Fussball
Eine Familie, eine Passion – der Fussball: Die Bühler-Brüder aus Altishofen wollen mit dem FC Schötz Grosses erreichen

Massimo Bühler (20) kehrt vom FC Luzern U21 zu seinem Stammverein Schötz zurück und trifft dort auf seinen älteren Bruder Nando (23).

René Leupi
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Massimo (links) und Nando Bühler wollen mit dem FC Schötz einen Schritt vorwärtsmachen.

Massimo (links) und Nando Bühler wollen mit dem FC Schötz einen Schritt vorwärtsmachen.

Bild: Roger Grütter (Kriens, 30. Juli 2022)

«Es war schon immer mein Wunsch, einmal mit Massimo zusammenzuspielen. Cool, dass der Wechsel geklappt hat», freut sich Nando Bühler auf die neue Saison. Dabei sind die Karrieren der Bühler-Brothers ganz und gar nicht synchron verlaufen. Während Nando, der ältere, über die zweite Mannschaft des FC Schötz (3. Liga) und einem einjährigen Engagement beim FC Willisau (2. Liga inter), den Sprung in die 1. Liga schaffte, wählte Massimo den Weg über die Nachwuchsausbildung beim SC Kriens (U15/U16) und FC Luzern (U17/U18/U21).

Die Leidenschaft Fussball ist der Familie Bühler aus Altishofen in die Wiege gelegt worden. Vater Gody spielte Mitte der 1980er-Jahre beim FC Schötz und war beim dritten Schötzer Aufstieg in der Vereinsgeschichte in die 2. Liga (1986) mittendrin. Fünf seiner sechs Kinder erbten sein Fussballgen, und sie allesamt erlernten das Fussball-Abc beim Hinterländer Traditionsverein FC Schötz. Yannick (32), der älteste, spielt in der 2. Mannschaft des FC Schötz, Romina (28) steht im Kader des 1.-Ligisten FC Luzern, Luana (26) ist Schweizer Nationalspielerin und bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag. Einzig Tochter Alessia (30) hat sich dem Tennis verschrieben.

«Wir alle hatten zu Hause schon früh den Ball am Fuss», blickt der 23-jährige Nando auf die Jugendzeit zurück. Da beide noch zu Hause bei ihren Eltern wohnen, ist das Thema Fussball auch am Esstisch omnipräsent. Neben dem Fussball setzen beide auch auf ihre Ausbildung. Nando beginnt im September in Bern sein Master-Studium (BWL). Massimo hat im letzten Sommer seine Maturität gemacht und leistet bis Ende Februar 2023 Zivildienst in der Schule Eschenbach. Danach ist ein Studium in Richtung Architektur oder Wirtschaft geplant. Der Werdegang der beiden könnte unterschiedlicher nicht sein, so auch die Rollen auf dem Fussballplatz.

Massimo Bühler, der Techniker

Für den 20-jährigen Massimo ist die Rückkehr nach Schötz eine Selbstverständlichkeit, aber auch ein Neuanfang nach neun Jahren Ausbildung in den verschiedenen U-Auswahlen. Hier, bei seinem Stammverein will er sich Spielpraxis holen, um vielleicht später doch noch in einer höheren Liga Fuss fassen zu können. Massimo ist der Techniker, trickreich, abschlussstark und fühlt sich in der Offensive zu Hause. «Es ist ein schönes Gefühl, Tore zu schiessen oder einen Assist zu einem Tor gespielt zu haben», sagt der 20-Jährige. Und er ist überzeugt, der Mannschaft mit seiner Übersicht und seiner Abschlussstärke helfen zu können. Und auch für die bevorstehende Saison hat er ein positives Gefühl:

«Wir verfügen über ein starkes Team, ich bin überzeugt, dass wir im vorderen Drittel mitspielen können.»

Nando Bühler, der Kämpfer

Für Nando ist es der nächste Schritt in seiner noch jungen Karriere. Der lauf- und kampfstarke 23-Jährige sieht seine Position im defensiven Mittelfeld und bezeichnet sich selber als typischen Sechser, der Lücken schliesst und auch dorthin geht, wo es wehtut. Eigenschaften, die er schon in der vergangenen Rückrunde auf den Rasen brachte und sich so einen Stammplatz erkämpft hatte. Ein Leistungsschub, den er auf seine Ausbildung zurückführt. Während der Bachelor-Ausbildung wählte er das Freifach Sport:

«Die polysportiven Aktivitäten förderten meine Fitness und meine Beweglichkeit, was sich nun beim Fussball auszahlt.»

Und auch er sieht dem Saisonstart gelassen entgegen: «Wir verfügen über eine coole Truppe, wollen gegenüber der letzten Saison einen Schritt vorwärtsmachen und den siebten Rang aus der letzten Saison zumindest bestätigen.»

Vorfreude auf das Cupspiel ist gross

Auf das grosse Highlight, den Cupmatch gegen den FC Luzern (Samstag, 20. August, 15.30 Uhr) angesprochen, reagieren beide (noch) verhalten, der Saisonstart hat bei beiden erste Priorität. «Wir wollen uns mit einem guten Start gegen Bassecourt und Delémont ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen holen», sagt Massimo, um dann doch ins Schwärmen zu kommen:

«Natürlich ist die Vorfreude gross, zumal ich bis im Sommer noch in Luzern gespielt habe und in diesem Spiel auf frühere Mitspieler, wie zum Beispiel Ardon Jashari, treffen werde.»

Dieses Spiel sei noch weit weg, so Nando, «wichtig ist ein guter Start und dass wir unsere Fortschritte, die wir in der Vorbereitung erzielt haben, von Beginn weg bestätigen können». Das Cupspiel sei dann das Dessert nach dem Saisonstart.

1. Liga, Gruppe 2
1. Runde. Samstag. 16.00: Köniz – Delémont, Thun Berner Oberland U21 – Langenthal, Wohlen – Münsingen, Muri AG – Neuchâtel Xamax U21, Black Stars Basel – Dornach. – 17.00: Concordia Basel – Rotkreuz, Bassecourt – Schötz. – 18.00: Emmenbrücke – Solothurn.