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Ein Doppelerfolg als Reaktion

Die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek in Colorado war fest in Schweizer Hand. Beat Feuz siegte mit hauchdünnem Vorsprung vor Teamkollege Mauro Caviezel und dem Norweger Aksel Svindal.
David Bernold, SDA

Der Saisonauftakt am vergangenen Samstag in der Abfahrt in Lake Louise war den Schweizern noch nicht wie gewünscht gelungen. Dafür schlugen sie nun in Beaver Creek umso beeindruckender zurück. Auf der «Birds of Prey», auf der Patrick Küng und Beat Feuz vor knapp vier Jahren an den Weltmeisterschaften mit dem Gewinn von Gold und Bronze gross aufgetrumpft hatten, bescherten der Emmentaler und Mauro Caviezel Swiss-Ski eine weitere Sternstunde.

In den Statistiken muss weit zurückgeblättert werden, um in einer Weltcup-Abfahrt der Männer das letzte Schweizer Double ausfindig zu machen. Verantwortlich dafür waren Didier Défago und Küng vor beinahe sieben Jahren, Ende Dezember 2011 in Bormio.

Sieg nach drei zweiten Rängen

Der erste Sieg von Beat Feuz in Beaver Creek war längst fällig. Dreimal schon war er hier in der Abfahrt Zweiter geworden. Die Hoffnung, dass es endlich mal klappen könnte, erhielt schon vor dem Rennen zusätzliche Nahrung. Aufgrund der instabilen Wetterlage war der Start nach unten verlegt worden und entfiel deshalb der erste, flache Abschnitt, der Feuz nicht sonderlich taugt.

Dass es zur Premiere reichen würde, davon war der Weltmeister nach seiner Fahrt allerdings alles andere als überzeugt. «Als ich im Ziel abgeschwungen hatte, hätte ich nicht gedacht, dass die 'Eins' aufleuchten würde», gestand Feuz. Seines Sieges konnte er auch danach noch längst nicht sicher sein, zumal der Schneefall, der just auf den Beginn des Rennens eingesetzt hatte, wieder nachliess und die Sichtbedingungen wesentlich besser wurden.

Mehrere Konkurrenten waren bei den Zwischenzeitmessungen schneller unterwegs, doch an der Vorgabe des Berner Oberländers scheiterten sie alle - wenn auch seine ersten Verfolger denkbar knapp. Caviezel lag sieben, Svindal, der Gewinner der letzten beiden Abfahrten und mit insgesamt vier Siegen der Rekordhalter in Beaver Creek, acht Hundertstel zurück.

Wie seine beiden Teamkollegen konnte auch Carlo Janka ein positives Fazit ziehen. Mit Platz 11 setzte er seinen Aufwärtstrend fort. Er tat dies bei nicht idealen Verhältnissen, was ihn zusätzlich bestärkte, nach dem nicht operierten Kreuzbandriss auf dem richtigen Weg zu sein.

Dass Feuz hernach von einem ganz besonderen Erfolg sprach, verwundert nicht. Beaver Creek wird in seiner Karriere immer eine spezielle Bedeutung haben. Vor vier Jahren hatte er hier einen seiner drei zweiten Ränge erreicht, was einem Wendepunkt gleichkam. Jener Exploit bedeutete das Ende einer Leidenszeit, die sich über zweieinhalb Jahre erstreckt hatte und während der er wegen der leidigen Geschichte mit dem linken Knie der Sportinvalidität oft näher war als weiteren Einsätzen auf höchstem Niveau.

Premiere auch für Caviezel

Auch Caviezel erlebte am Samstag noch nie Dagewesenes. Er sicherte sich zum ersten Mal einen Podestplatz in einer Weltcup-Abfahrt - nur eine Woche, nachdem er als Dritter des Super-G in Lake Louise seine ausgezeichnete Form unter Beweis gestellt hatte. «Einmal auf einem Abfahrts-Podium zu stehen war schon immer mein Ziel», freute sich der Bündner. Dabei hatte er sich in den Tagen zuvor nicht sonderlich wohl gefühlt. Eine Magenverstimmung hatte ihm zugesetzt.

Was aber ist schon eine Magenverstimmung für einen wie Caviezel, der so oft durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. Mit seinen beiden Kumpanen auf dem Podest hätte er genügend Gründe gehabt, sich über körperliche Beschwerden zu unterhalten. Wie Feuz weiss ja auch Svindal zur Genüge, was es heisst, verletzt zu sein und sich immer wieder heranzukämpfen. An diesem Freitag werden die Havarien an Knie, Hand, Schulter oder Knöchel aber kein Thema gewesen sein. Alle drei durften sich in diesem Hundertstel-Kampf als Sieger fühlen. Das Erfreulichste aber war: Auf dem Podest wurde vorwiegend Schweizerdeutsch gesprochen.

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