.

Der ungarische Torhüter Roland Mikler brachte es mit 14 Paraden auf eine Abwehrquote von 44 Prozent. Zudem fanden die Isländer vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit kein Rezept gegen den 2,06 m grossen Kreisläufer Bence Banhidi, der fünf der ersten sechs Tore seiner Mannschaft nach der Pause erzielte - total waren es acht.

Bei den Isländern erwischte Starspieler Aron Palmarsson einen rabenschwarzen Abend. Der Aufbauer vom FC Barcelona verwertete bloss vier von elf Schüssen, verursachte einen Siebenmeter und verzeichnete vier technische Fehler. Ausserdem verschossen die Isländer sämtliche vier Penaltys.