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WELTCUP: Kriechmayrs Siegpremiere mit 26 Jahren

Triumphiert: Vincent Kriechmayr. (Bild: John Locher/AP (Beaver Creek, 1. 12. 2017))

Triumphiert: Vincent Kriechmayr. (Bild: John Locher/AP (Beaver Creek, 1. 12. 2017))

Der Österreicher Vincent Kriechmayr gewann in Beaver Creek, Colorado, den Super-G vor dem Norweger Kjetil Jansrud und Teamkollege Hannes Reichelt. Bei Kriechmayr dauert eben alles ein bisschen länger. Die Kaderzugehörigkeit im Österreichischen Skiverband hatte er einst erst im vierten Anlauf geschafft. Im Weltcup etabliert ist er erst seit vier Jahren. Und nun, im Alter von 26 Jahren, stand er zum ersten Mal ganz oben im Klassement.

Sein Talent hatte er vorab im Super-G indes schon mehrfach angedeutet. Im Weltcup war er in Kvitfjell in Norwegen im Frühjahr 2015 und 2016 Zweiter, in Jeongseon in Südkorea bei der Hauptprobe für die Olympischen Spiele Dritter. Aufhorchen liess er zudem mit einer überlegenen Bestzeit im Abschlusstraining für die WM-Abfahrt in St. Moritz.

Bei der Siegerehrung in Beaver Creek wurde er von zwei Grossen flankiert. Jansrud, der Sieger des ersten Super-G der Saison, ist aktueller Disziplinen-Weltcupsieger und Olympiasieger, Reichelt ist im Nobelresort unweit von Vail der Super-G-Spezialist schlechthin. Hier hat der Salzburger schon dreimal im Weltcup gewonnen, hier ist er vor zweieinhalb Jahren Weltmeister geworden.

Vincent – wie van Gogh

Wie so viele andere Fahrer verdankt Kriechmayr den Aufstieg an die Spitze dem finanziellen Engagement seiner Familie. Sein Vater Heinrich, ein Bauer, hatte sich früh für die Forcierung der Karriere seines Sohnes entschieden. Mit zehn Jahren wechselte Vincent Kriechmayr in die Skihauptschule in Windischgarten in Oberösterreich, obwohl das Geld nicht im Überfluss vorhanden war. «Meine Geschwister mussten deshalb auf vieles verzichten», blickt Kriechmayr zurück. Vincent – für einen Österreicher ein ungewöhnlicher Vorname. Kriechmayr trägt ihn in Anlehnung an den niederländischen Impressionisten Vincent van Gogh. Für die Namensgebung verantwortlich war Kriechmayrs Mutter Gertrudis, eine gebürtige Belgierin und frühere Kunstgeschichte-Lehrerin.

Tumler bester Schweizer

Den Schweizern blieben Klassierungen in den ersten zehn wie in Lake Louise verwehrt. Der Bestklassierte war Thomas Tumler, der Platz 13 in Kanada den 12. Rang folgen liess, damit sein zweitbestes Ergebnis im Weltcup egalisierte – und die Norm für die Olympia-Selektion schaffte. Bisheriges Highlight für den Samnauer war der 8. Rang im Super-G beim Weltcup-Finale im vorletzten Frühjahr in St. Moritz. Platz 12 hatte er ebenfalls in Beaver Creek erreicht, vor zwei Jahren ebenfalls im Super-G. Zweitbester Schweizer war Gilles Roulin. Der Zürcher, im vergangenen Winter der grosse Abräumer im Europacup, steigerte mit dem 17. Rang seinen Bestwert in einem Weltcup-Super-G um acht Positionen. Ebenfalls noch vor Beat Feuz klassierte sich Ralph Weber. Der St. Galler belegte Platz 22. Feuz kam nicht über Position 25 hinaus.

David Bernold (SDA), Beaver Creek

sport@luzernerzeitung.ch

Super-G

Beaver Creek, Colorado (USA)

1. Kriechmayr (AUT) 1:09,71

2. Jansrud (NOR) 0,23 zurück

3. Reichelt (AUT) 0,33

4. Théaux (FRA) 0,44.
5. Pinturault (FRA) 0,53.
6. Svindal (NOR), Mayer (AUT) 0,60.
8. Kilde (NOR) 0,67.
9. Sander (GER) 0,79.
10. Dressen (GER), Paris (ITA) 0,83.
12. Tumler (SUI) 0,94. – Ferner: 17. Roulin (SUI) 1,39. 22. Weber (SUI) 1,80. 25. Feuz (SUI) 1,89. 31. Rogentin (SUI) 2,12. 33. Kryenbühl (SUI) 2,22. 40. Barandun (SUI) 2,48. 42. Gisin (SUI) 2,53. 52. Küng (SUI) 3,04. 56. Mani (SUI) 3,87. – Ausgeschieden: Caviezel.

Weltcup. Gesamtwertung (nach 4 von 37 Rennen): 1. Jansrud (NOR) 225. 2. Kriechmayr (AUT) 158. 3. Svindal (NOR) 145. – Ferner: 5. Feuz (SUI) 128.

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