Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Xhaka ist Vater und Seferovic Sieger – der etwas andere Start in die EM-Qualifikation

In Lausanne gibt es einen etwas anderen Start der Schweizer Nationalmannschaft in die wegweisenden EM-Qualifikationsspiele.
Christian Brägger aus Lausanne
Haris Seferovic, Schweizer Spieler des Jahres. (Bild: KEY)

Haris Seferovic, Schweizer Spieler des Jahres. (Bild: KEY)

Granit Xhaka ist in der Nacht auf Montag in London Vater einer gesunden Tochter geworden. Die rund um das Nationalteam beste und schönste Nachricht des Tages, die auf Instagram bis am Abend 175'000 Likes erhielt, folgte Stunden vor dem Zusammenzug der Schweizer in Lausanne, wo sie sich bis Donnerstag auf die nächsten Aufgaben in der EM-Qualifikation vorbereiten.

Es ist deshalb die beste Nachricht, weil der Geburtstermin eigentlich auf dem 13.Oktober lag und damit zwischen den beiden wichtigen Partien gegen Dänemark und Irland. Womit die Gefahr gebannt ist, dass der Denker und Lenker abreisen wird. Wer hätte es ihm verdenken können. Xhaka, am Sonntag mit Arsenal noch gegen Bournemouth beim 1:0 im Einsatz, wird frühestens am Mittwoch erwartet. Womöglich fliegt der 27-Jährige aber am Donnerstag direkt nach Kopenhagen.

Auch sonst startete die Nationalmannschaft um Trainer Vladimir Petkovic am späten Nachmittag anders in die Woche. Das Training auf der Pontaise war öffentlich und damit volks- und vor allem kindernah, ein Vorwurf, der zuletzt wieder laut geworden war, weil es solche Übungseinheiten nicht mehr gegeben hatte. Wobei es sich mehr um ein besseres Aufwärmen von neun Feldspielern, inklusive Captain Stephan Lichtsteiner, und den drei Goalies handelte. Der Rest regenerierte sich aktiv nach den Meisterschaftsspielen vom Wochenende im Club.

SFV-Awards

Spieler des Jahres: Haris Seferovic (Benfica Lissabon). Spielerin des Jahres: Ramona Bachmann (Chelsea). Rookie des Jahres: Ruben Vargas (Luzern). Cupteam des Jahres: FC Basel. Trainer des Jahres: Vladimir Petkovic (Nationalteam). NLA-Spielerin des Jahres: Fabienne Humm (FC Zürich). Schiedsrichter des Jahres: Sandro Schärer. Spezial: Lara Dickenmann (135 Länderspiele, 53 Tore).

Petkovic zum vierten Mal «Trainer des Jahres»

Weil Petkovic in der Vorwoche die Baustellen des Teams proaktiv kommuniziert hatte, blieb der Fokus auf den Feierlichkeiten, die von Verbandsseite mit den Swiss Football Awards am Abend stattfanden. Ins Zentrum des Festzelt-Geschehens auf dem kleinen Lausanner Stadion Juan Antonio Samaranch rückten auf Seite der A-Nationalmannschaft Haris Seferovic und Petkovic: In der Publikumswahl setzte sich Seferovic vor Xhaka und Shaqiri als «Spieler des Jahres» durch, als «Trainer des Jahres» kürte eine Fachjury zum vierten Mal in Folge Petkovic.

Für den in der Öffentlichkeit scheu wirkenden Seferovic, den Torschützenkönig bei Benfica Lissabon der vergangenen Saison, folgte damit auch eine gewisse Genugtuung, nachdem er lange und mit vielen Toren um die Gunst des Schweizer Publikums hatte werben müssen. Seferovic sagte: «Der Preis ist eine Bestätigung. Aber was gewesen ist, ist gewesen. Zuletzt war das sowieso kein Thema mehr. Ich habe meine Leistungen für die Schweiz gebracht.»

Fragen rund um die zwölf Awards gab es dennoch. Denn die Swiss Football League SFL pflegt seit 2014 jeweils im Januar ihr eigenes Gärtlein mit eigenen Preisen für beste Spieler und Trainer ihrer Ligen. Weshalb es mehr als Sinn machen würde, wenn man die beiden Anlässe zusammenlegte und vereinheitlichte. Zudem sind auch die Zeitpunkte der Vergaben diskussionswürdig, da nicht kongruent. Der SFV bewertet eine ganze Saison von Sommer bis Sommer, die SFL jeweils ein ganzes Kalenderjahr. Doch für ein Zusammenkommen müssten sich auch die Hauptsponsoren, zwei Grossbanken, finden.

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.