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Weltklasse-Rudererin als Steuerfrau: Patricia Merz in spezieller Rolle

Die Baarerin Spitzenrudererin versuchte sich an den Schweizer Meisterschaft als Steuerfrau.
Raphael Gutzwiller
Schreit ins Mikrofon: Patricia Merz als Achter-Steuerfrau des Seeclubs Zug. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 7. Juli 2019))

Schreit ins Mikrofon: Patricia Merz als Achter-Steuerfrau des Seeclubs Zug. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 7. Juli 2019))

Wer während des Achter-Rennens der Frauen genau hinhörte, der nahm ihre Stimme bestimmt war: Jene der Steuerfrau auf Bahn 1, die durchgehend schrie, obwohl sie ein Mikrofon trug. Eine Frau, die man eigentlich kennt, weil sie normalerweise mit zwei Ruder Vollgas gibt: Patricia Merz.

Die Baarerin, die vor rund einem Monat EM-Bronze im Leichtgewichts-Doppelzweier holte, hatte an den Schweizer Meisterschaften einen speziellen Auftritt. Zug beendete das Rennen trotz des engagierten Auftritts nur auf Position 5. Noch im Vorjahr hatten die Zugerinnen das Rennen mit Merz als Steuerfrau gewonnen. Mit leicht heiserer Stimme meinte sie später:

«Natürlich hätte ich gehofft, dass wir besser mithalten können. Aber am Boden zerstört bin ich deshalb nicht.»

Der spezielle Auftritt kam auf Anfrage der Ruder-Achter-Frauen zu Stande. Möglich war er auch deshalb, weil die besten Kaderathleten nur in einer Disziplin rudern dürfen.

Ihre spezielle Rolle mit Mikrofon und Steuer statt zwei Ruder machte ihr trotz geringem Erfolg gestern Spass. Sie habe das Gefühl, dass man in jener Position etwas bewirken könne.

«Ich habe den Job der Steuerfrau stets ein wenig unterschätzt. Aber wenn man das Team pusht, glaube ich durchaus, dass man in dieser Rolle einen Unterschied machen kann.»

Ihre übliche Rolle als Weltklasseathletin half Merz dabei. Die 26-Jährige sagt:

«Ich merke schon, dass es ernst genommen wird, wenn ich etwas sage. Das Team weiss ja auch, dass ich selber auch schnell bin und respektiert mich dadurch.»

Wie schnell Patricia Merz ist, hatte sie auch noch mit den Rudern gezeigt: Im Doppelzweier mit Jana Nussbaumer holte sie souverän den Schweizer Meistertitel.

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