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Wie die letzten zwei Jahre Mujinga Kambundji verändert haben

Die WM-Medaillengewinnerin hat viel Mut bewiesen und ist heute eine verblüffend andere Athletin als noch 2017. Sie hat sich als Sportlerin von der Fremdbestimmung emanzipiert.
Rainer Sommerhalder
Jubeln gemeinsam: Die Finalistinnen über 4x100 Meter. (Bild: Keystone)Jubeln gemeinsam: Die Finalistinnen über 4x100 Meter. (Bild: Keystone)
Einzigartige Bilder: Die Marathon-Konkurrenzen fanden in Doha um Mitternacht statt. (Bild: Keystone)Einzigartige Bilder: Die Marathon-Konkurrenzen fanden in Doha um Mitternacht statt. (Bild: Keystone)
Lelisa Desisa triumphiert in der Hitzeschlacht. (Bild: Keystone)Lelisa Desisa triumphiert in der Hitzeschlacht. (Bild: Keystone)
Tadesse Abraham trotzt den extremen Bedingungen und läuft im Nacht-Marathon auf den 9. Platz. (Bild: Keystone)Tadesse Abraham trotzt den extremen Bedingungen und läuft im Nacht-Marathon auf den 9. Platz. (Bild: Keystone)
Die Bronzemedaillistin lässt die WM tierisch ausklingen. (Bild: Keystone)Die Bronzemedaillistin lässt die WM tierisch ausklingen. (Bild: Keystone)
Lust statt Frust: Die Staffel freut sich über ihren Landesrekord und den vierten Rang über 4x100 Meter. (Bild: Keystone)Lust statt Frust: Die Staffel freut sich über ihren Landesrekord und den vierten Rang über 4x100 Meter. (Bild: Keystone)
Im Ziel ausgepumpt: Léa Sprunger nach ihrem starken Rennen über 400 Meter Hürden, in dem sie neuen Landesrekord lief. (Bild: Keystone)Im Ziel ausgepumpt: Léa Sprunger nach ihrem starken Rennen über 400 Meter Hürden, in dem sie neuen Landesrekord lief. (Bild: Keystone)
Verbringt die erste WM seit seinem Karriereende am Münchner Oktoberfest: Ex-Sprintstar Usain Bolt (Bild: Keystone)Verbringt die erste WM seit seinem Karriereende am Münchner Oktoberfest: Ex-Sprintstar Usain Bolt (Bild: Keystone)
Mutaz Essa Barshim besorgt Katar im Hochsprung eine Goldmedaille: (Bild: Keystone)Mutaz Essa Barshim besorgt Katar im Hochsprung eine Goldmedaille: (Bild: Keystone)
Die Schweizer Staffel mit Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Salome Kora und Mujinga Kambundji (v.l.n.r.) will in den Halbfinal sprinten. (Bild: Keystone)Die Schweizer Staffel mit Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Salome Kora und Mujinga Kambundji (v.l.n.r.) will in den Halbfinal sprinten. (Bild: Keystone)
Katarina Johnson-Thompson krönt sich zur Königin der Siebenkämpferinnen. (Bild: Keystone)Katarina Johnson-Thompson krönt sich zur Königin der Siebenkämpferinnen. (Bild: Keystone)
Strahlen um die Wette: Mujinga Kambundji und ihre Bronzemedaille. (Bild: Keystone)Strahlen um die Wette: Mujinga Kambundji und ihre Bronzemedaille. (Bild: Keystone)
Kuriose Szene: Im Hammerwurf der Männer wurden zwei Bronzemedaillen vergeben. (Bild: Keystone)Kuriose Szene: Im Hammerwurf der Männer wurden zwei Bronzemedaillen vergeben. (Bild: Keystone)
Kann es nicht fassen: Salwa Eid Naser (Bahrain) realisiert in diesem Moment, dass sie Weltmeisterin über 400 Meter ist. (Bild: Keystone)Kann es nicht fassen: Salwa Eid Naser (Bahrain) realisiert in diesem Moment, dass sie Weltmeisterin über 400 Meter ist. (Bild: Keystone)
Unglaubliche Aufholjagd: Niklas Kaul aus Deutschland war im Zehnkampf nach Tag 1 noch Elfter - nun ist er Weltmeister. (Bild: Keystone)Unglaubliche Aufholjagd: Niklas Kaul aus Deutschland war im Zehnkampf nach Tag 1 noch Elfter - nun ist er Weltmeister. (Bild: Keystone)
Mujinga Kambundji schreibt Geschichte - die Bernerin gewinnt die erste Schweizer WM-Medaille seit Viktor Röthlin 2007. (Bild: Keystone)Mujinga Kambundji schreibt Geschichte - die Bernerin gewinnt die erste Schweizer WM-Medaille seit Viktor Röthlin 2007. (Bild: Keystone)
Dramatik pur im Finale über 110 Meter Hürden: der Jamaikaner McLeod stürzt auf Medaillenkurs liegend. (Bild: Keystone)Dramatik pur im Finale über 110 Meter Hürden: der Jamaikaner McLeod stürzt auf Medaillenkurs liegend. (Bild: Keystone)
US-Youngster Grant Holloway sagt danke und gewinnt das Rennen. (Bild: Keystone)US-Youngster Grant Holloway sagt danke und gewinnt das Rennen. (Bild: Keystone)
