Curling

Schweizer Curler verpassen EM-Final

Die Schweizer Curler um Skip Christof Schwaller sind im Halbfinal der EM in Champéry gescheitert.

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Skip Christof Schwaller wurde das 6. End zum Verhängnis

Skip Christof Schwaller wurde das 6. End zum Verhängnis

Keystone

Christof Schwaller, Mirjam Ott und ihre Mitspielerinnen und Mitspieler müssen am Samstag früher aufstehen, als sie es sich gewünscht hatten. Statt erst am Mittag und am Nachmittag um Gold und Silber zu kämpfen, haben sie sich bereits um 8 Uhr auf den Eisrinks zu melden, zu den Spielen um die 3. Plätze. Die St. Moritzer treffen auf die zweimaligen Europameister aus Deutschland (Andy Kapp); in der Direktbegegnung der Vorrunde setzten sich die Schweizer durch. Gleichzeitig werden auch die Davoserinnen um Bronze spielen - gegen die Russinnen (Ludmilla Priwiwkowa), denen sie im zweiten Spiel der Round Robin nach einer 4:1-Führung unterlegen waren. Die Russinnen, Europameisterinnen von 2006 in Basel, verloren gestern Abend den Halbfinal gegen die jungen Schwedinnen (Stina Viktorsson) 5:7.

Nachdem sie im EM-Turnier lange Zeit grossartig aufgespielt und die Vorrunde auf dem 1. Platz abgeschlossen hatten, liessen Urs Eichhorn, Robert Hürlimann, Marco Ramstein und Christof Schwaller in der entscheidenden Partie um den Finaleinzug spürbar nach. Verhängnisvoll war eine schwere Baisse zwischen dem 4. und dem 6. End. Nach einer 2:1-Führung nach drei Ends unterliefen ihnen in heiklen Situationen Fehler, welche die Dänen schonungslos ausnutzten: mit zwei Dreierhäusern zum Zwischenstand von 3:7.

Die im Durchschnitt weniger als 23 Jahre alten Dänen sind das Überraschungsteam der EM. Sie wurden im März 2009 Junioren-Weltmeister, sind in dieser Woche aber erstmals an einem internationalen Titelkampf der Elite dabei.

Wenn sie nochmals ähnlich stark aufspielen wie gegen die Schweizer, werden die Dänen auch den favorisierten Olympia-Zweiten aus Norwegen (Thomas Ulsrud) im Final gefährlich werden. Sie treten ebenso unbekümmert auf, wie es die jungen Schweden vor einem Jahr an der EM in Aberdeen taten. Die Crew von Niklas Edin holte damals den Titel; in diesem Jahr waren die Schweden dem höheren Erwartungsdruck nicht ganz gewachsen und schieden als Sechste der Vorrunde aus.