Wimbledon 2022
Djokovic trotz Fehlstart im Final ++ Jabeur und Rybakina im Final ++ Letzter Schweizer im Juniorenturnier ausgeschieden

Resultate, Nachrichten, Kurioses: Im Wimbledon-Ticker erfahren Sie, wie sich die Schweizerinnen und Schweizer beim Rasenklassiker im Südwesten Londons schlagen. Und wer am Ende triumphiert.

Simon Häring
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Djokovic steht trotz Startschwierigkeiten im Endspiel

Novak Djokovic (ATP 3) ist trotz Startschwierigkeiten zum vierten Mal in Serie in den Wimbledon-Final eingezogen – und am Ende auch souverän. Für den serbischen Titelverteidiger hatte der Halbfinal gegen den britischen Lokalmatador Cameron Norrie (ATP 12) denkbar ungünstig begonnen. Dass sich der Djoker vom Fehlstart und dem resultierenden Satzverlust nicht beirren liess, zeigte aber sodann in den folgenden Abschnitten, die er allesamt souverän für sich entschied. Schliesslich stand für den sechsfachen Wimbledon-Champion ein 2:6, 6:3, 6:2, 6:4-Sieg. Im Endspiel am Sonntag trifft der 35-Jährige auf Nick Kyrgios (ATP 40). (dur)

Novak Djokovic steht in Wimbledon im Final.

Novak Djokovic steht in Wimbledon im Final.

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Rybakina stürmt in den Final

Die Finalgegnerin von Ons Jabeur steht fest – und auch sie kommt zu ihrer Major-Endspielpremiere. Die Tunesierin bekommt es am Samstag mit Jelena Rybakina (WTA 23) zu tun. Die Kasachin setzte sich überlegen mit 6:3, 6:3 gegen die Rumänin Simona Halep durch. Für Halep ist der Traum vom zweiten Wimbledon-Triumph nach 2019 damit ausgeträumt. (dur)

Elena Rybakina folgt Ons Jabeur in den Final.

Elena Rybakina folgt Ons Jabeur in den Final.

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Erster Grand-Slam-Final: Jabeur siegt trotz Zwischentief

Ons Jabeur (WTA 2) steht erstmals in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Final. Die Tunesierin gewann im Halbfinal in Wimbledon trotz eines Zwischentiefs gegen die Deutsche Tatjana Maria (WTA 103) mit 6:2, 3:6, 6:1.

Zunächst hatte die sich in bestechender Form befindliche Jabeur keine Blösse gegeben, ehe sich im zweiten Satz der Schlendrian einschlich – und die couragiert auftretende Maria die Fehler konsequent bestrafte. Doch im dritten Abschnitt fand die Nordafrikanerin eindrucksvoll zurück in ihr Spiel und stellte mit einem Doppelbreak die Weichen auf Sieg. (dur)

Ons Jabeur steht nach ihrem Drei-Satz-Sieg gegen Tatjana Maria im Final von Wimbledon.

Ons Jabeur steht nach ihrem Drei-Satz-Sieg gegen Tatjana Maria im Final von Wimbledon.

Keystone

Juniorenturnier: Feldbausch im Viertelfinal ausgeschieden

Mit Kilian Feldbausch (ATP 963) ist der letzte verbliebene Schweizer aus dem Juniorenturnier ausgeschieden. Dem 16-jährigen Genfer war zunächst ein vorzüglicher Start in die Partie gelungen, liess sich vom Kroaten Mili Poljcak (ATP 553) aber trotz Satzführung in die Knie zwingen. Am Ende stand eine 6:1, 3:6, 2:6-Niederlage. (dur)

Nadal quält sich unter Schmerzen weiter

Rafael Nadal (ATP 4) kämpft sich trotz offensichtlicher Schmerzen in einem packenden Spiel dramatisch in den Wimbledon-Halbfinal. Nach 4:21 Stunden verwandelte der 36-jährige Spanier seinen zweiten Matchball zum 3:6, 7:5, 3:6, 7:5, 7:6 (10:4) gegen Taylor Fritz (ATP 14). Nadal musste im zweiten Satz eine Behandlungspause nehmen, fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht immer wieder an den Bauch. «In den Bauchmuskeln ist irgendetwas nicht in Ordnung. Es gab Momente, in denen ich gedacht habe, dass ich das Match nicht beenden kann», so der 22-fache Grand-Slam-Sieger im Platzinterview. Nach der Behandlung verlor Nadal über 30 km/h Geschwindigkeit bei seinen Aufschlägen, doch er behielt die Nerven. Im Halbfinal trifft er nun auf Nick Kyrgios (ATP 40). Für das Spiel hoffe der Spanier «bereit zu sein». Noch fehlen Nadal zwei Siege zum dritten Majortitel der Saison. (gav)

Rafael Nadal quält sich unter Schmerzen in den Halbfinal.

Rafael Nadal quält sich unter Schmerzen in den Halbfinal.

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Kyrgios erstmals in einem Grand-Slam-Semifinal

Nick Kyrgios (ATP 40) steht erstmals in seiner Karriere in einem Halfinal eines Grand Slams. Der 27-jährige Australier liess dem Chilenen Cristian Garín (ATP 43) beim 6:4, 6:3, 7:6 (7:5) praktisch keine Chance. Nach 2:13 Stunden verwandelte Kyrgios seinen ersten Matchball. «Ich habe nicht gedacht, dass ich es noch in ein Grand-Slam-Halbfinale schaffe. Ich dachte, mein Schiff wäre schon abgefahren», so der Australier. (gav)

Nick Kyrgios steht in Wimbledon im Halbfinal.

Nick Kyrgios steht in Wimbledon im Halbfinal.

