Torhüter

Hat ein brasilianischer Torwart den Mord an seiner Ex-Geliebten befohlen?

Bruno Fernandes ist in seiner Heimat bekannt für seine Frauengeschichten. Nun wird dem Torhüter von Flamengo Rio de Janeiro vorgeworfen, seine ehemalige Geliebte umgebracht zu haben. Doch von der Leiche fehlt bis heute jede Spur.

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Bruno Fernandes

Bruno Fernandes

Keystone

Er heisst Bruno Fernandes und ist Torhüter in Brasilien. Nun sorgen nicht nur seine Paraden, sondern vielmehr sein Privatleben für Aufregung. Der 25-jährige steht unter Verdacht, seine Ex-Geliebte ermordet zu haben. Damit nicht genug: Insgesamt neun Komplizen sollen ihm dabei geholfen haben - auch seine Ehefrau.

Fernandes war nie kein Kind von Traurigkeit. So ging der Brasilianer mehrfach fremd, führte regelmässig Sexorgien durch und zeigte sogar Verständnis für Männer, die ihre Frauen schlagen.

Derweil hat die Staatanwaltschaft die Nummer 1 laut «spiegel.de» des brasilianischen Klubs Flamengo de Rio de Janeiro angeklagt. Der Vorwurf: Auftragsmord. Darüber hinaus ermitteln die Behörden wegen Entführung, Mordes und Verstecken eines Leichnams. Bei einer Verurteilung drohen dem Fussballer bis zu 42 Jahre Haft.

Die Polizei geht davon aus, dass sich der Torhüter erpresst gefühlt habe und deshalb den Mord in Auftrag gab. Letzten Februar brachte die Geliebte ein Kind zur Welt. Angeblich soll der Sohn vom Torhüter sein. Dieser wollte das Baby nicht anerkennen. Daraufhin soll die Geliebte Geld vom Fussballer gefordert haben.

Leiche den Tieren zum Frass vorgeworfen
Zudem hat das Model letzten Oktober Strafanzeige gegen den Torhüter erstattet, weil dieser ihr mit Gewalt Abtreibungsmittel einflösste. Dies nährt den Verdacht, dass Fernandes seiner ehemaligen Geliebten den Tod wünschte.
Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau von einem ehemaligen Polizisten erwürgt und danach zerstückelt wurde und die Überreste seinen Rottweilern zum Frass vorsetzte.

Torwart fürchtet um WM-2014 im eigenen Land

Diese Version der Geschichte basiert auf den Aussagen eines 17 Jahre alten Cousins des Torhüters, der das Verbrechen mit eigenen Augen gesehen haben will. Doch Ende Juli widerrief der Minderjährige seine Version und erklärte, dass er bei dem Verhör unter Drogeneinfluss gestanden und unter Gewaltandrohung ausgesagt habe. Bis heute fehlt von der Leiche jede Spur.

Der Fussballer selbst bestreitet die Vorwürfe vehement und befürchtet: «Meine Hoffnungen auf die WM 2014 kann ich jetzt begraben».