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Wiedersehen mit «Heki»

Hekuran «Heki» Kryeziu trifft am Sonntag (16 Uhr) erstmals seit dem Wechsel auf den FC Luzern. Der neue FCZ-Profi, um den Luzerns Team hätte gebaut werden sollen, spricht noch immer nicht über seinen Abgang.
Raphael Gutzwiller
Zürich Hekuran Kryeziu während eines Testspiels zwischen dem FC Zürich und dem FC St. Gallen im Juni 2018 in Rüti. (Bild: Keystone/Christian Merz).

Zürich Hekuran Kryeziu während eines Testspiels zwischen dem FC Zürich und dem FC St. Gallen im Juni 2018 in Rüti. (Bild: Keystone/Christian Merz).

Am Sonntag, wenn der FC Luzern im Letzigrund auf den FCZ trifft, steht beim Zürcher Stadtklub einer auf dem Platz, den man in der Innerschweiz nur allzu gut kennt. Der Küssnachter Hekuran Kryeziu (25) läuft erstmals seit vier Jahren gegen seinen langjährigen Arbeitgeber auf. Damals war Kryeziu von Luzern an Vaduz ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln, nach einer Saison kehrte er nach Luzern zurück. Nun ist die Situation eine gänzlich andere: «Heki» hat dem FCL nach 14 Jahren im Verein den Rücken zugekehrt.

Als Elfjähriger ist Kryeziu vom FC Küssnacht zum FC Luzern gestossen, wo er sämtliche Juniorenstufen durchlief und am 22. Mai 2011 unter FCL-Interimstrainer Christian Brand sein Debüt gab – ausgerechnet gegen den FC Zürich, der FCL verlor im heimischen Gersag mit 0:5. Seit diesem Sommer ist Kryeziu nun Spieler jenes Gegners. Dies, obwohl er, wenn es nach den Klubverantwortlichen des FC Luzern, gegangen wäre, noch immer in Blau-Weiss statt in Weiss-Blau spielen sollte. Kryeziu war als der grosse Spieler der neuen Generation des FC Luzern auserkoren worden. Im defensiven Mittelfeld sollte er den FCL über Jahre als Leader aufs Feld führen. So kam es auch, dass er bereits kurz nach seinem 24. Geburtstag im Februar 2017 erstmals die FCL-Captainbinde trug.

Kryeziu spielte bisher jedes Spiel durch

Statt einer langjährigen FCL-Führungsrolle, nimmt er diese Rolle nun beim Konkurrenten aus Zürich ein. Nicht nur beim 1:0-Sieg gegen Larnaca in der Europa League am Donnerstag fiel er durch eine starke Leistung auf. Wie schon zu seiner Zeit beim FC Luzern ist er zwar nicht derjenige, der mit Offensivaktionen in Erscheinung tritt, viel häufiger zeigt er dafür seine Stärken im Spielaufbau und in Zweikämpfen. Nach seinem Wechsel nach Zürich hatte er keinerlei Anpassungsschwierigkeiten: In Europa League und Meisterschaft spielte er stets durch, einzig im Schweizer Cup wurde der kosovarische Nationalspieler nach den Länderspielen geschont.

Ablösefreier Abgang, dafür ein hohes Gehalt

Zu seinem ablösefreien Abgang aus Luzern will sich Kryeziu gegenüber unserer Zeitung nicht äussern, was offiziell mit dem Europa-League-Spiel am Donnerstag zu tun hat. In der FCZ-Matchzeitung des ersten Spieltags begründete Kryeziu den Transfer: «Die guten Gespräche mit der Vereinsführung sowie dem Trainer Ludovic Magnin waren ausschlaggebend für den Wechsel. Ich bin schnell zum Entschluss gelangt, dass der Stadtklub mit seinen Ambitionen und Zielen genau meinen Vorstellungen entspricht.» Zum FCL äusserte er sich mit keinem Wort.

Es war augenscheinlich, dass das Tuch zwischen «Heki» und seinem Stammverein seit längerem zerschnitten war. Schon im Sommer 2017 gab es Gerüchte um einen Transfer, die sich aber nicht konkretisierten. Das dürfte wohl auch daran gelegen haben, dass die grossen Angebote trotz starker Saison von Kryeziu ausgeblieben waren. Unter Trainer Markus Babbel hatte «Heki» in der Folge nicht mehr den gleichen Stellenwert. Zwar änderte sich das durch die Anstellung des heutigen YB-Trainers Gerardo Seaone im Januar, Kryeziu wollte den FCL dennoch verlassen. Zum Schluss weigerte er sich gar zu spielen, da sich sein Vertrag bei 25 Liga-Starteinsätzen automatisch verlängert hätte. Der Wunsch zum FCZ zu wechseln, war für Kryeziu, dessen bester Freund Adrian Winter bereits für Zürcher gespielt hat, zu gross. Zudem konnte oder wollte der FCL Kryezius hohe Lohnforderungen im Gegensatz zum FC Zürich nicht erfüllen. «Hekis» Ansprüche waren es, einer der Topverdiener beim FCL zu werden.

Bisher hat Hekuran Kryeziu in seiner Karriere viermal gegen seinen Stammklub aus Luzern gespielt. Als Sieger vom Platz ging er nie, zweimal gab es ein Remis (1:1, 0:0), zweimal gewann der FCL jeweils mit 2:0. Wenn es nach Kryeziu ginge, dürfte sich diese Bilanz morgen ändern.

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