Fortitudo Gossau spielt wie aus einem Guss

Mit der besten Saisonleistung fegt Fortitudo Gossau in der NLA-Abstiegsrunde den RTV Basel aus der Halle. Die Ostschweizer gewinnen daheim 33:24 und sind wieder im Rennen um die Playoff-Plätze.

Daniel Good
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Gossaus Linkshänder Niels Ham erzielt gegen Basel fünf Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Gossaus Linkshänder Niels Ham erzielt gegen Basel fünf Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Zwischen Abstieg und Qualifikation für das Playoff ist für Gossaus NLA-Handballer in dieser Saison alles möglich. Nach vier Niederlagen in Serie nahm Fortitudo das Spiel gegen Aufsteiger Basel vom letzten Platz der Tabelle in Angriff. Dank des 33:24-Erfolges verliess Gossau das Ende der NLA-Rangliste und hat bloss noch zwei Punkte Rückstand auf den achten Platz, den immer noch der RTV Basel einnimmt.

Erst der vierte Saisonsieg

Die gestrige Partie verlief zunächst ausgeglichen. In der 19. Minute geriet Fortitudo 8:10 in Rückstand. Aber unmittelbar vor und nach der Pause verschaffte sich Gossau die entscheidende Differenz. In der zweiten Spielhälfte wurden die Basler, die einige Profis im Team haben, sogar vorgeführt. Fast jeder Angriffsversuch der St. Galler endete im gegnerischen Tor. Besonders erfolgreich in der Offensive war Davin Ammann mit sieben Treffern. Der Linkshänder Niels Ham traf fünf Mal.

Es war erst der vierte Saisonsieg für Gossau. Der 27-jährige Ham ist seit dem Beginn der Rückrunde wieder dabei, nachdem er sich am Ende der vergangenen Saison aus der NLA-Mannschaft verabschiedet hatte.

Der achte Platz ist in Griffnähe

Ham sagte nach der Partie: «Wir wussten schon, was auf dem Spiel stand. Im Training übten wir zwei, drei neue Spielzüge, die sich gegen Basel auszahlen sollten. Das gelang uns. Einige unserer Spieler wuchsen überdies über sich hinaus.» Ham meinte nicht nur Ammann, sondern auch Penaltyschütze Kevin Lind, der sieben Treffer erzielte. Mit einem Sieg heute in einer Woche in Zürich gegen GC Amicita kann sich Gossau wohl auf den achten Platz verbessern. «Wir schauen nur auf uns», sagt Ham, «aber gut ist, dass wir der Playoff-Qualifikation wieder näher gerückt sind.»