Langlauf

Zentralschweizer Langläufer begeben sich an der SM auf Medaillenjagd

Am ersten Schweizer Meisterschaftswochenende in Sedrun gibt es vielversprechende Athleten aus der Innerschweiz.

Jörg Greb
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Mit ihm ist in Sedrun zu rechnen: Der Obwaldner Janik Riebli hat sich der Weltelite angenähert.

Mit ihm ist in Sedrun zu rechnen: Der Obwaldner Janik Riebli hat sich der Weltelite angenähert.

Federico Modica/Freshfocus

Die Vorfreude ist riesig. «Das ist der erste Teil des Saisonhöhepunktes», sagt Franco Hartmann. Der Elite- und U20-Verantwortliche Langlauf des Zentralschweizer Skiverbandes (ZSSV) spricht von den Schweizer Titelkämpfen in Sedrun. Am Samstag steht das Einzelstartrennen in der freien Technik an, am Sonntag die Verfolgung in der klassischen Technik.

Franco Hartmann, Verantwortlicher Langlauf beim ZSSV.

Franco Hartmann, Verantwortlicher Langlauf beim ZSSV.

PD

Um die wichtigsten Rennen des Winters handelt es sich indes nicht für alle. Die Allerbesten, etwa die Luzerner Tour-de-Ski-Elfte Nadine Fähndrich oder Dario Cologna, der Urner Roman Furger, Beda Klee, Jonas Baumann und Candide Pralong gönnen sich Erholungstage nach den acht kräftezehrenden Rennen innert zehn Tagen. Die Abwesenheit dieser Aushängeschilder ermöglicht jedoch allen anderen die Möglichkeit zur Profilierung. «Wir haben zahlreiche Kandidaten für Topränge», sagt Hartmann. An den Obwaldner Janik Riebli aus Giswil denkt er. Der 22-Jährige hat sich in dieser Saison im Sprint der Weltelite markant angenähert. Zusammen mit dem ein Jahr jüngeren Cyril Fähndrich – er gab Mitte Dezember sein Début auf Stufe Weltcup und war auch beim Start zur Tour de Ski im Münstertal dabei – und mit Avelino Näpflin (21/Beckenried-Klewenalp) werden sich drei Swiss-Ski-Kaderathleten präsentieren. Sie haben bei ihren bisherigen Renneinsätzen im Goms Mitte Dezember und in Campra kurz vor dem Jahreswechsel gezeigt, dass sie weit nach vorne gerückt sind in der Hierarchie.

Es geht nicht nur um die grossen Erfolge

Bei den Frauen dürfte sich der Blick vor allem auf die Engelbergerin Lea Fischer (22) richten. Eine heisse Kandidatin für die Topränge ist zudem die erst 16-jährige Marbacherin Ramona Schöpfer bei den U18. Aus Sicht von Franco Hartmann aber geht es nicht allein um die grossen Erfolge. Der Bündner, der im Juli zum ZSSV gewechselt hat, sagt: «Wir gleisten Wege durch diesen speziellen Winter auf und schätzen und geniessen es nun, dass wir Rennen bestreiten dürfen.» Schwierig für ihn und die weiteren Coaches im Regionalverband und in den Klubs ist die Frage, wer zu den Profis gehört und wer starten darf und wer nicht. Grundsätzlich aber hält er fest: «Wir sind gut aufgestellt und unser Betrieb läuft professionell. Das bietet eine optimale Grundlage.»

Sowohl das Einzelstartrennen vom Samstag wie auch die Verfolgung am Sonntag lässt sich via Livestream direkt verfolgen – jeweils ab 9.45 Uhr über surselva-marathon.ch. Zuschauer vor Ort sind keine zugelassen.