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Bei den Fortitudo-Handballer passt zu vieles passt nicht zusammen

Die NLA-Spieler von Fortitudo Gossau bestätigen die gute Leistung aus der ersten Meisterschaftsrunde nicht und unterliegen Suhr Aarau 23:33. Gossau hätte noch höher verlieren können.
Fritz Bischoff
Samuel Weingartner war am Samstag mit sieben Treffern der beste Torschütze der Gossauer. Trotzdem gab es eine Heimniederlage. (TAGBLATT/Benjamin Manser)

Samuel Weingartner war am Samstag mit sieben Treffern der beste Torschütze der Gossauer. Trotzdem gab es eine Heimniederlage. (TAGBLATT/Benjamin Manser)

Fortitudo Gossau konnte in seiner zweiten Saisonpartie den positiven Eindruck aus der ersten Runde mit dem 27:27 gegen den RTV Basel in seinem ersten Heimspiel gestern Abend nicht bestätigen. Vor allem enttäuschte gegen Suhr Aarau der neuverpflichtete Patrik Hruscak, der im Auftaktspiel acht Tore geworfen hatte.

Nur zwei Tore des Ausländers

Der 2,06 Meter grosse Slowake vermochte dem Gossauer Spiel keinerlei Impulse zu vermitteln, ja er wirkte mehrheitlich weit mehr als ein den Spielfluss hemmender Faktor. Der Linkshänder enttäuschte einerseits mit seiner Wurfausbeute von nur zwei Toren aus acht Versuchen und zusätzlichen drei Fehlern, anderseits aber vor allem dadurch, dass er für die Angriffsgestaltung zu wenig positive Akzente zu setzen vermochte.

Keine Schuldzuweisung

So war es die logische Folge, dass die Gossauer erst in der Schlussviertelstunde zu einem druckvolleren und flüssigeren Spiel fanden, das ihren Rückstand nicht weiter ansteigen liess. In dieser Phase der Partie hatte Hruscak auf der Auswechselbank Platz nehmen müssen.

Gossaus Captain Gabriel Würth wollte nach dem Spiel die Schuld für die Niederlage keineswegs im mangelhaften Auftritt seines neuen Teamkollegen sehen. «Unsere Angriffsleistung als Ganzes war unbefriedigend», sagte er.

Schon vor der Pause zehn Tore Rückstand

Das sah auch der siebenfache Torschütze Samuel Weingartner so: «Wir entwickelten in der Offensive gegen die sehr gut agierende Deckung der Aarauer viel zu wenig Druck, um den Gegner in Schwierigkeiten bringen zu können.» Dieses Problem offenbarte sich schon früh.

Das Heimteam lag nach einer Viertelstunde bereits 2:6 zurück, in der 20. Minute stand das Skore bei 4:11, und als der Vorsprung der Gäste kurz vor der Pause bei zehn Treffern (7:17) angelangt war, konnte es für Fortitudo in der zweiten Halbzeit nur noch um eine Schadensbegrenzung gehen. Dies gelang und stellte dem Team so immerhin bezüglich seiner kämpferischen Einstellung ein positives Zeugnis aus.

Anfälligkeit auf Gegenstösse

Einer der wichtigsten Negativpunkte im Spiel der Gossauer war seine Anfälligkeit auf die Gegenstösse des Gegners. Nach schwachen Abschlüssen oder einem der zu zahlreichen 18 Fehler waren die Gastgeber der schnellen Angriffsauslösung des HSC Suhr Aarau nicht gewachsen. So kamen die Gäste zu zwölf Gegenstoss­toren, wogegen es Fortitudo gerade einmal auf deren vier – allesamt in der Schlussphase der Partie – brachte.

Die Erkenntnis des Captains

«Wenn wir diese Differenz betrachten, so ist wohl der Hauptfaktor unserer Niederlage gefunden, denn defensiv agierten wir ansonsten gar nicht so schlecht», sagte Würth weiter. Damit lag der Teamsenior absolut richtig, gestand aber auch ein, dass sein Team auf die Stärken des Gegners nur bedingt hatte reagieren können. Es war unverkennbar, dass die taktische Ausrichtung der Gossauer gestern Abend nicht passte.

Strategie und Abgeklärtheit fehlen

Zum einen wurden die Direktiven des neuen Trainers Markus Klemencic wohl zu wenig umgesetzt, zum andern aber fehlten die richtungsändernden Impulse von der Bank aus. Dies erwirkte zeitweise den Eindruck einer gewissen Ratlosigkeit, die sich auch darin manifestierte, dass die zur Verfügung stehenden Auszeiten nicht genutzt wurden. Eine deutliche Strategie und Abgeklärtheit fehlten Fortitudo Gossau in seinem zweiten Meisterschaftsspiel gegen einen an und für sich soliden, jedoch nicht übermächtigen Gegner noch.

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