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Halep und Rybakina duellieren sich im Halbfinal

Simona Halep (WTA 18) hat sich in weitgehend souveräner Manier den Einzug in den Wimbledon-Halbfinal gesichert. Die bestens aufgelegte Rumänin, Turniersiegerin von 2019, feierte einen 6:2, 6:4-Sieg gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova (WTA 25). So diskussionslos wie der erste Satz verlief der zweite Umgang zwar nicht mehr, hauchte Anisomova dem Geschehen dank drei gewonnener Games in Folge doch noch einmal Spannung ein, hatte das Momentum auf ihrer Seite – und schnupperte gar noch am 5:5. Dennoch: Im Semifinal trifft die 30-jährige Halep auf die Kasachin Jelena Rybakina (WTA 23), die gegen die Australierin Ajla Tomljanovic (WTA 44) einen Satzrückstand noch in einen Drei-Satz-Erfolg zu verwandeln vermochte. Die 23-Jährige siegte nach einer signifikanten Leistungssteigerung 4:6, 6:2, 6:3. (dur)

Simona Halep strebt ihren zweiten Wimbledon-Triumph an.

Simona Halep strebt ihren zweiten Wimbledon-Triumph an.

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Nach 0:2-Satzrückstand: Titelverteidiger Djokovic im Halbfinale

Titelverteidiger Novak Djokovic hat ein überraschendes Aus im Viertelfinale von Wimbledon in einem dramatischen Duell gerade noch abgewendet. Der sechsmalige Turniersieger aus Serbien bezwang am Dienstag den starken Südtiroler Jannik Sinner nach 0:2-Satzrückstand 5:7, 2:6, 6:3, 6:2, 6:2.

Der Topfavorit (35) verhinderte damit seine erste Niederlage in Wimbledon seit 2017, als er im Viertelfinale gegen den Tschechen Tomas Berdych verletzungsbedingt hatte aufgeben müssen. Er zog nach seinen jüngsten drei Siegen auf dem «heiligen Rasen» (2018, 2019, 2021) zum vierten Mal hintereinander und zum elften Mal insgesamt ins Halbfinale ein. 2020 war das Turnier wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Der 20-jährige Sinner scheiterte wie bei den Australian Open (2022) und den French Open (2020) zum dritten Mal in der Runde der letzten Acht. Er knickte im vierten Satz beim Stand von 2:5 um, hielt aber bis zum für ihn bitteren Ende durch. Im Achtelfinale hatte er im Duell der Jungstars mit dem Spanier Carlos Alcaraz noch ein Ausrufezeichen gesetzt (6:1, 6:4, 6:7 (8:10), 6:3). (sid)

Novak Djokovic nach dem Sieg gegen den Italiener Jannik Sinner.

Novak Djokovic nach dem Sieg gegen den Italiener Jannik Sinner.

Bild: Alastair Grant / Keystone

Zweifach-Mama Maria sensationell im Halbfinal

Tatjana Maria (WTA 103) hat sich im deutschen Duell gegen Jule Niemeier (WTA 93) 4:6, 6:2, 7:5 durchgesetzt und sich für den Halbfinal qualifiziert. Nach 2:18 Stunden verwandelte Maria den Matchball und schlug ungläubig die Hände vors Gesicht, dann kamen die Freudentränen. In der Box der 34-Jährigen jubelte ihr Ehemann. «Es ist ein Traum, das mit meiner Familie, mit meinen zwei kleinen Töchtern zu geniessen», so Maria im Platzinterview. (gav)

Tatjana Maria steht sensationell im Halbfinal von Wimbledon.

Tatjana Maria steht sensationell im Halbfinal von Wimbledon.

Keystone

Nick Kyrgios muss vor Gericht

Am Tag vor seinem Wimbledon-Viertelfinal gegen den Chilenen Cristian Garin ereilen Nick Kyrgios schlechte Nachrichten. Der Australier muss sich am 2. August wegen des Vorwurfs der häuslichen Gewalt gegenüber seiner Ex-Freundin Chiara Passari vor einem Gericht in Canberra verantworten. Das berichtet die «Canberra Times». Kyrgios soll Passari im Dezember 2021 in einem Hotelzimmer tätlich angegriffen haben. Auf Anfrage der «Canberra Times» bestätigte Kyrgios' Anwalt die Vorladung. Im Fall eines Schuldspruchs drohen dem 27-Jährigen bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Nick Kyrgios sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert.

Nick Kyrgios sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert.

Tolga Akmen / EPA / keystone-sda.ch

Nadal klagt über seinen Körper

Sein Traum vom Kalender-Grand-Slam, dem Gewinn aller vier Major-Turniere innerhalb einer Saison, lebt weiter: Rafael Nadal steht in den Viertelfinals von Wimbledon, wo er auf den Amerikaner Taylor Fritz trifft. Das ist Grund zur Freude. Weniger Freude bereiten dem Spanier Fragen zu seinem Wohlbefinden. Auf ein Pflaster im rechten unteren Bereich des Bauchs angesprochen, sagte der 36-Jährige: «Danke der Nachfrage. Aber ich bin es etwas leid, über meinen Körper zu sprechen.» Es gehe ihm nicht darum, die Frage nicht zu beantworten, «aber ich bin bin selber müde, wenn ich an alle meine Probleme denke. Ich ziehe es vor, nicht darüber zu sprechen, tut mir leid.» Er stehe Mitten in einem Turnier und wolle nicht darüber sprechen. Aus Respekt vor meinen Gegner. «Für den Moment bin ich genug gesund, um weiterzuspielen und weiterzukämpfen.» (sih)

Nadals Pflaster am Bauch.

