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YB-Sieg wäre Millionen-Jackpot für FCL

Die Young Boys treffen am Sonntag (14 Uhr, SRF zwei) im Schweizer Cupfinal auf den FC Zürich. Das Spiel hat auch für den FC Luzern eine grosse Bedeutung: Das Geld für die direkte Europa-League-Qualifikation könnte er gut gebrauchen.
Daniel Wyrsch

Der FC Luzern und seine Anhängerschaft werden am Sonntag gebannt nach Bern schauen. Für die Innerschweizer ist der Cupfinal quasi das 43. und letzte Saisonspiel, ohne selber mit dem Team auf dem Platz zu stehen. Denn es geht für den FCL um sehr viel: Gewinnt Meister Young Boys gegen den FC Zürich und holt somit das Double, dann ist der FC Luzern als Dritter der Meisterschaft direkt für die Europa League qualifiziert.

Neben dem sportlichen Erfolg, erstmals an der Gruppenphase der Europa League teilzunehmen, ist dieser inter­nationale Wettbewerb für Luzern auch finanziell sehr interessant. 2,9 Millionen Euro (umgerechnet 3,48 Millionen Franken) beträgt in der neuen Saison allein das Startgeld des europäischen Fussballverbandes Uefa.

Falls sich YB die Cup-Trophäe sichert, macht sich FCL-Trainer Gerardo Seoane sogar Hoffnungen, dass der abwanderungswillige Mittelfeldchef Hekuran Kryeziu (25) doch noch zu einem Verbleib in Luzern bewegt werden könnte. «Heki» habe noch keinen Entscheid gefällt, sagte Seoane bei Tele 1. Pikant: Mit Cupfinalist FC Zürich soll der Schweiz-Kosovare über einen ablösefreien Wechsel einig sein. Kryeziu scheint nun gemäss Seoane abzuwarten, ob der FCL oder der FCZ im Herbst in der Europa League spielt. Würde Zürich Cupsieger, müsste Luzern in der 3. Qualifikationsrunde einsteigen, also zunächst zwei Gegner ausschalten, um an der Europa League teilzunehmen.

Seoanes Wunsch für das Luzerner Volk

Mutiert Trainer Seoane für den Cupfinal kurzzeitig zum YB-Fan? «Nein, ich bleibe FCL-Fan. Doch für das Luzerner Volk wünsche ich mir natürlich einen YB-Sieg, damit wir die direkte Europa-League-Teilnahme schaffen», sagt der Coach. Er spricht von einer «sportlichen Superaffiche» im Cupfinal. «Ich wünsche beiden Teams viel Glück. Der FCZ hat auch viel geleistet, um im Endspiel zu stehen.»

Luzern-Sportkoordinator Remo Meyer sagt, er werde den Cupfinal entspannt am TV schauen. «Die Leistung unserer Mannschaft in der Rückrunde steht für mich im Vordergrund.» Aber natürlich ist dem Kaderplaner bewusst, um wie viel es für seinen Verein geht: «Klar wäre es für uns auch wirtschaftlich interessant, wenn YB gewinnen würde.» Fakt ist: In der Gruppenphase der Europa League gibt es – neben dem Startgeld – über 430 000 Franken pro Sieg und über 140 000 Franken pro Unentschieden. Geld, das der nicht gerade auf Rosen gebettete FCL gut gebrauchen könnte.

Meyer und Schneuwly erwarten topmotivierte Young Boys

Meyer, zweifacher österreichischer Meister mit Red Bull Salzburg, befürchtet nicht, dass die YB-Stars nach den vielen Feierlichkeiten um den ersten Meistertitel seit 32 Jahren zu wenig Spannung für den Cupfinal aufbauen können: «Der YB-Triumph wurde in Bern sicher ausgiebig gefeiert, aber für die Spieler geht es um einen weiteren Titel auf der Visitenkarte, dafür werden sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um den Pokal im Stade de Suisse zu behalten.» Ähnlich sieht die Ausgangslage FCL-Profi Christian Schneuwly. Der 30-jährige Routinier stammt aus der Region Bern/Fribourg, deren Herz für Gelb-Schwarz schlägt. Schneuwly spielte mehrere Saisons für YB und weiss, wie der Verein tickt. «Im Cupfinal hat YB die Chance, erstmals seit 60 Jahren wieder das ­Double zu holen. Die Spieler würden in die Geschichte eingehen, wenn sie das schaffen.» Darum ist Schneuwly überzeugt, dass bei YB alle extrem motiviert sein werden. Er selber ist mit seiner Familie in den Ferien, aus der Ferne «müssen wir schauen, wer gewinnt».

FCL-Präsident Philipp Studhalter könnte als Mitglied im Komitee der Swiss Football League (SFL) dem Match in Bern beiwohnen. Er wusste vorgängig noch nicht, ob er ins Stadion geht. «Wichtig ist, dass wir uns als FC Luzern beim Cupfinal zwischen YB und dem FCZ nicht parteiisch, sondern sportlich neutral verhalten.» Auch wenn er am Sonntag gespannt ins Stade des Suisse schaut, sei der eigene Weg das Wichtigste. «Entscheidend ist nicht die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League, entscheidend ist, wie wir unsere Mannschaft weiterentwickeln.»

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