HCL-Verteidiger Hodel: «Wir bringen uns immer wieder selber um den verdienten Lohn»

Verteidiger Julian Hodel ist überzeugt, dass der Erstligist HC Luzern den Ligaerhalt noch schaffen wird.

Michael Wyss
Hören
Drucken
Teilen
Julian Hodel moniert, dass sein Team zu viele Eigenfehler mache.

Julian Hodel moniert, dass sein Team zu viele Eigenfehler mache. 

Bild: Michael Wyss

Im letzten Eishockeyspiel des Jahres musste der HC Luzern eine 2:4-Niederlage bei den Pikes Oberthurgau einstecken. Keine Überraschung, denn auf dem Papier waren die Thurgauer klar in der Favoritenrolle. Doch der HC Luzern schnupperte, nicht zum ersten Mal gegen einen Grossen der Liga, an wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt.

«Einmal mehr konnten wir gegen einen Favoriten mithalten», bilanziert der 29-jährige Verteidiger Julian Hodel. «Doch wie schon bei der 1:4-Niederlage gegen den Leader Frauenfeld praktizierten wir immer wieder Eigenfehler, welche die Ostschweizer eiskalt ausnützten. Das ist schade, wir bringen uns immer wieder selber um den verdienten Lohn.»

Direktduelle sind entscheidend

Nicht erfreulich ist gegenwärtig der Blick auf die Tabelle. «Wir haben nach dem 3:1-Sieg von Prättigau-Herrschaft bei Reinach nun sieben Punkte Rückstand auf die Bündner. Das sind drei Partien, die wir siegreich gestalten müssen und unser direkter Konkurrent um den Abstieg verlieren muss», bestätigt Hodel, der in Zürich wohnt und seinen Lebensunterhalt als Jurist verdient. «Das erscheint auf den ersten Blick viel, bei 14 noch ausstehenden Partien ist es aber durchaus noch möglich, dass wir die rote Laterne abgeben können.» Entscheidend sind dabei die Direktduelle. «Wir spielen in der Masterround und Abstiegsrunde sicher noch drei Mal gegen die Bündner und haben es damit selber in unseren Händen.» Und was macht Hodel über an den freien Tagen über Weihnachten und Neujahr? «Die letzten Wochen waren sehr intensiv. Ich gehe in die Berge, um Energie zu tanken und den Kopf durchzulüften, damit ich Anfang Januar wieder voller Elan und Motivation auf dem Eis stehen kann.»

So geht es für den HCL weiter: Die Qualifikationsphase dauert noch drei Runden. Luzern trifft auf Bellinzona (4. Januar), Burgdorf (7. Januar) und Wil (11. Januar) und muss möglichst viele Punkte holen, um den Rückstand auf den Tabellenvorletzten zu verkürzen. Anschliessend spielen die Teams der Ränge 7 bis 12 eine Masterround (einfache Hinrunde mit 5 Spielen). Luzern wird zwei Heim- und drei Auswärtspartien bestreiten und die erspielten Punkte aus der Qualifikation mitnehmen. Die Teams auf den Plätzen 7 und 8 spielen danach die Playoffs.

Nach dem 27. Spieltag beginnt dann die Abstiegsrunde mit Hin- und Rückrunde (6 Spiele) mit den Mannschaften auf den Rängen 9 bis 12. Nach dem 33. Spieltag steigt der Letztplatzierte der Region Ost direkt in die 2. Liga ab. Aus der Westgruppe gibt es keinen Absteiger, da nur 11 Teams involviert sind.

Männer, 1. Liga. Gruppe Ost: Oberthurgau – Luzern 4:2. – Rangliste (alle 19 Spiele): 1. Frauenfeld 51 (79:37). 2. Oberthurgau 39 (78:53). 3. Wetzikon 38 (88:65). 4. Wil 36 (81:63). 5. Argovia Stars 30 (56:52). 6. Bellinzona 30 (70:67). 7. Herisau 28 (70:65). 8. Burgdorf 27 (59:57). 9. Rheintal 24 (54:72). 10. Reinach 18 (45:61). 11. Prättigau-Herrschaft 14 (45:80). 12. HC Luzern 7 (36:89).

Oberthurgau – HC Luzern 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)
Romanshorn. – 180 Zuschauer. – SR Leutenegger (Lukac, Nyffenegger). – Tore: 4. 1:0. 8. 2:0. 31. 3:0. 41. Gabathuler (Maurenbrecher) 3:1. 47. 4:1. 49. Zumbach (Maurenbrecher, Dünner) 4:2.