Nadals Pflaster am Bauch.

zVg

Nadal gibt sich keine Blösse

Rafael Nadal (ATP 4) hat sich auch im Achtelfinal von Wimbledon keine Blösse gegeben und darf weiter vom historischen Kalender-Grand-Slam träumen. Der 36 Jahre alte Spanier liess dem Niederländer Botic van de Zandschulp (ATP 25) beim 6:4, 6:2, 7:6 (8:6) kaum eine Chance, lediglich im dritten Satz zeigte er ein paar Wackler. Nadal gelang sein 18. Sieg bei einem der vier wichtigen Tennisturniere der Welt nacheinander.

In diesem Jahr hat er bereits die Australian und French Open gewonnen. Von den chronischen Fussproblemen, die ihn seit Jahren begleiten und in der Sandplatzsaison teilweise stark belasteten, ist in Wimbledon nichts zu merken. Am Mittwoch spielt Nadal gegen Taylor Fritz (ATP 14) um den Einzug ins Halbfinale.

Auch der US-Amerikaner, der in diesem Jahr mit dem Titel beim Masters in Indian Wells seinen Durchbruch gefeiert hatte, präsentiert sich im All England Club in guter Form. Fritz deklassierte den australischen Qualifikanten Jason Kubler (ATP 99) mit 6:3, 6:1, 6:4 und bleibt damit ohne Satzverlust. (sid)

Rafael Nadal steht nach einem Dreisatz-Sieg im Viertelfinal.

Rafael Nadal steht nach einem Dreisatz-Sieg im Viertelfinal.

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Busse für Tsitsipas und Kyrgios

Stefanos Tsitsipas (ATP 5) und Nick Kyrgios (ATP 40) müssen nach dem hitzigen Duell in der 3. Runde jeweils eine Geldstrafe zahlen. Das teilt der Veranstalter am Sonntagabend mit. Der australische Sieger wird wegen unflätiger Ausdrucksweise mit 4'000 US-Dollar (ca. 3'850 Franken) gebüsst. Kyrgios fluchte mehrmals, nannte den Schiedsrichter eine «Schande». Wegen unsportlichen Verhaltens erhielt der 27-Jährige nach seinem Erstrundenmatch bereits eine Busse über 10'000 US-Dollar.

Tsitsipas erhielt eine Strafe von 10'000 US-Dollar (ca. 9'600 Franken) weil er einen Ball in die Zuschauerränge schlug. Beide Spieler erhielten während der Partie am Samstag jeweils eine Verwarnung. (gav)

Stefanos Tsitsipas (links) und Nick Kyrgios werden für ihr Fehlverhalten gebüsst.

Stefanos Tsitsipas (links) und Nick Kyrgios werden für ihr Fehlverhalten gebüsst.

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Djokovic nach Satzverlust im Viertelfinal

Titelverteidiger Novak Djokovic (ATP 3) bleibt auf Kurs. Der 35-jährige Serbe setzte sich im Achtelfinal gegen den niederländischen Wildcard-Teilnehmer Tim van Rijthoven (ATP 104) am Sonntagabend 6:2, 4:6, 6:1, 6:2 durch. Der 25-jährige Überraschungsmann, der bis zum Vorbereitungsturnier in ’s-Hertogenbosch keine Partie auf der ATP-Tour gewinnen konnte, begeisterte das Publikum auf dem Centre Court mit dem Gewinn des 2. Satzes. Danach drehte Djokovic jedoch auf und liess über den Ausgang der Partie keine Zweifel mehr aufkommen. Im Viertelfinal trifft er auf den Italiener Jannik Sinner (ATP 13). (gav)

Novak Djokovic steht im Viertelfinal.

Novak Djokovic steht im Viertelfinal.

Keystone

Maria überrascht Ostapenko

Tatjana Maria (WTA 103) ist überraschend in den Wimbledon-Viertelfinal. Die Deutsche setzte sich am Sonntag unverhofft gegen die in der Weltrangliste weitaus besser klassierte Lettin Jelena Ostapenko (WTA 17) mit 5:7, 7:5, 7:5 durch. Maria bekommt es in der kommenden Runde mit ihrer Landsfrau Jule Niemeier zu tun, die die britische Lokalmatadorin Heather Watson aus dem Turnier warf. (dur)

Tatjana Maria ist ein Überraschungscoup gelungen.

Tatjana Maria ist ein Überraschungscoup gelungen.

Keystone

Federer in Wimbledon gesichtet

100 Jahre Centre-Court: Am Sonntag gehen in Wimbledon die Jubiläumsfeierlichkeiten über die Bühne. Dass der Rekordsieger bei der Zeremonie nicht fehlen darf, steht ausser Frage. Und so wurde kein Geringerer als Roger Federer – der Schweizer gewann in London bisher achtmal, häufiger als jeder andere Tennisspieler – in der britischen Hauptstadt gesichtet.

Auch sportlich wohnt dem Sonntag eine besondere Bedeutung inne: Erstmals ist der erste Turnier-Sonntag nicht spielfrei, stattdessen finden die ersten Achtelfinals statt. Am Abend erweist sich etwa Titelverteidiger Novak Djokovic die Ehre. Er trifft auf Tim van Rijthoven. (dur)

Badosa rückt in den Achtelfinal vor

Während andere Titelanwärterinnen in Wimbledon bereits gestolpert sind, ist Paula Badosa in der dritten Runde ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Weltranglistenvierte setzte sich gegen die Tschechin Petra Kvitova (WTA 26) mit 7:5, 7:6 durch. Im Achtelfinal bekommt es die Spanierin mit der US-Amerikanerin Amanda Anisimova (WTA 25) zu tun, welche die diesjährige French-Open-Finalistin Coco Gauff (WTA 12) bezwang. (dur)

Paula Badosa steht im Achtelfinal.

