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Wir stemmen das!

An den Schweizer Meisterschaften der Gewichtheber in Staad kämpften rund 60 Athletinnen und Athleten gegen die Schwerkraft. Immer schön lächeln? Das gilt für diese Sportart nicht, wie die Bilder zeigen.
Ralf Streule
Schweizer Meisterschaft im Gewichtheben in Staad © Urs Bucher/TAGBLATT

Schweizer Meisterschaft im Gewichtheben in Staad © Urs Bucher/TAGBLATT

Der Laie tut sich ja schon mit der Einkaufstasche schwer. Mit der Zwölf-Liter-Giesskanne im Garten sowieso. Und beim schweren Ferienkoffer verlässt sich der Schmalbrüstige ohnehin längst auf die kleinen Rädli. Vorbilder in Sachen Lupfen, Stemmen und Reissen gab es am Samstag in Staad bei Rorschach zu sehen. Der Rorschacher Verein Athletik-Sport organisierte dort die Schweizer Meisterschaften im Gewichtheben. Die 28 stärksten Frauen und 35 stärksten Männer des Landes waren zu bestaunen, wie sie bis zu 165 Kilogramm schwere Langhanteln in die Höhe stemmten.

Mehr Zuschauer als Gewichtheber – ein Erfolg!

Ausgetragen wurde die Meisterschaft in je sieben Gewichtsklassen und in den zwei gängigen Disziplinen: im Reissen, dem Anheben in einer Bewegung, und dem Stossen, mit einer Zwischenphase mit der Hantel auf der Brust. Die Gastgeber aus Rorschach stellten elf Gewichtheber, nach den Baslern waren sie die grösste Gruppe. Der einzige Zentralschweizer Klub im Schweizerischen Verband, der Gewichtheberklub Schwyz, holte dank Valeria Meli (Frauen bis 63 kg, Gold) Linda Niederoest (Frauen bis 75 kg, Bronze) zwei Medaillen. Urs Kern, Technischer Leiter des Rorschacher Clubs und Mitorganisator der Meisterschaften war mit dem Anlass zufrieden. Rund 70 Zuschauer zählte er – was ein hoher Wert sei. Anlässe der Randsportart würden selten besser besucht. Kern, selber einst vierfacher Schweizer Meister, unterdessen als 51-Jähriger aber weniger ambitiös stemmend, macht das Gewichtheben gerne auch Athleten aus anderen Sportarten schmackhaft, die ihre Schnellkraft verbessern wollen. Und erklärt die schönen Seiten des Sports: «Der Kampf mit sich selber. Das Spiel mit der Technik. Das Adrenalin, das nach gelungenen Versuchen durch den Körper schiesst.» Das Klischee, dass die Sportart oft zu Verletzungen führe, sei falsch.

Die Höchstmarke des Tages übrigens, jene 165 Kilogramm, erreichte Yannick Tschan vom jurassischen Club aus Tramelan – in der Kategorie der bis zu 105 kg schweren Athleten, im Stossen. Bei den Frauen dominierte die Baslerin Nora Jäggi. Beides sind Athleten, die auch international mithalten können.

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