Die tolle WM von Youngster Jason Joseph endet im Halbfinal über 110 Meter Hürden - und mit dem 13. Gesamtrang. (Bild: Keystone)Die tolle WM von Youngster Jason Joseph endet im Halbfinal über 110 Meter Hürden - und mit dem 13. Gesamtrang. (Bild: Keystone)
Die Querstange bleibt oben: Géraldine Ruckstuhl mit einem erfolgreichen Versuch im Siebenkampf der Frauen. (Bild: Keystone)Die Querstange bleibt oben: Géraldine Ruckstuhl mit einem erfolgreichen Versuch im Siebenkampf der Frauen. (Bild: Keystone)
Er hat seine Gegner über 200 Meter "gefressen". Noah Lyles feiert den Weltmeistertitel auf seine Art: (Bild: Keystone)Er hat seine Gegner über 200 Meter "gefressen". Noah Lyles feiert den Weltmeistertitel auf seine Art: (Bild: Keystone)
Amelie Iuel aus Norwegen zeigt es an: Hier entlang für weitere Topshots der WM in Doha: (Bild: Keystone)Amelie Iuel aus Norwegen zeigt es an: Hier entlang für weitere Topshots der WM in Doha: (Bild: Keystone)
Sieht gefährlich aus, Géraldine Ruckstuhl hat aber beim Speerwurf alles im Griff. Die Siebenkämpferin startet heute in ihr WM-Abenteuer. (Bild: Keystone)Sieht gefährlich aus, Géraldine Ruckstuhl hat aber beim Speerwurf alles im Griff. Die Siebenkämpferin startet heute in ihr WM-Abenteuer. (Bild: Keystone)
Sie kann wieder lachen: Mujinga Kambundji ist im Final über 200 Meter: (Bild: Keystone)Sie kann wieder lachen: Mujinga Kambundji ist im Final über 200 Meter: (Bild: Keystone)
Enttäuschung bei Mujinga Kambundji: Die Bernerin verpasst den Final über 100 Meter um 5 Tausendtelsekunden. (Bild: Keystone)Enttäuschung bei Mujinga Kambundji: Die Bernerin verpasst den Final über 100 Meter um 5 Tausendtelsekunden. (Bild: Keystone)
Da ist etwas Trost von Teamkollegin Angelica Moser (Stabhochsprung) bitter nötig. (Bild: Keystone)Da ist etwas Trost von Teamkollegin Angelica Moser (Stabhochsprung) bitter nötig. (Bild: Keystone)
Der Wikinger: Karsten Warholm gewinnt für Norwegen Gold über 400 Meter Hürden: (Bild: Keystone)Der Wikinger: Karsten Warholm gewinnt für Norwegen Gold über 400 Meter Hürden: (Bild: Keystone)
Eine riesige Sensation: Halimah Nakaayi gewinnt über 800 Meter Gold für Uganda: (Bild: Keystone)Eine riesige Sensation: Halimah Nakaayi gewinnt über 800 Meter Gold für Uganda: (Bild: Keystone)
Shelly-Ann Fracer-Pryce ist die schnellste Frau der Welt. Sie holt über 100 Meter den Weltmeistertitel: (Bild: Keystone)Shelly-Ann Fracer-Pryce ist die schnellste Frau der Welt. Sie holt über 100 Meter den Weltmeistertitel: (Bild: Keystone)
Christian Coleman (USA) holt in sensationellen 9,76 Sekunden Gold über 100 Meter bei den Männern: (Bild: Keystone)Christian Coleman (USA) holt in sensationellen 9,76 Sekunden Gold über 100 Meter bei den Männern: (Bild: Keystone)
Das Bild täuscht: Sifan Hassan gewinnt über 10 000 Meter Gold für die Niederlande: (Bild: Keystone)Das Bild täuscht: Sifan Hassan gewinnt über 10 000 Meter Gold für die Niederlande: (Bild: Keystone)
Jubel schon vor dem Ergebnis: DeAnna Price hat ein gutes Gefühl nach ihrem Hammerwurf. Sie wird später Weltmeisterin sein: (Bild: Keystone)Jubel schon vor dem Ergebnis: DeAnna Price hat ein gutes Gefühl nach ihrem Hammerwurf. Sie wird später Weltmeisterin sein: (Bild: Keystone)
Angelica Moser: Die 21-jährige Stabhochspringerin zieht dank eines tollen Auftritts in den Final ein. (Bild: Keystone)Angelica Moser: Die 21-jährige Stabhochspringerin zieht dank eines tollen Auftritts in den Final ein. (Bild: Keystone)
Über 200 Meter läuft es dem Basler besser, er qualifiziert sich für den Halbfinal. Dort muss er dann allerdings verletzungsbedingt passen. (Bild: Keystone)Über 200 Meter läuft es dem Basler besser, er qualifiziert sich für den Halbfinal. Dort muss er dann allerdings verletzungsbedingt passen. (Bild: Keystone)
Mit Kariem Hussein (Hürden) sticht ein weiterer Schweizer Trumpf nicht. (Bild: Keystone)Mit Kariem Hussein (Hürden) sticht ein weiterer Schweizer Trumpf nicht. (Bild: Keystone)
Schnell wie ein Auto? Yusuke Suzuki gewinnt das Rennen über 50 Kilometer Gehen. (Bild: Keystone)Schnell wie ein Auto? Yusuke Suzuki gewinnt das Rennen über 50 Kilometer Gehen. (Bild: Keystone)
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Leichtathletik-WM: Die besten Bilder aus Doha