Paula Badosa steht im Achtelfinal.

Keystone

Aus in Runde drei: Siegesserie von Swiatek endet

Die eindrückliche Siegesserie von Iga Swiatek hat in der dritten Wimbledon-Runde ein jähes Ende gefunden. Die Weltranglistenerste scheiterte überraschend an der Französin Alizé Cornet (WTA 37) in zwei Sätzen mit 4:6, 2:6. Zuvor war die Polin, die in diesem Jahr auch die French Open gewonnen hatte, stolze 37 Partien in Serie ungeschlagen gewesen. Zuletzt hatte sie Mitte Februar gegen Jelena Ostapenko verloren. (dur)

Iga Swiatek muss früher als erwartet die Segel streichen.

Iga Swiatek muss früher als erwartet die Segel streichen.

Keystone

Sechste Top-10-Spielerin bleibt hängen

Im Frauen-Turnier ist mit Maria Sakkari (WTA 5) bereits die sechste Top-10-Spielerin ausgeschieden. Die 26-jährige Griechin scheiterte in der 3. Runde überraschend nach 1:31 Stunden an der Deutschen Tatjana Maria (WTA 103) 3:6, 5:7. Die 34-jährige Deutsche war in ihren vorigen neun Anläufen beim Rasen-Klassiker nie über die dritte Runde hinausgekommen. «Es ist schwer, Worte zu finden. Ich bin zum ersten Mal mit meinen zwei Kindern hier», so Maria in Platzinterview. (gav)

Für Maria Sakkari ist das Abenteuer Wimbledon bereits vorbei.

Für Maria Sakkari ist das Abenteuer Wimbledon bereits vorbei.

Keystone

Jabeur bleibt ohne Satzverlust

Ons Jabeur (WTA 2) bleibt auch in der 3. Runde von Wimbledon ohne Satzverlust. Die 27-jährige Tunesierin, die im Vorfeld des Grand Slams das Turnier in Berlin gewann (gegen Finalgegnerin Belinda Bencic), setzte sich locker nach 68 Minuten gegen die Französin Diane Parry (WTA 77) 6:2, 6:3 durch. Einziger Wermutstropfen für die Tunesierin: Sie musste sich einmal breaken lassen. Am deutlichen Ausgang änderte das jedoch nichts. (gav)

Ons Jabeur übersteht die 3. Runde in Wimbledon problemlos.

Ons Jabeur übersteht die 3. Runde in Wimbledon problemlos.

Keystone

Nadal und Swiatek im Sechzehntelfinal

Mitfavorit Rafael Nadal und die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek haben beim Rasen-Tennisturnier in Wimbledon jeweils mit Satzverlust die dritte Runde erreicht. Der 22-malige Grand-Slam-Sieger Nadal aus Spanien setzte sich am Donnerstag auf dem Centre Court mit 6:4, 6:4, 4:6, 6:3 gegen den Litauer Ricardas Berankis durch. Die Polin Swiatek bezwang mit unerwarteter Mühe Lesley Pattinama Kerkhove aus den Niederlanden 6:4, 4:6, 6:3 und baute ihre imposante Siegesserie auf 37 Erfolge aus.

So viele Siege in Serie auf der WTA-Tour hatte zuletzt die Schweizerin Martina Hingis im Jahr 1997 gefeiert. Den Rekord hat Legende Martina Navratilova mit 74 Erfolgen inne. (dpa)

Rafael Nadal hat die zweite Runde unbeschadet überstanden.

Rafael Nadal hat die zweite Runde unbeschadet überstanden.

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Auch Pliskova raus: Nächste Top-Ten-Spielerin scheitert

Mit Karolina Pliskova (WTA 7) ist bereits die vierte Top-Ten-Spielerin aus dem Turnier ausgeschieden. Die Tschechin unterlag der Britin Katie Boulter (WTA 116), die dank einer Wildcard den Sprung in das Hauptfeld geschafft hatte, in drei Sätzen mit 6:3, 6:7 (4:7), 4:6. Zuvor waren schon Anett Kontaveit (WTA 3), Danielle Collins (WTA 8) und Garbiñe Muguruza (WTA 10) gescheitert. (dur)

Karolina Pliskova (links) blieb nichts anderes übrig, als Katie Boulter zum Sieg zu gratulieren.

Karolina Pliskova (links) blieb nichts anderes übrig, als Katie Boulter zum Sieg zu gratulieren.

Keystone

Auch Golubic ausgeschieden

Viktorija Golubic (WTA 58), die letzte verbliebende Schweizerin im Einzeltableau von Wimbledon, ist in der 2. Runde ausgeschieden. Die 29-jährige Zürcherin unterlag der tschechischen French-Open-Siegerin von 2021, Barbora Krejcikova, 3:6, 4:6. Die Schweizerin wird sich vor allem über den Ausgang des 2. Satzes ärgern, in dem sie eine 3:1-Führung innehatte. Ihre Kontrahentin konterte in diesem umkämpften Umgang mit zwei aufeinanderfolgenden Breaks, liess sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Nach 1:42 Stunden verwandelte Krejcikova den dritten Matchball. (gav)

Viktorija Golubic scheidet in der 2. Runde von Wimbledon aus.

Viktorija Golubic scheidet in der 2. Runde von Wimbledon aus.

