Skispringen

Auch zweites Skispringen in Harrachov abgesagt

Die Organisatoren der Weltcup-Skispringen in Harrachov (Tsch) werden vom Pech verfolgt.

Drucken
Teilen
Simon Ammann verfolgte die Wetterkapriolen im geschützten Wachsraum

Simon Ammann verfolgte die Wetterkapriolen im geschützten Wachsraum

Keystone

Beide geplanten Springen mussten wegen starker Winde und Schneefall abgesagt werden.

Das erste Springen fiel am Samstag dem starken Wind zum Opfer. Aus dem geplanten Doppelspringen am Sonntag wurde nichts, weil es am Sonntag immer noch gleich stark windete und ausserdem noch Schnee fiel. "Es gab zwischendurch Phasen, wo es schien, dass die Verhältnisse besser werden. Aber diese waren zu kurz, um einen Wettbewerb durchzuführen." Ob die beiden Weltcupspringen nachgeholt werden, stand am Sonntag noch nicht fest.

Schon vor einem Jahr waren die Springen in Harrachov ins Wasser gefallen. Damals konnte wegen Schneemangels kein Springer über den Bakken gehen.

Alles richtig gemacht haben nur Gregor Schlierenzauer, Janne Ahonen, Michael Uhrmann und das gesamte polnische Team, die auf die Reise in die tschechischen Berge verzichtet hatten und stattdessen lieber trainierten. Auch Martin Schmitt reiste schon am frühen Sonntagmorgen aus Harrachov ab, als hätte er geahnt, dass nichts gehen würde. Höhepunkt des wettermässig miesen Wochenendes war der Besuch von Tschechiens Präsident Vaclav Kraus in Harrachov. Klaus war als Junior ebenfalls über Skisprungschanzen gehüpft.

Für den Schweizer Star Simon Ammann hatte die Absage eine kleine positive Begleiterscheinung. Er hatte nach der Absage des zweiten Springens etwas weniger Stress, um es nach Zürich an die Sports Awards Gala zu schaffen. Ammann wurde vom Schweizer Fernsehen in die Schweiz eingeflogen.

Am nächsten Wochenende stehen in Engelberg die nächsten zwei Skispringen auf dem Programm. Wegen der Absagen von Harrachov werden die meisten Teams einen Tag früher in die Schweiz reisen und noch einen zusätzlichen Trainingstag einlegen.