ATP Toronto

Federers starke Botschaft

Roger Federer hat eine starke Botschaft an seine Konkurrenten geschickt. Der Baselbieter ist beim Canadian Open durch ein 3:6, 7:5, 7:6 (7:5) gegen Tomas Berdych (ATP 7) in die Halbfinals eingezogen.

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Starke Leistung von Federer

Starke Leistung von Federer

Keystone

Gegner in der Runde der letzten vier ist dort in der Nacht auf Sonntag Novak Djokovic. Der Serbe bezwang den Franzosen Jérémy Chardy 6:2, 6:3.

Titelverteidiger Andy Murray besiegte im ersten Halbfial den Spanier Rafael Nadal in 104 Minuten 6:3, 6:4. Murray siegte im 12. Duell zum vierten Mal. Er breakte den schlecht gestarteten Weltranglistenersten im 8. Spiel des ersten Satzes erstmals und vermochte Nadals Service auch im 3. Spiel des zweiten Satzes erstmals zu durchbrechen. Nadal bäumte sich nochmals auf, schlug besser auf und glich zum 3:3 aus. Im 9. Spiel wehrte er zunächst zwei Breakbälle ab, musste den grossartig aufspielenden Briten aber zum entscheidenden 4:5 wegziehen lassen.

Mitte des dritten Satzes hätte wohl kaum mehr jemand Geld auf Federer gesetzt. Er hatte gerade drei Breakchancen zum 2:1 ausgelassen, ehe ihm der Tscheche den Aufschlag abnahm. Berdych agierte anschliessend mit stoischer Ruhe und war bei 5:3 mehrmals nur noch zwei Punkte vom dritten aufeinanderfolgenden Sieg gegen Federer entfernt.

Doch Federer stemmte sich vehement gegen die dritte Schlappe nach Key Biscayne und Wimbledon, kam - mit etwas Glück und viel Courage - zurück und ging dann im Tiebreak 4:0 in Führung. Doch der Wimbledon-Finalist steckte nicht auf und kam noch einmal auf 5:5 heran, ehe die derzeitige Weltnummer 3 nach 160 Minuten jubeln durfte.

Erstmals seit dem Australian Open, als er in den Schlussrunden hintereinander Nikolai Dawydenko, Jo-Wilfried Tsonga und Andy Murray besiegte, hat Federer damit wieder einen Gegner aus den Top ten bezwungen und dies vor allem dank starkem Willen.

Dass mit Federer in Zukunft wieder ganz oben zu rechnen sein wird, hatten seine Widersacher schon früh mitbekommen. Im ersten Satz spielte der 29-Jährige nahezu fehlerfrei, mit dem einzigen Makel, dass er den Durchgang "nur" 6:3 für sich entschied.