Volley-Luzern-Libero Jörg Gautschi vor dem Heimspiel gegen Jona: «Wir werden alles reinwerfen»

Volley Luzern empfängt am Sonntag (17 Uhr, Bahnhofhalle) den TSV Jona. Libero Jörg Gautschi spricht über den Schlussspurt in der NLA-Qualifikation und die Entwicklung des Teams.

Stephan Santschi
Hören
Drucken
Teilen
Volley Luzerns Jörg Gautschi (rechts) sagt: «Wir sprechen nicht mehr über unser Potenzial, wir schöpfen es aus.»

Volley Luzerns Jörg Gautschi (rechts) sagt: «Wir sprechen nicht mehr über unser Potenzial, wir schöpfen es aus.»

Philipp Schmidli (Samstag, 11. Januar 2020)

Erinnern Sie sich an das Hinspiel in Jona?

Jörg Gautschi: Das ist schon eine Weile her. Ich weiss noch, dass es ein harter Kampf war. Wir gewannen, so glaube ich, 3:2 und dies nach einem 0:2-Rückstand. Oder lagen wir 2:0 vorne?

Ihr lagt 2:0 vorne und gewannt 17:15 im Tiebreak. Was macht den Gegner aus?

Jona ist sehr kampfstark, steht immer wieder auf, man muss es wirklich in die Knie zwingen. Die Mannschaft ist in den letzten Jahren besser geworden und verfügt mit dem tschechischen Passeur Filip Habr über einen zentralen Spieler, der die Mannschaft mitreissen kann.

Was braucht es am Sonntag im Heimspiel zum Sieg?

Einen guten Service und saubere Annahmen. Wenn wir beim Aufschlag in einen Flow finden, sind wir sehr effektiv. Und wenn uns die Annahmen gelingen, können wir im Angriff auf jeder Position punkten. Wir sind im Vergleich zu letzter Saison in allen Bereichen besser geworden.

Das Team scheint Ihnen Freude zu bereiten.

Das tut es, ja. Wir sprechen nicht mehr über unser Potenzial, wir schöpfen es aus. Letztes Jahr war alles individueller, jetzt rufen wir als Team die Leistung ab. Der Zusammenhalt ist viel stärker, wir kommunizieren offener, mehr. Auch mit dem Trainer sprachen wir gewisse Dinge an.

Konkret?

Liam Sketcher legt grossen Wert auf die Selbstverantwortung der Spieler. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad, dann muss der Trainer aber mehr fordern, sagen, was nicht passt und das dann auch durchziehen.

Das Restprogramm vor den Playoffs ist mit Jona, Basel, Lausanne und Lutry-Lavaux viel versprechend. Wie sehen Sie die Ausgangslage?

Wir wollen Jona und Basel schlagen. Dann käme der Kampf um Platz drei gegen Lausanne, das sich warm anziehen müsste. Wir werden alles in diese Schlussphase reinwerfen. (ss)

NLA, Männer. Sonntag: Volley Luzern – TSV Jona (17 Uhr, Bahnhofhalle). – Rangliste: 1. Amriswil 12/34. 2. Schönenwerd 13/28. 3. Lausanne 13/26. 4. Chênois 12/21. 5. Volley Luzern 12/20. 6. Näfels 12/15. 7. Jona 13/15. 8. Basel 13/5. 9. Lutry-Lavaux 12/4.