Ein Kraftpaket. Wer Mujinga Kambundji an dieser Schweizer Meisterschaft im Sommer 2017 rennen sieht, dem fallen zuallererst ihre muskulösen Beine auf. Die Zusammenarbeit mit Trainer Valerij Bauer trägt Früchte. Die Berner Sprinterin wird immer schneller, ihre Schritte immer kräftiger.

Aber irgendwie erhält man an diesem lauen Sommerabend trotz aller sportlichen Fortschritte den Eindruck, als sei es der Bernerin nicht ganz wohl in ihrer Haut. Ihre Blicke wirken beinahe ein wenig verlegen, wollen einfach nicht so ganz zu den starken Leistungen passen.

Auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse hören

Es sind entscheidende Wochen in der Karriere von Mujinga Kambundji. Bis dorthin ist sie eine Athletin wie viele andere auch. Talentiert, schnell, aber letztlich das Produkt eines Trainers, der sie formt und sagt, was für sie gut ist und was nicht. Doch die Bernerin spürt in jenem Sommer, dass es nicht mehr ihr Weg ist, der gemäss dem Trainer zum Erfolg führen wird. Sie hat den Mut und bricht mit dem Fachmann, der sie an die erweiterte Weltspitze geführt hat.

Zwei Jahre und drei Trainer später läuft eine andere Mujinga Kambundji in Doha zu WM-Bronze. Geschmeidig, graziös und noch schneller. Es ist nicht in erster Linie der Weg zurück zur Lockerheit des Laufens, es ist viel mehr die Leichtigkeit des Seins, welche die 27-Jährige zum grössten Erfolg in ihrer Karriere führt. Emanzipiert von der Fremdbestimmung. Klarheit über die eingeschlagene Richtung.

