Vettel mit Tagesbestzeit in Monza

Sebastian Vettel fuhr am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Italien in Monza überraschend die beste Rundenzeit.

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Trainingsschnellster am Freitag: Sebastian Vettel

Trainingsschnellster am Freitag: Sebastian Vettel

Keystone

Vettel war in der zweiten Session rund acht Zehntel schneller als Jenson Button, der am Vormittag der Schnellste gewesen war. Der in Ellighausen im Kanton Thurgau wohnende Deutsche, der vor zwei Jahren in Monza in einem Toro Rosso völlig überraschend seinen ersten Grand-Prix-Sieg errungen hat, braucht am Sonntag ein Topergebnis, will er sich seine Chance auf den WM-Titel aufrecht erhalten. Nach seinem Patzer vor knapp zwei Wochen im Grand Prix von Belgien weist der Hesse 31 Punkte Rückstand auf den in der Gesamtwertung führenden Lewis Hamilton auf.

Gleiches gilt für Fernando Alonso, der 41 Punkte zurückliegt. Der Spanier braucht im Heimrennen seines Teams Ferrari ebenfalls eine Spitzenklassierung, um weiter vom dritten WM-Titel nach jenen von 2005 und 2006 träumen zu dürfen. Der Spanier und auch sein Teamkollege Felipe Massa deuteten mit den Plätzen 2 und 3 am Nachmittag an, dass mit Ferrari vor heimischer Kulisse zu rechnen ist.

Vettels Bestzeit war nicht unbedingt erwartet worden. Der Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park in Monza wird als jene Strecke betrachtet, in der die Vorzüge des Red-Bull-Autos im Vergleich zur direkten Konkurrenz am wenigsten zum Tragen kommen. Die Autos von McLaren-Mercedes und auch von Ferrari wurden mit Blick auf den Grand Prix von Italien als leistungsfähiger eingestuft.

Weltmeister Jenson Button, am Nachmittag hinter WM-Leader Lewis Hamitlon im anderen McLaren-Mercedes Fünfter, führte das Klassement nach dem ersten Training mit hauchdünnem Vorsprung vor Vettel an. Der Dreikampf zwischen den Topteams Red Bull, McLaren und Ferrari ist also lanciert.

Die Fahrer des Sauber-Teams liessen sich in beiden Trainings praktisch identische persönliche Bestzeiten notieren. Am Vormittag lagen Pedro de la Rosa als Fünfzehnter und der unmittelbar dahinter klassierte Kamui Kobayashi lagen lediglich 14 Tausendstel auseinander, nach der Mittagspause belegten der Spanier und der Japaner die Plätze 16 und 17, getrennt voneinander durch 24 Hundertstel. Knapp vor dem Sauber-Duo vermochte sich jeweils Sébastien Buemi zu etablieren. Der Waadtländer wurde im Toro Rosso Vierzehnter und Fünfzehnter.

Monza. Grand Prix von Italien. Erstes Training: 1. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 1:23,693. 2. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 0,097 Sekunden zurück. 3. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 0,274. 4. Rorbert Kubica (Pol), Renault, 0,427. 5. Nico Rosberg (De), Mercedes, 0,436. 6. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 0,753. 7. Vitantonio Liuzzi (It), Force India-Mercedes, 0,819. 8. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,850. 9. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,955. 10. Michael Schumacher (De), Mercedes, 1,063. Ferner: 14. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 1,625. 15. Pedro de la Rosa (Sp), Sauber-Ferrari, 1,627. 16. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 1,641. - 24 Fahrer im Training.

Zweites Training: 1. Vettel 1:22,839. 2. Alonso 0,076. 3. Massa 0,222. 4. Hamilton 0,315. 5. Button 0,371. 6. Webber 0,576. 7. Barrichello 0,869. 8. Kubica 0,870. 9. Hülkenberg 1,013. 10. Rosberg 1,018. Ferner: 14. Schumacher 1,609. 15. Buemi 1,678. 16. De la Rosa 1,708. 17. Kobayashi 1,946. - 24 Fahrer im Training.