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WOHNUNG: Auch der Doppelvierer peilt eine Medaille an

jvf.Die Olympia-Delegation des Schweizerischen Ruderverbandes hat im Vorfeld der Olympischen Spiele nichts dem Zufall überlassen. Weil das olympische Dorf weit vom Wettkampfgelände entfernt ist und sich die offiziellen Fahrzeiten des Shuttlebusses von ursprünglich 31 auf über 50 Minuten erhöht haben, hat der Ruderverband für die Athleten in der Nähe der Lagune eine Wohnung gemietet. «Sie soll während des Tages als Rückzugsort dienen», erklärt Verbandsdirektor Christian Stofer. Dadurch minimiere man das Risiko, dass ein Athlet wegen überlasteter Strassen zu spät auf dem Gelände sei. Von der Wohnung sind es rund 1,5 Kilometer zur Lagune, die mit dem Taxi oder dem Velo zurückgelegt werden können.

Zudem befindet sich im Haus ein Fitnessraum, in dem die Leichtgewichtsruderer ihr Wettkampfgewicht erreichen können. Für das Paradeboot, den Leichtgewichtsvierer, wird die Wohnung eine permanente Unterkunft sein. «Unserem bestpositionierten Boot wollen wir die bestmögliche Situation bieten», sagt Stofer.

Steigende Formkurve

Neben dem Leichtgewichtsvierer haben sich drei weitere Boote für die Olympischen Spiele qualifiziert. Auch der Doppelvierer peilt in Rio eine Medaille an, wenn auch nicht die Goldene. Der Neuenkircher Roman Röösli (22), der in Luzern wohnhafte Nico Stahlberg (24) sowie die beiden Lausanner Bernabé Delarze (22) und Augustin Maillefer (23) haben an der letzten WM Rang 5 erreicht und dementsprechend Lust auf mehr. Delarze (Rückenprobleme) und Maillefer (Handbruch) fielen in der Vorbereitung lange aus, dennoch erreichte der Doppelvierer im Weltcup Rang 3 (Rotsee) und Rang 4 (Posen). Röösli sagt: «Wir haben uns ein hohes Ziel gesetzt. Es zu erreichen, ist aber nicht unmöglich.» Die Formkurve zeigt nach oben.

Plätze 1 und 2 sind reserviert

Mit einer Medaille darf auch Jeannine Gmelin (26) liebäugeln. Sie wurde im Vorjahr im Skiff WM-Fünfte. In diesem Jahr klassierte sich die Ustermerin im Weltcup in den Rängen 3, 4 und 7, wobei die besten Athletinnen nicht immer antraten. Für die Plätze 1 und 2 kommen eigentlich nur zwei Frauen in Frage: Die Weltmeisterin von 2015, Kimberley Brennan, vormalige Cox aus Australien, und die Weltmeisterin von 2014, Emma Twigg aus Neuseeland. Hinter dem Duo ist die Ausgangslage völlig offen.

Für die Medaillenränge kaum in Frage kommen hingegen der Luzerner Michael Schmid (28) und der Badener Daniel Wiederkehr (27). Die beiden gehen im leichten Doppelzweier an den Start und möchten den Final erreichen, was ihnen in diesem Jahr im Weltcup nie gelungen ist. Denn Wiederkehr fiel wegen einer Sehnenscheidenentzündung an beiden Unterarmen von Oktober bis März aus.

Unterkunft bis zur Schlussfeier

Für alle Ruderer werden die Olympischen Spiele spätestens am 12. August zu Ende sein. Christian Stofer hat aber dafür gesorgt, dass die Wohnung in Rio bis zum Ende der Spiele als Unterkunft zur Verfügung steht: «Die Athleten haben in den letzten vier Jahren so viel Engagement gezeigt. Darum sollen sie die Olympischen Spiele auch geniessen können.» Zuerst gilt es aber, die Früchte der vielen Arbeit zu ernten.

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