2009: Schweizermeisterschaften ZürichDie 17-jährige Mujinga Kambundji holt sich ihre ersten Schweizermeistertitel über 100 und 200 Meter. Ihre Zeiten damals: 11,66 respektive 23,87 Sekunden. (Bild: Keystone)2009: Schweizermeisterschaften Zürich
Die 17-jährige Mujinga Kambundji holt sich ihre ersten Schweizermeistertitel über 100 und 200 Meter. Ihre Zeiten damals: 11,66 respektive 23,87 Sekunden. (Bild: Keystone)
2011: Athletissima LausanneDie 4x100-Meter-Staffel der Frauen - mit Kambundji ganz rechts im Bild - läuft an der Athletissima in Lausanne in 43,90 Sekunden Schweizer Rekord und unterbietet damit die EM-Limite. Es ist die Geburtsstunde einer neuen Paradedisziplin in der Schweizer Leichtathletik. (Bild: Keystone)2011: Athletissima Lausanne
Die 4x100-Meter-Staffel der Frauen - mit Kambundji ganz rechts im Bild - läuft an der Athletissima in Lausanne in 43,90 Sekunden Schweizer Rekord und unterbietet damit die EM-Limite. Es ist die Geburtsstunde einer neuen Paradedisziplin in der Schweizer Leichtathletik. (Bild: Keystone)
2012: Olympische Spiele LondonDie Schweizerinnen um Mujinga Kambundji (ganz rechts) qualifizieren sich zwar für das Highlight des Jahres, scheiden aber erwartungsgemäss im Vorlauf aus. (Bild: Keystone)2012: Olympische Spiele London
Die Schweizerinnen um Mujinga Kambundji (ganz rechts) qualifizieren sich zwar für das Highlight des Jahres, scheiden aber erwartungsgemäss im Vorlauf
aus. (Bild: Keystone)
2013: Weltklasse ZürichDie Staffel begeistert im Letzigrund und schafft einen Schweizer Rekord - in 43,21 Sekunden. Mit dabei ist wie gewohnt auch Kambundji (ganz links). (Bild: Keystone)2013: Weltklasse Zürich
Die Staffel begeistert im Letzigrund und schafft einen Schweizer Rekord - in 43,21 Sekunden. Mit dabei ist wie gewohnt auch Kambundji (ganz links). (Bild: Keystone)
2014: Europameisterschaften ZürichDie Heim-EM startet für Kambundji mit zwei starken Resultaten. Mit ihrem vierten respektive fünften Platz über 100 und 200 Meter begeistert sie das Publikum und sprintet sich mitten in die Herzen der Fans. Die Enttäuschung über die verpassten Medaillen ist gering. (Bild: Keystone)2014: Europameisterschaften Zürich
Die Heim-EM startet für Kambundji mit zwei starken Resultaten. Mit ihrem vierten respektive fünften Platz über 100 und
200 Meter begeistert sie das Publikum und sprintet sich mitten in die Herzen der Fans. Die Enttäuschung über die verpassten Medaillen ist gering. (Bild: Keystone)
2014: Europameisterschaften ZürichUmso grösser ist die Enttäuschung dann zum Abschluss der EM, als Mujinga Kambundji mit der Staffel im Final steht. Ihr unterläuft beim Start aber ein seltenes Missgeschick: Sie verliert beim zweiten Schritt den Stab, die Schweiz ist aus dem Rennen. Die Bernerin kann es nicht fassen. (Bild: Keystone)2014: Europameisterschaften Zürich
Umso grösser ist die Enttäuschung dann zum Abschluss der EM, als Mujinga Kambundji mit der Staffel im Final steht. Ihr unterläuft beim Start aber ein seltenes Missgeschick: Sie verliert beim zweiten Schritt den Stab, die Schweiz ist aus dem Rennen. Die Bernerin kann es nicht fassen. (Bild: Keystone)
2015: Weltmeisterschaften PekingIn den Final schafft es Kambundji an den internationalen Titelkämpfen zwar nicht, immerhin stellt sie aber über 200 Meter einen neuen Schweizer Rekord auf. Sie kommt im Halbfinale nach 22,64 Sekunden ins Ziel. (Bild: Keystone)2015: Weltmeisterschaften Peking
In den Final schafft es Kambundji an den internationalen Titelkämpfen zwar nicht, immerhin stellt sie aber über 200 Meter einen neuen Schweizer Rekord auf. Sie kommt im Halbfinale nach 22,64 Sekunden ins Ziel. (Bild: Keystone)
2016: Europameisterschaften AmsterdamGrosser Frust bei Mujinga Kambundji. Über 200 Meter schafft es die Bernerin nicht in den Final und klassiert sich am Ende auf dem elften Rang. (Bild: Keystone)2016: Europameisterschaften Amsterdam