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Dritter Top-20-Spieler mit Corona

Die Sorgenfalten in Wimbledon werden immer grösser. Mit Roberto Bautista Agut (ATP 19) beklagt der Rasen-Klassiker einen weiteren prominenten Coronaausfall. «Glücklicherweise sind die Symptome nicht sehr ernst, aber ich denke, es ist die beste Entscheidung», teilte der Spanier via seinen Sozialen Medien mit. Zuvor mussten mit Marin Cilic (ATP 17) und Matteo Berrettini (ATP 11) bereits namhafte Athleten aufgrund des Virus Forfait erklären. Der 34-jährige Bautista Agut stand 2019 im Halbfinal von Wimbledon. Sein kolumbianischer Kontrahent Daniel Elahi Galán (ATP 109) zieht nun kampflos in die 3. Runde ein. (gav)

Golubic am Nachmittag im Einsatz

Die letzte verbleibende Schweizerin im Einzeltableau, Viktorija Golubic (WTA 58), bestreitet ihr Zweitrunden-Match am Nachmittag. Die Partie der 29-jährigen Zürcherin wurde auf Court 18 festgesetzt und wird gegen 13.30 Uhr erwartet. Ihre Gegnerin ist die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA 14). Die beiden sind sich bereits viermal gegenüber gestanden und weisen eine ausgeglichene Bilanz aus. (gav)

Viktorija Golubic ist die letzte verbleibende Schweizerin im Einzel-Tableau.

Viktorija Golubic ist die letzte verbleibende Schweizerin im Einzel-Tableau.

freshfocus

Djokovic im Eiltempo weiter

Novak Djokovic (ATP 3) hat problemlos die dritte Runde in Wimbledon erreicht. Der 20-fache Grand-Slam-Sieger bekundete gegen den Australier Thanasi Kokkinakis (ATP 79) deutlich weniger Mühe als noch bei seinem Erstrunden-Match. Nach exakt zwei Stunden war der 6:1, 6:4, 6:2-Erfolg besiegelt. In der nächsten Runde bekommt es der 35-jährige Serbe mit seinem Landsmann Miomir Kecmanovic (ATP 30) zu tun. (gav)

Novak Djokovic peilt in Wimbledon seinen siebten Titel an.

Novak Djokovic peilt in Wimbledon seinen siebten Titel an.

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Wimbledondebütantin schlägt Nummer 2

Jule Niemeier (WTA 97) hat am Mittwoch für die grosse Überraschung gesorgt. Die 22-jährige Deutsche, die erstmals bei Wimbledon dabei ist, besiegte die als Nummer zwei gesetzte Estin Anett Kontaveit (WTA 3). Nach gerade mal 58 Minuten verwandelte Niemeier ihren ersten Matchball zum 6:4, 6:0. «Das war eines der besten Matches, das ich je gespielt habe», resümierte danach die Deutsche. (gav)

Jule Niemeier schafft am Mittwoch eine Sensation.

Jule Niemeier schafft am Mittwoch eine Sensation.

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Williams verliert Comeback-Match

Serena Williams (WTA 1204) verlor nach einjähriger Pause ihr Comeback-Match in Wimbledon nach über 3:11 Stunden. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin musste sich der Französin Harmony Tan (WTA 115) 5:7, 6:1, 6:7 (7:10) geschlagen geben. «Es war wirklich hart, ich hatte Chancen, den ersten Satz zu gewinnen, es hat nicht funktioniert», so die enttäuschte Amerikanerin nach der Partie. Die 40-Jährige liess offen, wie es weitergehe. Eine Möglichkeit wäre das US Open (ab 29. August). «Das ist immer etwas sehr Besonderes. Es ist definitiv viel Motivation vorhanden, um besser zu werden und zu Hause zu spielen». (gav)

Serena Williams muss sich bei ihrem Comeback geschlagen geben.

Serena Williams muss sich bei ihrem Comeback geschlagen geben.

Keystone

Vier Schweizerinnen und Schweizer scheiden aus

Aus Schweizer Sicht ist der Dienstag in Wimbledon alles andere als erfreulich verlaufen. Zwar sicherte sich Viktorija Golubic das Weiterkommen – dafür schieden aber gleich vier Schweizer und Schweizerinnen aus. Belinda Bencic (WTA 16) musste sich der Chinesin Qiang Wang mit 4:6, 7:5, 2:6 geschlagen geben, Jil Teichmann (WTA 22) unterlag der Australierin Ajla Tomljanovic (WTA 44) sang- und klanglos mit 2:6, 3:6. Im Männerturnier musste Henri Laaksonen (ATP 96) nach einer glatten 4:6, 3:6, 2:6-Niederlage gegen den Briten Ryan Peniston (ATP 135) die Segel streichen, und Marc-Andrea Hüsler (ATP 105) scheiterte denkbar knapp in fünf Sätzen (3:6, 6:7, 7:6, 6:2, 4:6) am Franzosen Hugo Grenier (ATP 141). (dur)

Jil Teichmann muss von Wimbledon bereits Abschied nehmen.

Jil Teichmann muss von Wimbledon bereits Abschied nehmen.

Freshfocus

Golubic mit souveränem Auftakt

Viktorija Golubic (WTA 58) ist ein souveräner Wimbledon-Auftakt gelungen. Die Zürcherin gewann ihr Erstrundenmatch gegen die Deutsche Andrea Petkovic (WTA 57) diskussionslos mit 6:4, 6:3. In der kommenden Runde trifft sie entweder auf die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA 14) oder die Belgierin Maryna Zanevska (WTA 68). (dur)

Viktorija Golubic steht in der zweiten Runde.

Viktorija Golubic steht in der zweiten Runde.

Keystone

Vorjahresfinalist Berrettini muss wegen Corona passen

Zweiter prominenter Coronafall in Wimbledon: Vorjahresfinalist Matteo Berrettini gab am Dienstag vor seinem Auftaktmatch den positiven Test via Instagram bekannt. Nach dem Kroaten Marin Cilic ist das prestigeträchtige Tennisturnier damit auch für den 26 Jahre alten Italiener vorbei, noch ehe es begonnen hat.

