WINTERTHUR - KRIENS-LUZERN 25:29: Der Kriens-Luzern gewinnt bei Winterthur

Zwei Punkte, keine Verletzten: Das zählt nach dem 29:25-Erfolg des HC Kriens-Luzern gegen den Tabellenletzten Yellow Winterthur. Zumindest für die Statistik.

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Schoss fünf Tore für Kriens-Luzern: Benjamin Steiger. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Schoss fünf Tore für Kriens-Luzern: Benjamin Steiger. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Intern wird die Partie gegen das neue Schlusslicht Yellow Winterthur sicher noch aufgearbeitet. Zu viel fehlte bei den ambitionnierten Innerschweizern, bei denen Anspruch und Wirklichkeit in dieser Partie so weit auseinander lagen. Immerhin lag am Ende ein 25:29-Erfolg drin.

Zugegeben: Einfach ist es nicht, als Favorit in eine Partie zu steigen. «Nicht unterschätzen, früh klare Verhältnisse schaffen...» sind dann die Anweisungen. Zumindest in der Anfangsphase nahm sich der HC Kriens-Luzern diese Devise zu Herzen. Doch schon nach dem 0:4-Vorsprung verfiel das Team allzu früh in Zufriedenheit. Vorbei war es mit dem Druck aufs Tor, mit Konzentration und mit dem hohen Rhythmus.

Und weil Yellow trotz zahlreichen Negativerlebnissen in den letzten Wochen immer an eine Überraschung glaubte, kamen die Gastgeber ins Spiel zurück. Die Zentralschweizer aber vermochten nicht zu reagieren, sondern absolvierten das Spiel ohne System, ohne Rhythmus und letztlich ohne Biss. Wie anders könnten so viele Deckungsfehler und so viele ausgelassene Chancen erklärt werden? Bei drei verschossenen Siebenmetern noch als Sieger vom Platz zu gehen ist auch schon fast ein Kunststück ...

Knapper Erfolg – Rückschläge möglich
Yellow nahm diese Offerte dankend an und kompensierte fehlende Klasse mit viel Herzblut. Nach der Pause ging der Gastgeber sogar in Front – konnte sich aber nicht endgültig absetzen.

Der knappe Erfolg müsste beim Team die Erkenntnis gestärkt haben, dass man auch als Finalrundenanwärter gegen Teams der hinteren Tabellenregion Gefahr läuft, Rückschläge zu erleiden. Diesmal war es nur ein blaues Auge, denn die Punkte blieben im Reisegepäck des HCK auf der Rückfahrt aus Winterthur.

Vielleicht aber war es auch einfach ein Warnschuss. Bezüglich Motivation und Herausforderung stellt die nächste Partie am Sonntag gegen den RTV Basel ein anderes Kaliber dar.

Benedikt Anderes/HC Kriens-Luzern

Yellow Winterthur - HC Kriens-Luzern25:29 (15:15)Eulachhalle. – 100 Zuschauer. – SR Bär/Zimmermann.

Torfolge: 0:4, 5:6, 5:8, 7:10, 11:12, 15:15; 17.16, 19:19, 19:21, 21:26, 24:27, 25:29.

Strafen: Kriens und Yellow je 6 x 2 Minuten.

Yellow Winterthur: Haupt/Kindler; Bieri, Gehrig (3), Graf (5), Hauser, Huber (1), Läng (1), Meili (1), Müller (5), Roth, Rüeger (6), Steiner (3).

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Hodel; Bislimi (3), Hofstetter, Nyffenegger (2), Podvrsic (1), Stankovic (6/1), Steiger (5), Willisch (4/2), Yalciner (5/1), Zimmermann (3), Mitrovic.

Bemerkungen: Kriens ohne Schlegel und Schmid (beide noch rekonvaleszent. Verschossene Siebenmeter: HCK 3.