Grosser Frust bei Mujinga Kambundji. Über 200 Meter schafft es die Bernerin nicht in den Final und klassiert sich am Ende auf dem elften Rang. (Bild: Keystone)
2016: Europameisterschaften AmsterdamUnd nur wenige Tage später schlägt sie zurück. Im Final über 100 Meter läuft die Kambundji zu EM-Bronze und strahlt an der Siegerzeremonie mit der Medaille um die Wette. (Bild: Keystone)2016: Europameisterschaften Amsterdam
Und nur wenige Tage später schlägt sie zurück. Im Final über 100 Meter läuft die Kambundji zu EM-Bronze und strahlt an der Siegerzeremonie mit der Medaille um die Wette. (Bild: Keystone)
2016: Olympische Spiele Rio de JaneiroBange Blicke auf die Resultate-Tafel. Freude wird aber bei Kambundji aber beim Einblenden der Ergebnisse nicht aufkommen. An den Olympischen Spielen schafft sie es nicht in den Final - weder über 100 noch über 200 Meter. Sie landet am Ende auf den Rängen 14 und 16. (Bild: Keystone)2016: Olympische Spiele Rio de Janeiro
Bange Blicke auf die Resultate-Tafel. Freude wird aber bei Kambundji aber beim Einblenden der Ergebnisse nicht aufkommen. An den Olympischen Spielen schafft sie es nicht in den Final - weder über 100 noch über 200 Meter. Sie landet am Ende auf den Rängen 14 und 16. (Bild: Keystone)
2017: Weltmeisterschaften LondonZweimal Platz 10 für Mujinga Kambundji. Schon da ist sie im Hundertstel-Pech. Die beiden Finals verpasst sie lediglich um vier respektive fünf Hundertstel-Sekunden. (Bild: Keystone)2017: Weltmeisterschaften London
Zweimal Platz 10 für Mujinga Kambundji. Schon da ist sie im Hundertstel-Pech. Die beiden Finals verpasst sie lediglich um vier respektive fünf Hundertstel-Sekunden. (Bild: Keystone)
2017: Weltmeisterschaften LondonImmerhin darf Mujinga Kambundji mit der Leistung im Staffelrennen zufrieden sein. Die vier Schweizerinnen sprinten über 4x100 Meter auf den fünften Rang und freuen sich zurecht. (Bild: Keystone)2017: Weltmeisterschaften London
Immerhin darf Mujinga Kambundji mit der Leistung im Staffelrennen zufrieden sein. Die vier Schweizerinnen sprinten über 4x100 Meter auf den fünften Rang und freuen sich zurecht. (Bild: Keystone)
2018: Europameisterschaften BerlinDie Horror-EM! Alles beginnt mit dem Rennen über 100 Meter am 7. August: Mujinga Kambundji verpasst als Vierte eine EM-Medaille nur um sechs Hundertstel. Damit scheint sie sich aber einigermassen abfinden zu können und deutet an: Was willst du da machen? (Bild: Keystone)2018: Europameisterschaften Berlin
Die Horror-EM! Alles beginnt mit dem Rennen über 100 Meter am 7. August: Mujinga Kambundji verpasst als Vierte eine EM-Medaille nur um sechs Hundertstel. Damit scheint sie sich aber einigermassen abfinden zu können und deutet an: Was willst du da machen? (Bild: Keystone)
2018: Europameisterschaften BerlinVier Tage später, am 11. August, ist der Frust über die erneut verpasste Medaille schon grösser. Über die halbe Bahnrunde bleibt Mujinga Kambundji ebenfalls nur der undankbare vierte Platz. Diesmal fehlen acht Hundertstel zu Edelmetall. (Bild: Keystone)2018: Europameisterschaften Berlin
Vier Tage später, am 11. August, ist der Frust über die erneut verpasste Medaille schon grösser. Über die halbe Bahnrunde bleibt Mujinga Kambundji ebenfalls nur der undankbare vierte Platz. Diesmal fehlen acht Hundertstel zu Edelmetall. (Bild: Keystone)
2018: Europameisterschaften Berlin12. August: Und noch einmal: Wieder Vierte, wieder Frust pur. Es sind schlichtweg nicht die Titelkämpfe von Mujinga Kambundji. Auch mit der Staffel wird die Bernerin nur Vierte und holt sich zum dritten Mal die Ledermedaille ab. (Bild: Keystone)2018: Europameisterschaften Berlin