Sein Herz sei gebrochen, schrieb Berrettini, der nach den Titeln in Stuttgart und im Londoner Queen’s Club als einer der Favoriten im All England Club galt. «Ich hatte Grippesymptome und war in den vergangenen Tagen isoliert», sagte er: «Der Traum ist für dieses Jahr vorbei, aber ich werde stärker zurückkommen.» Obwohl die Symptome «nicht schwer» gewesen seien, testete sich Berrettini am Dienstagmorgen erneut, «um meine Kollegen und alle am Turnier Beteiligten zu schützen». Er finde kaum Worte, sagte Berrettini, um seine Enttäuschung zu beschreiben. (sid)

Matteo Berrettini fällt mit Corona aus.

Matteo Berrettini fällt mit Corona aus.

Keystone

Bencic zieht den Kopf aus der Schlinge

4:6, 1:5 liegt Belinda Bencic in der Startrunde von Wimbledon gegen die Chinesin Qiang Wang bereits hinten. Nach einer 4:2-Führung hatte sie acht Games in Folge abgegeben. Doch dann gewinnt die Junioren-Siegerin von 2013 ihrerseits sechs Games in Folge. Dann unterbricht der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 4:6 7:5 wegen der einbrechenden Dunkelheit. Bencic war in Wimbledon im Vorjahr in der ersten Runde gescheitert. Vor Wochenfrist war sie im Final in Berlin ausgeglitten, hatte sich dabei die Achillessehne gequetscht und musste für mehrere Tage pausieren. In Wimbledon spielt sie mit Bandage am linken Knöchel und am linken Knie.

Belinda Bencic rettet sich nach grossem Rückstand in den nächsten Tag.

Belinda Bencic rettet sich nach grossem Rückstand in den nächsten Tag.

Tolga Akmen / EPA / keystone-sda.ch

Wawrinka scheitert in der Startrunde

Stan Wawrinka unterliegt dem Italiener Jannik Sinner (ATP 13) mit 5:7, 6:4, 3:6, 2:6. Der dreifache Grand-Slam-Sieger, der nur noch im 267. Rang der Weltrangliste geführt wird, war nur dank einer Wildcard im Hauptfeld vertreten. Für den 37-jährigen Romand folgt nun der Wechsel zurück auf Sand. Ab dem 11. Juli spielt er in Bastad, in der Folgewoche in Gstaad.

Wie in Paris scheitert Stan Wawrinka in Wimbledon in der Startrunde.

Wie in Paris scheitert Stan Wawrinka in Wimbledon in der Startrunde.

Peter Klaunzer / KEYSTONE / keystone-sda.ch

Ex-Wimbledon-Finalist mit Corona draussen

Am ersten Tag schlägt erstmals das Coronavirus zu. Mit Marin Cilic muss sich der Wimbledon-Finalist von 2017 aus dem Turnier zurückziehen. Dies gibt der Kroate in den sozialen Medien bekannt. «Ich habe mich isoliert und war hoffnungsvoll, dass ich bereit sein würde. Leider fühle ich mich immer noch schlecht und nicht in der Lage, auf meinem besten Level zu spielen.» Cilic (33, ATP 17) hatte bei den French Open den Halbfinal und beim Rasenturnier in Queens den Viertelfinal erreicht.

Für Marin Cilic ist Wimbledon vorbei, bevor es begonnen hat.

Für Marin Cilic ist Wimbledon vorbei, bevor es begonnen hat.

Keystone

Laaksonen muss warten

Die Partie von Henri Laaksonen gegen den Briten Ryan Peniston ist von Montag auf Dienstag verschoben worden. Grund dafür sind mehrere Regenunterbrüche, die das Programm aus den Fugen geraten liess.

Alcaraz überlebt Fünfsatzmatch

Der 19-jährige Spanier Carlos Alcaraz setzt sich in der Startrunde mit 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 (7:3), 6:4 gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff durch.

Spain's Carlos Alcaraz reacts after winning a point against Germany's Jan-Lennard Struff during their men's singles tennis match on day one of the Wimbledon tennis championships in London, Monday, June 27, 2022. (AP Photo/Alberto Pezzali)

Spain's Carlos Alcaraz reacts after winning a point against Germany's Jan-Lennard Struff during their men's singles tennis match on day one of the Wimbledon tennis championships in London, Monday, June 27, 2022. (AP Photo/Alberto Pezzali)

Alberto Pezzali / AP / keystone-sda.ch

Federer-Schreck Hurkacz schon draussen

Im Vorjahr erreichte der Pole Hubert Hurkacz den Halbfinal, nachdem er zuvor Roger Federer besiegt und dabei den letzten Satz 6:0 gewonnen hatte. Es ist bis heute das letzte Spiel des Schweizers. Ein Jahr später scheidet Hurkacz bereits in der Startrunde aus. Zunächst wehrte er gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina im dritten Satz drei Matchbälle in Folge ab, führte im fünften Satz zwei Mal mit einem Break und im Tiebreak, das im Finaldurchgang auf 10 geht mit 7:4, verliert aber am Ende mit 6:7, 4:6, 7:5, 6:2, 6:7 (8:10). Hurkacz fällt damit aus den Top Ten. (sih)

Schon draussen: Vorjahres-Halbfinalist Hubert Hurkacz.

Schon draussen: Vorjahres-Halbfinalist Hubert Hurkacz.

