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Wutanfall von Trainer Magnin trotz Überraschungssieg – auch Granit Xhaka flippt aus

Das Fussballwochenende hat es in sich: Der FC Zürich schlägt den FC Basel und macht die Young Boys zum neuen Super-League-Leader, in der Bundesliga verteidigt Borussia Mönchengladbach dank Schweizer Toren von Elvedi und Zakaria die Spitze, bei Arsenal legt sich der Captain mit den eigenen Fans an – und in Kiel passiert in der 2. Bundesliga ganz Kurioses.
Markus Brütsch
FCZ-Präsident Ancillo Canepa muss Trainer Ludovic Magnin (Mitte) zurückhalten, der dem Schiedsrichter die Meinung geigt. (Bild: key)

FCZ-Präsident Ancillo Canepa muss Trainer Ludovic Magnin (Mitte) zurückhalten, der dem Schiedsrichter die Meinung geigt. (Bild: key)

YB trotzt der brutalen Verletzungshexe

Am Schluss flippt Ludovic Magnin wieder einmal aus. Beschwert sich wie ein Bekloppter wegen eines nicht gegebenen Corners beim Schiedsrichter und erhält von diesem die rote Karte. Zumindest am Mittwoch im Cup in Bern gegen YB wird er gesperrt sein. «Das war dumm von mir», sagt der FCZ-Trainer hinterher, «ich hatte nicht bemerkt, dass das Spiel bereits zu Ende war.» Dennoch erscheint er gut gelaunt zum Interview. «Eine Topleistung mit Big Points», lobt Magnin sein Team für den 3:2-Sieg gegen Leader Basel.
Profitiert vom Ausrutscher der gedanklich müde wirkenden Basler haben nach einem 4:2-Heimsieg über Thun die Young Boys, die just zum Abschluss des ersten Saisondrittels wieder die Tabellenführung übernommen haben und weiter ungeschlagen sind. Die Serie des Meisters ist angesichts des unglaublichen Verletzungspechs bewundernswert. Denn die langzeitverletzten Camara, Hoarau, Lauper, Martins, Sierro und Sulejmani sind allesamt Stammspieler. Gegen Thun hat nun auch noch Captain Lustenberger gefehlt; er fällt für einen Monat aus.

Mönchengladbach und seine Schweizer top

Theoretisch «hätte »der Bundesliga-Sonntag mit den Partien Wolfsburg gegen Augsburg und Gladbach gegen Frankfurt aus Schweizer Sicht zu einem Tag der Superlative mit zwölf(!) involvierten Eidgenossen werden können. Weil aber Mehmedi (verletzt), Mbabu und Steffen (beide Ersatzbank) bei Wolfsburg nicht zum Einsatz gelangen, kommen «nur» neun zum Zug. Trainer Schmidt führt die Augsburger mit Lichtsteiner und Vargas zu einem 0:0, danach stehen mit Sommer, Embolo (scheidet nach einer halben Stunde verletzt aus), Zakaria, Elvedi (alle Gladbach) sowie Fernandes und Sow alle Schweizer von Beginn an auf dem Rasen. Die Fohlen gewinnen dank Toren von Elvedi zum 3:1 und Zakaria zum 4:2 und bleiben Leader.
Für die Statistik des Wochenendes sorgt aber ein Pole: Lewandowski trifft auch gegen Union Berlin und ist der erste Spieler in bisher 56 Bundesliga-Jahren, der in den ersten neun Partien mindestens einmal skort. 13 Tore sind es total. Selbst der legendäre Torschützenrekord von «Bomber» Gerd Müller, der 1971/72 40 Treffer erzielt hatte, scheint nicht mehr unerreichbar.

Granit Xhaka (Nummer 34) im Spiel gegen Crystal Palace. Nach seiner Auswechslung lässt er sich von den eigenen Fans provozieren.

Granit Xhaka (Nummer 34) im Spiel gegen Crystal Palace. Nach seiner Auswechslung lässt er sich von den eigenen Fans provozieren.

Granit Xhaka legt sich mit den Fans an

Seit Granit Xhaka, Vizecaptain der Schweizer Nationalmannschaft, im Sommer 2016 von Mönchengladbach zum FC Arsenal transferiert worden ist, steht er in der Kritik. Nicht intern, denn sowohl bei Arsène Wenger als auch beim aktuellen Trainer Unai Emery genoss er ein gutes Standing. Ja, Letzterer hat ihn in dieser Saison sogar zum Captain gemacht. Doch bei den Fans und einem Teil der Medien ist Xhaka untendurch. Im Heimspiel gegen Crystal Place entlud sich beim 27-Jährigen nun der ganze Frust. Nach einer Stunde von Emery vom Platz geholt, musste sich Xhaka Schmähungen und Beleidigungen anhören. Xhaka reagierte mit Flüchen und abschätzigen Gesten gegenüber den eigenen Fans. «Es war ein Fehler von ihm», sagte Emery gegenüber BBC. «Aber wir werden den Vorfall intern besprechen.» Arsenal hinkt den Erwartungen hinterher und liegt nach dem 2:2 gegen Roy Hodgsons Crystal Palace schon zwölf Punkte hinter Leader Liverpool.

Der FC Liverpool ringt starke Spurs nieder

Dank einem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen ein starkes Tottenham wahrt der FC Liverpool die sechs Punkte Vorsprung auf Manchester City. Während der Schweizer Ajeti für West Ham zu einem Kurzeinsatz kommt (1:1 gegen Sheffield), muss Landsmann Schär bei Newcastle (1:1 gegen Wolverhampton) verletzungsbedingt passen.

Aufsteiger Granada nützt Gunst der Stunde

Weil der Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid wegen der Unruhen in Katalonien verlegt worden ist, hat Aufsteiger Granada die Chance, sensationeller Tabellenführer in der Primera Division zu übernehmen. Er nützt sie mit einem 1:0 über Betis Sevilla. Die Andalusier haben das drittkleinste Lohnbudget der Liga.

Nicht gespielt, aber Penalty verschuldet

Eine besondere Kuriosität ereignet sich in der 2. Bundesliga. In Kiel stoppt der ausserhalb des Spielfeldes postierte Ersatzspieler Eberwein auf der Strafraumgrenze einen das Tor verfehlenden Schuss eines Bochumers. Die Verblüffung ist gross, als der Schiedsrichter regelgemäss einen Penalty gegen Kiel verhängt und Eberwein die gelbe Karte zeigt. Immerhin: Kiel hat dennoch 2:1 gewonnen.

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