12. August: Und noch einmal: Wieder Vierte, wieder Frust pur. Es sind schlichtweg nicht die Titelkämpfe von Mujinga Kambundji. Auch mit der Staffel wird die Bernerin nur Vierte und holt sich zum dritten Mal die Ledermedaille ab. (Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaDas neueste Kapitel im Hundertstel-Drama der Mujinga Kambundji. Diesmal geht es sogar um Tausendstel! Die Bernerin verpasst den Final über 100 Meter um 0,005 Sekunden und kann auch nicht nachrücken, als sich Dafne Schippers beim Einlaufen verletzt. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Das neueste Kapitel im Hundertstel-Drama der Mujinga Kambundji. Diesmal geht es sogar um Tausendstel! Die Bernerin verpasst den Final über 100 Meter um 0,005 Sekunden und kann auch nicht nachrücken, als sich Dafne Schippers beim Einlaufen verletzt. (Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaNiemand, aber wirklich niemand möchte in diesen Stunden in der Haut von Mujinga Kambundji stecken. Angelica Moser, die Stabhochspringerin, spendet in dieser schweren Zeit Trost. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Niemand, aber wirklich niemand möchte in diesen Stunden in der Haut von Mujinga Kambundji stecken. Angelica Moser, die Stabhochspringerin, spendet in dieser schweren Zeit Trost. (Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaUnd dann schafft sie es doch noch: Mujinga Kambundji erreicht ihr grosses Ziel an einer WM - sie schafft den Finaleinzug über 200 Meter in beeindruckender Manier. Auf eine Medaille wird aufgrund ihrer Zeit plötzlich immer mehr spekuliert. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Und dann schafft sie es doch noch: Mujinga Kambundji erreicht ihr grosses Ziel an einer WM - sie schafft den Finaleinzug über 200 Meter in beeindruckender Manier.
Auf eine Medaille wird aufgrund ihrer Zeit plötzlich immer mehr spekuliert. (Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaEinmal mehr blickt Mujinga Kambundji auf die Resultate-Anzeige. Sie weiss zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was sie gerade geschafft hat. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Einmal mehr blickt Mujinga Kambundji auf die Resultate-Anzeige. Sie weiss zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was sie gerade geschafft hat.
(Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaDer Moment, in dem nach der Zahl 3 ihr Name erscheint: Mujinga Kambundji realisiert, dass sie gerade eine WM-Medaille gewonnen hat. Es ist Bronze! Es ist der bisher grösste Moment in ihrer bewegten Karriere. Das Glück und Mujinga Kambundji sind vereint. Endlich. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Der Moment, in dem nach der Zahl 3 ihr Name erscheint: Mujinga Kambundji realisiert, dass sie gerade eine WM-Medaille gewonnen hat. Es ist Bronze! Es ist der bisher grösste Moment in ihrer bewegten Karriere. Das Glück und Mujinga Kambundji sind vereint. Endlich. (Bild: Keystone)
2019: Weltmeisterschaften DohaDas muss gefeiert werden! Mujinga Kambundji hüllt sich in eine Schweizer Fahne und kommt aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Muss sie aber auch nicht. Sie hat Historisches geschafft und vor allem für sie selbst ist diese Bronzemedaille mehr als nur eine Genugtuung für all die knappen Ergebnisse, die sie zu ihren Ungunsten erzielt hatte. (Bild: Keystone)2019: Weltmeisterschaften Doha
Das muss gefeiert werden! Mujinga Kambundji hüllt sich in eine Schweizer Fahne und kommt aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Muss sie aber auch nicht. Sie hat Historisches geschafft und vor allem für sie selbst ist diese Bronzemedaille mehr als nur eine Genugtuung für all die knappen Ergebnisse, die sie zu ihren Ungunsten erzielt hatte. (Bild: Keystone)
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Die Karriere von Mujinga Kambundji in Bildern

