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Als Granit Xhaka ging, ging es für die Schweizer Fussballer bergab

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft ist mit Granit Xhaka alles. Und ohne ihn nichts. Diese Einschätzung förderten die Ereignisse beim 3:3 gegen die Dänen zutage.
Christian Brägger
Granit Xhaka spielte gegen Dänemark bis zur 79. Minute. Dann kam Djibril Sow. (Bild: Freshfocus)

Granit Xhaka spielte gegen Dänemark bis zur 79. Minute. Dann kam Djibril Sow. (Bild: Freshfocus)

Granit Xhaka hatte der Partie gegen die Dänen bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute den Stempel aufgedrückt. Der Mittelfeldspieler war mit Abstand der beste Schweizer am Dienstagabend in Basel, vielleicht hatte ihn ja die Captainbinde beflügelt oder der gute Ruf des Gegners angespornt.

Ist es stets Xhakas Antrieb, so gut zu spielen, bis sein Vater irgendwann vollends zufrieden ist, dann war dieses EM-Qualifikationsspiel eines, das diesem Wunsch mindestens nahekam. Der 26-Jährige hatte in der Schaltzentrale jedenfalls geliefert, mit Leadership, Kreativität, Spielverständnis. Es war die perfekte Reaktion auf seine mässige Leistung gegen Georgien drei Tage zuvor.

Panik trotz drei Toren Vorsprung

Aber Xhaka bekam mit Fortdauer der Partie offenbar Probleme an den Adduktoren und wollte ausgewechselt werden. Und weil Trainer Vladimir Petkovic dem Anliegen in den Schlussminuten nachkam, entstanden allerorts Probleme, auch für den Coach.

Wer hätte schon ahnen können, dass die elf Schweizer, die im Durchschnitt weniger als 25 Jahre alt waren, auf dem Platz trotz eines 3:0 in Panik geraten, alles bei ihnen auseinanderbricht. Die Frage nach Xhakas Wichtigkeit ist nach einer solchen Partie müssig, aber nicht nur nach einer solchen; umsonst hat er sich bei Arsenal das Urteil «Monster» von den britischen Medien nicht abgeholt, das durchwegs positiv gemeint ist.

Macht Xhaka die Mitspieler besser?

Doch die Mitspieler im Nationalteam müssen sich die Frage gefallenlassen, ob Xhaka sie besser macht. Oder im Umkehrschluss, ob sie schlechter ohne ihren Leitwolf sind. Besonders dann, wenn kein anderer mehr auf dem Platz steht. Remo Freuler sagte, die Schweizer hätten zwar noch über viel Erfahrung auf dem Platz verfügt. Freuler sagte weiter:

«Aber das Selbstvertrauen ist verloren gegangen nach dem Wechsel. Man merkt, wenn Granit auf dem Platz steht.»

Denis Zakaria sagte, Xhaka verleihe den Mitspielern Stabilität. «Und dennoch müssen wir das auch so heimbringen», sagte Goalie Yann Sommer.

Bei all diesen Voten schwingt im Prinzip mit, was im Weltfussball jede Mannschaft braucht, wenn sie etwas bewegen will: Leadership, Haltung, Reife, Wettkampfhärte, Können. Oder mit zwei Wörtern umgemünzt auf die Schweiz: Granit Xhaka.

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