Neil Hall / EPA / keystone-sda.ch

Novak Djokovic mit holprigem Start

Sechsfacher Sieger und Titelverteidiger ist Novak Djokovic in Wimbledon.  Doch in der ersten Runde muss der Serbe eine Extrarunde einlegen, ehe er sich mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 gegen den Koreaner Soon-woo Kwon (24, ATP 81) durchsetzt. Bei 16 Teilnahmen in Wimbledon hat Djokovic noch nie in der ersten Runde verloren. Letztmals verliess Djokovic 2017 in Wimbledon den Platz als Verlierer, nachdem er in den Viertelfinals gegen Tomas Berdych hatte aufgeben müssen. Von 2018, 2019 und 2021 gewann er das Turnier.

Novak Djokovic steht in Wimbledon in der zweiten Runde.

Novak Djokovic steht in Wimbledon in der zweiten Runde.

Kirsty Wigglesworth / AP / keystone-sda.ch

Ukrainerin Tsurenko fordert schwere Waffen

Nachdem sie sich für die zweite Runde qualifiziert hat, hat die Ukrainerin Lesia Tsurenko nur eine Botschaft: «Schickt uns schwere Waffen! Unser Land steckt in grossen Schwierigkeiten. Und wir brauchen Hilfe! Die Welt darf uns nicht vergessen.» Dass russische und belarussische Athletinnen und Athleten von Wimbledon ausgeschlossen wurden, begrüsst sie. «Es ist nichts Persönliches, aber ich fühle mich wohler so.» In der zweiten Runde dürfte es noch emotionaler werden: Tsurenko trifft auf Angelina Kalinia, ebenfalls eine Ukrainerin, die vom russischen Angriffskrieg betroffen ist.

Lesia Tsurenko steht in Wimbledon in der zweiten Runde.

Lesia Tsurenko steht in Wimbledon in der zweiten Runde.

Jacob King / AP / keystone-sda.ch

Wawrinka, Bencic und Laaksonen brauchen Geduld

Von Stan Wawrinka und Belinda Bencic wird Geduld gefordert. Weil es in Wimbledon immer wieder Regenschauer gibt, kommt es zu zahlreichen Unterbrechungen. Sie und Henri Laaksonen dürften wohl nicht vor 18.00 Uhr Schweizer Zeit ins Geschehen eingreifen.

Regen in Wimbledon.

Regen in Wimbledon.

Alastair Grant / AP / keystone-sda.ch

In-Albon unterliegt bei ihrer Wimbledon-Premiere

Für Wimbledon-Debütantin Ylena In-Albon (WTA 113) ist das Turnier bereits nach der ersten Runde beendet. Die 23-jährige Walliserin blieb gegen die US-Amerikanerin Alison Riske (WTA 36) weitgehend chancenlos und unterlag mit 2:6, 4:6. Vor allem im ersten Satz zahlte die auf höchster Bühne unerfahrene Schweizerin viel Lehrgeld. Nach dem ersten Umgang war die Partie wegen Regens zeitweise unterbrochen. (dur)

Ylena In-Albon musste sich bei ihrem Wimbledon-Debüt geschlagen geben.

Ylena In-Albon musste sich bei ihrem Wimbledon-Debüt geschlagen geben.

Keystone

Wimbledon-Debüt von In-Albon unterbrochen

Ylena In-Albon (WTA 113) muss bei ihrem Wimbledon-Debüt mehr Geduld aufbringen als erwartet. Das Erstrundenmatch der 23-jährigen Walliserin gegen Alison Riske (WTA 36) wurde aufgrund der regnerischen Wetterlage in London nach dem ersten Satz unterbrochen. Die US-Amerikanerin hatte den ersten Umgang souverän mit 6:2 gewonnen. Wann die Partie fortgesetzt wird, ist bisher nicht bekannt; der Regen hält zurzeit an. (dur)

Ylena In-Albon muss warten.

Ylena In-Albon muss warten.

Keystone

Stefanos Tsitsipas schwärmt von Nadal

Am Samstag gewann Stefanos Tsitsipas in Mallorca erstmals ein Turnier auf Rasen, in Wimbledon kam der Grieche, immerhin die Nummer 6 der Welt, aber noch nie über die Achtelfinals hinaus. Obwohl er sich zutraut, um den Titel mitzuspielen, sagt er deshalb: «Mein erstes Ziel ist es, die erste Runde zu überstehen, dann die zweite Woche zu erreichen.» Der Grieche ist der erste Gegner des Schweizers Alexander Ritschard, der sich in Wimbledon durch die Qualifikation gespielt hat und zu seinem Grand-Slam-Debüt kommt. Zwei Mal gewonnen hat das Turnier Rafael Nadal (2008 und 2010). Zum ersten Mal überhaupt hat der Spanier die ersten beiden Grand-Slam-Turniere eines Jahres gewonnen. In Paris hatte er sich jeweils den Fuss betäuben lassen. Was Tsitsipas Respekt und Bewunderung abringt. Er sagt: «Ich glaube, wenn Rafa sagt, dass er nicht spielen kann und Fussprobleme hat, ist er am gefährlichsten. Es ist wie umgekehrte Psychologie.» Als Kritik will er das nicht verstanden haben, im Gegenteil: «Ich habe grossen Respekt davor, was er bei den French Open geleistet hat, mit diesem Fuss. Und ich bin mir sicher, dass es stimmt, was er sagt. Ich denke, das gibt ihm das Gefühl, unsterblich zu sein.»

Rafael Nadal ist zweifacher Wimbledon-Sieger.

Rafael Nadal ist zweifacher Wimbledon-Sieger.