Und hätte Kambundji in den letzten Monaten nicht wiederholt Pech mit der Auswahl ihrer Betreuer gehabt, sie würde wohl bereits jetzt noch bessere Zeiten auf die Bahn zaubern. «Es waren die zwei lehrreichsten Jahre meines Lebens», sagt Mujinga Kambundji, «ich trage heute viel mehr Selbstverantwortung im Treffen von Entscheidungen und im Tragen von Konsequenzen».

Sie habe gelernt, dass man im Sport auch seinen eigenen Weg gehen könne und damit Erfolg habe. «Ich habe endlich auf meine Gefühle und meine Bedürfnisse gehört.» Der Wandel zur emanzipierten, zur mündigen Athletin. Sie wisse heute ganz genau, was ihr gut tue und was nicht.

Ob es denn sogar ganz ohne Trainer gehen würde, wird die Wirtschaftsstudentin am Tag nach ihrem Exploit gefragt. «Beim täglichen Training ja, beim ganzen Aufbau nein», sagt sie. Und liefert gleich einen Grund mit, wieso manchmal auch ein mahnender Finger nicht schadet. «Ich bin gewöhnlich eher faul. Wenn ich im Training zwei Läufe machen muss, dann mache ich sicher nicht drei.»

Zum ersten Mal seit 2017 soll fürs nächste Jahr bei ihr sportliche Kontinuität herrschen. Kambundji will weiter unter der Leitung des Schotten Steve Fudge in London trainieren, dazwischen aber auch die bewährten Trainingsblöcke zuhause in Bern absolvieren.

An den nächsten Grossanlass, die Olympischen Spiele von Tokio, denkt sie jedoch noch nicht. «Im Moment gilt meine ganze Aufmerksamkeit der Staffel. Nicht einmal die Ferien nach Doha habe ich geplant.»

Die Siegerehrung, bei der ihr der legendäre Sebastian Coe ins Ohr flüstert, sie habe diese Medaille «mega verdient», ist für Kambundji wie eine Bestätigung, dass es wirklich wahr ist. Dies nach einer kurzen Nacht voller Emotionen und unzähliger Glückwünsche. Ihre Heldentat erstmals so richtig realisiert habe sie, «als ich mitten in der Nacht allein in meinem Zimmer stand.»

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