Leichtathletik
Für internationale Meriten reicht es Lars Wolfisberger noch nicht

Der Obwaldner Hammerwerfer Lars Wolfisberg stellt an der U20-WM einen Schweizer Rekord auf.

Jörg Greb
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Der 19-jährige Lars Wolfisberg setzt seinen Steigerungslauf fort.

Der 19-jährige Lars Wolfisberg setzt seinen Steigerungslauf fort.

Bild: Nadia Schärli

An den U20-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Cali (Kolumbien) rief der Obwaldner Lars Wolfisberg sein Leistungsvermögen ab. Erkennen musste er aber auch, wie hoch das internationale Niveau ist.

Wolfisberg schleuderte den 6-Kilo-Hammer auf 69,81 m – Schweizer Rekord in der U20-Kategorie. Um nicht weniger als 64 cm verbesserte er seine eigene Bestmarke. Der 19-jährige Saisonaufsteiger setzte damit seinen eindrücklichen Steigerungslauf fort. In acht seiner zehn Wettkämpfe konnte sich Wolfisberg verbessern.

Knackt er die magische Grenze in dieser Saison?

Im Winter hatte er mit 61,10 m begonnen, Mitte Mai war er bereits bei 67,00 m angelangt. In vier weiteren Schritten gelangte er nun auf seinen Fast-70-m-Wert. Gut möglich, dass diese magische Grenze noch in dieser Saison fällt. Allerdings – und das hat Lars Wolfisberg in Kolumbien vor Augen geführt bekommen: Für internationale Meriten reicht sein Niveau noch nicht. Mit seiner Weite schied er in der Qualifikation als 18. aus. Nur fünf Widersacher liess er hinter sich. Die Goldmedaille ging mit 79,11 m weg, Silber und Bronze mit 76,33 respektive 76,32 m.

Sein Potenzial nicht ganz abrufen konnte Zehnkämpfer Lars Mäsing vom TV Brunnen. Mit seinen 6742 Punkten belegte er Position 19 (von 21).

Mäsings Team- und Zimmerkollege Andrin Huber kam mit 7398 Punkten auf Platz 11. Für die Medaillen waren 7622 Punkte nötig, für Gold 7860. Zum Vergleich: Simon Ehammers Schweizer Rekord in der Kategorie U20 steht bei 7851 Punkten.