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Wozniacki feiert ihre Premiere

Caroline Wozniacki mit ihrem ersten Grand-Slam-Pokal. (Bild: Mark Cristino/EPA (Melbourne, 27. Januar))

Caroline Wozniacki mit ihrem ersten Grand-Slam-Pokal. (Bild: Mark Cristino/EPA (Melbourne, 27. Januar))

Australian Open Im Moment des Australian-Open-Triumphs war dann natürlich auch die ewige Frage verschwunden. Die Frage, die sich rund um die Karriere von Caroline Wozniacki gestellt hatte. Die Frage, die die 27-jährige Grand-Slam-Königin von Melbourne in der Siegesnacht selbst noch einmal zum Thema machte, nun aber in einem Zustand äusserster Heiterkeit und Gelassenheit: «Jetzt kann mich niemand mehr fragen, wieso man die Nummer 1 im Tennis sein kann, ohne einen Grand Slam gewonnen zu haben.»

Nein, das geht tatsächlich nicht mehr. Nicht nach der gewonnenen Nervenschlacht in der Rod-Laver-Arena zu Melbourne, nicht nach dem schwer erkämpften 7:6 (7:2), 3:6, 6:4-Sieg von Wozniacki gegen die Rumänin Simona Halep, der ihr auch gleichzeitig den Sprung auf den Tennisgipfel ermöglichte – sechs Jahre nachdem die Dänin zum letzten Mal als Branchenführerin ausgewiesen worden war.

Erste Major-Siegerin aus Dänemark

Es war klar, dass die emotionalen Kontraste krass ausfallen würden nach dieser schwer aufgeladenen Nachtvorstellung – mit zwei Spielerinnen, die ihre lange, teils quälende Wartezeit auf das erste grosse Tennis-Ding beenden wollten, die viele zurückliegende Enttäuschungen und Frustrationen hinter sich lassen konnten. «Es ist ein Traum, der wahr wird. Ich habe wirklich lange von genau diesem Erfolg geträumt», sagte die erste Dänin, die eins der vier Majors für sich entscheiden konnte, «ich habe auch nie aufgegeben in meiner Karriere, obwohl ich einige schwere Phasen überstehen musste.»

Dazu gehörten die beiden verlorenen US-Open-Endspiele in den Jahren 2009 und 2014, dazu gehörten die steten Zweifel an ihrer Legitimation, als sie schon einmal Platz eins in der Hackordnung belegt hatte. Dazu gehörte aber auch die in aller Öffentlichkeit ausgetragene Beziehungsgeschichte mit Golfer Rory McIlroy, die mit einer geplatzten Vermählung kurz vor dem Hochzeitstermin endete.

Für Halep war Melbourne jetzt der dritte vergebliche Finalanlauf zu Ruhm und Glück bei den Grand Slams, sie hatte zuvor schon die Endspiele 2014 und 2017 bei den French Open verloren. «Es wird ein Tag kommen, an dem auch ich den Pokal gewinnen kann», sagte die 26-Jährige, «vielleicht klappt es schon im vierten Versuch.» (all)

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