John Walton / AP / keystone-sda.ch

Belinda Bencic gibt Entwarnung

Vor einer Woche war Belinda Bencic im Final von Berlin ausgeglitten und hatte sich eine Quetschung der Achillessehne am Knöchel zugezogen. Danach habe sie mehrere Tage gar nichts gemacht und erst in Wimbledon wieder trainiert. Nun sagt die Olympiasiegerin: «Ich bin zuversichtlich, dass ich am Montag spielen kann.» Dann trifft sie in der ersten Runde auf die Chinesin Qiang Wang. «Ich werde mit einem Tape spielen. Das hilft mir, das Vertrauen in den Fuss zurückzugewinnen», sagt Bencic. Weil der Fuss zusätzliche Aufmerksamkeit benötigt, hat sie ihr Physiotherapeut Jaroslav Holub nach London begleitet. Bencic, die Junioren-Siegerin von 2013, erreichte in Wimbledon 2015 und 2018 jeweils den Achtelfinal.

Belinda Bencic mit einbandagiertem linkem Knöchel und Knie.

Belinda Bencic mit einbandagiertem linkem Knöchel und Knie.

Sven Thomann/Freshfocus / Blick / freshfocus

Djokovic: «Russen unterstützen den Krieg nicht»

Titelverteidiger Novak Djokovic kritisierte erneut die Entscheidung Wimbledons, Spielerinnen und Spieler aus Russland und Belarus als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine vom Turnier auszuschliessen. «Als Kind des Krieges verstehe ich die Frustration der Ukrainer und weiss, wie sich das anfühlt. Dennoch bin ich nicht dafür, Athleten auszuschliessen. Die Russen unterstützen den Krieg nicht. Ich sehe nicht, wie sie dazu beigetragen haben. Sie sind professionelle Athleten und verdienen es, an Wettkämpfen teilnehmen zu können.» Er würde es bevorzugen, wenn Betroffene unter neutraler Flagge antreten können, wie das bei Olympischen Spielen zuletzt der Fall war.

Titelverteidiger Novak Djokovic.

Titelverteidiger Novak Djokovic.

Tolga Akmen / EPA / keystone-sda.ch

Serena Williams schweigt zu Russland-Frage

Statt auf dem Tennisplatz zu stehen, sah man Serena Williams im letzten Jahr bei der Verleihung der Oscars, wo der Film «King Richard», der die Lebensgeschichte ihres Vaters, ihrer Schwester Venus und ihr in die Kinos brachte, oder bei der Modenschauen. «Das hat für mich mehr mit dem Leben zu tun als das Tennis», sagte Williams in Wimbledon. Inzwischen ist sie auch als Investorin tätig, soll Interesse am Kauf des Fussballvereins Chelsea gehabt haben. «Ich liebe es, Investorin zu sein. Nun bin ich für ein paar Wochen nicht im Büro, aber per E-Mail erreichbar», sagte Williams. Der Grund? In Wimbledon, wo sie bisher sieben Mal gewann und elf Mal im Final stand, kehrt sie nach einem Jahr Pause zurück. 2021 hatte die 40-Jährige wegen einer Oberschenkelverletzung in der ersten Runde aufgeben müssen. Erst in der Vorwoche kehrte sie in Eastbourne zurück, allerdings nur im Doppel. In der Weltrangliste wird Williams nur noch im 1124. Rang geführt. Ihre erste Gegnerin in London ist die Französin Harmony Tan (WTA 113). Konkrete Antworten umschiffte sie im Vorfeld mehr oder weniger gekonnt. Danach gefragt, was ein gutes Resultat wäre, sagte sie: «Kommt schon, ihr kennt die Antwort.» Williams hat 23 Grand-Slam-Titel gewonnen, nur Margaret Court kommt auf noch mehr. Der letzte Major-Sieg liegt bereits fünfeinhalb Jahre zurück. Gar nichts sagte sie zur Frage, was sie vom Ausschluss von Spielerinnen aus Russland und Belarus hält. Williams: «Ich sage lieber nichts dazu, das ist mir zu politisch.» (sih)

Serena Williams ist zurück in Wimbledon. Und träumt vom Sieg.

Serena Williams ist zurück in Wimbledon. Und träumt vom Sieg.

John Walton / AP / keystone-sda.ch

Debütantin Ylena In-Albon: «Es ist überwältigend!»

Im Alter von 22 Jahren kommt die Walliserin Ylena In-Albon zu ihrem Debüt in Wimbledon. Wie sind die ersten Eindrücke? «Wahnsinn, einfach Wahnsinn», sagt die Walliserin, die inzwischen im Tessin lebt und trainiert. «Darauf habe ich seit Jahren hingearbeitet, es ist überwältigend.» Begleitet hat sie ihr Trainer Gonzalo Vitale, mit dem Uruguayer arbeitet In-Albon schon seit sieben Jahren zusammen. Mit Erfolg: Anfang Jahr wurde sie in der Weltrangliste im 160. Rang geführt. Nummer 160 der Welt, inzwischen hat sie sich um 50 Ränge verbessert. In Wimbledon wird ihr der Sprung unter die Top 100 aber noch nicht gelingen. Weil es nach dem Ausschluss der russischen und belarussischen Spielerinnen keine Punkte zu gewinnen gibt. Als Vorbereitung bestritt In-Albon ein Rasenturnier im italienischen Gabia, wo sie die Viertelfinals erreichte. Vorteile sieht sie in ihrer Grösse (1,62 Meter): «Ich habe einen tiefen Schwerpunkt, das hilft auf Rasen.» Dennoch sieht sie sich als Sandspezialistin. Auf Rasen hat sie bisher erst vier Turniere bestritten. Gegnerin in der erste Runde ist die Amerikanerin Alison Riske (WTA 32), die 2019 in Wimbledon im Viertelfinal stand. (sih)

Ylena In-Albon mit ihrem Trainer Gonzalo Vitale.

Ylena In-Albon mit ihrem Trainer Gonzalo Vitale.

Peter Klaunzer / KEYSTONE / keystone-sda.ch