Weltcup-Kombination Männer Wengen: Alles offen in der Kombination +++ Österreicher Mayer führt +++ Schweizer Roulin auf Platz 2

Gilles Roulin glänzte in der Kombination von Wengen mit der zweitbesten Zeit in der Abfahrt hinter Matthias Mayer. Im Kampf um den Sieg ist vor dem um 14.00 Uhr beginnenden Slalom noch alles offen. Zahlreiche Technik-Spezialisten hielten den Rückstand in Grenzen.

Hören
Drucken
Teilen
Gilles Roulin ist bis jetzt der beste Schweizer in der Kombination in Wengen.

Gilles Roulin ist bis jetzt der beste Schweizer in der Kombination in Wengen.

Anthony Anex, KEYSTONE

(sda) Von den Schweizern können sich vor allem Sandro Simonet und Loïc Meillard einiges erhoffen. Simonet büsste als Vierzehnter lediglich 1,45 Sekunden auf Mayer und weniger als eine Sekunde auf Roulin ein. Meillard startet als 20. mit 1,79 Sekunden Rückstand direkt nach Mitfavorit Alexis Pinturault. Auch Justin Murisier reihte sich im Bereich von Meillard ein.

Noch besser als Simonet, Meillard und Pinturault stehen der Italiener Riccardo Tonetti und der Franzose Victor Muffat-Jeandet da. Tonetti, zuletzt Vierter in der Kombination von Bormio, überraschte mit der siebtbesten Abfahrtszeit. Muffat-Jeandet, der die Kombination von Wengen 2018 gewonnen hat, greift seinen vierten Podestplatz in Wengen vom 12. Platz aus an. Auch für Aleksander Kilde (9.), den Zweiten von Bormio hinter Pinturault, ist noch alles möglich.

Schreckmoment bei Mauro Caviezel

Den Speedfahrern Niels Hintermann (5.) und Stefan Rogentin (11.) kommt entgegen, dass die Startreihenfolge seit dieser Saison im Slalom nicht mehr umgekehrt wird. So ist auch Matthias Mayer als klar Schnellster in der Abfahrt mit der Startnummer 1 im Slalom nicht gänzlich chancenlos. Luca Aerni (28.) hingegen spielt die Modus-Änderung nicht in die Karten.

Nicht mehr in die Entscheidung eingreifen kann Mauro Caviezel. Der Bündner, der schon in den Abfahrtstrainings zu den Schnellsten gehörte, verpasste nach besten Abschnittszeiten und einem Schreckmoment beim Hundschopf, bei dem er im Flug das Netz touchierte, ein Tor. Weniger glimpflich kam Adrian Sejersted davon. Der Norweger musste nach einem Sturz in die Fangnetze mit dem Helikopter abtransportiert werden.