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ZÜRICH: 109 Athleten am Start, fünf Medaillen als Ziel

109 Athleten stehen im Schweizer Aufgebot für die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro. Vom grössten Team seit 1996 werden mindestens fünf Medaillen erwartet. Das Ziel scheint verhältnismässig tief angesetzt.
Ralph Stöckli, der Schweizer Chef de mission, rechnet bei den ersten Sommerspielen auf südamerikanischem Boden mit fünf Medaillen (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

Ralph Stöckli, der Schweizer Chef de mission, rechnet bei den ersten Sommerspielen auf südamerikanischem Boden mit fünf Medaillen (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

Stefan Baumgartner (sda), Luterbach

18 Tage vor der Eröffnungsfeier im Maracanã-Stadion lancierte Swiss Olympic mit der Bekanntgabe des Aufgebots im Lager eines Sponsors in Luterbach den eigenen Olympia-Countdown. Am Montagabend wurden die letzten 20 Sportlerinnen und Sportler dem Veranstalter und den entsprechenden Gremien gemeldet. Durch diese Nominierungen steigt die Zahl der Schweizer Vertreter an den ersten Olympischen Spielen in Südamerika auf 109. Das entspricht der höchsten Anzahl seit den 115 von Atlanta vor 20 Jahren. Damals (Handball) wie vor vier Jahren in London (total 102/Fussball) waren jeweils Teamsportler dabei.

Ralph Stöckli, der die Vorbereitung auf seine ersten Olympischen Spiele als «Chef de mission» weitgehend abgeschlossen hat, will den Vorwurf nicht gelten lassen, auf Quantität statt Qualität zu setzen. «Im Fechten, Kunstturnen oder Rudern sind diesmal Teams respektive andere Bootsklassen dabei. Das führt automatisch zu mehr Teilnehmern.»

Seine Kandidaten hatte Swiss Olympic im Vorfeld des Selektionsprozesses in drei Kategorien unterteilt: in Medaillen- und Diplomanwärter, in «junge Wilde», die im Hinblick auf Tokio 2020 Olympia-Erfahrungen sammeln sollen, sowie in jene, die zur erweiterten Weltspitze gehören und «Botschafter der Schweiz und ihrer jeweiligen Sportart sein sollen» (Stöckli).

Qualitativ gut besetzt ist die Schweiz in diversen Disziplinen. Allein die verschiedenen Konstellationen im Tennis mit Einzel, Doppel und Mixed sind ziemlich erfolgversprechend. Zu den potenziellen Kandidaten für einen Podestplatz gehören auch die Mountainbiker Nino Schurter und Jolanda Neff, die Springreiter, die Fechter (beide im Einzel und Team), der Leichtgewichts-Vierer im Rudern oder die Triathletin Nicola Spirig. Dazu kann auch im Schiessen oder im Segeln mit Edelmetall geliebäugelt werden.

Beobachtungen und Statistiken zeigen, dass es drei potenzielle Medaillenkandidaten braucht, um einmal Edelmetall zu holen. Insofern liegt Stöckli mit seiner Aussage von «mindestens fünf Medaillen, das 'Mindestens' aber doppelt unterstrichen», sicher nicht falsch. Der Delegationschef unternahm in Luterbach einiges, um nicht zu hohe Erwartungen zu kommunizieren. Er sieht die Vorgabe mit dem Hinweis auf die Verdichtung des Niveaus an der Weltspitze nicht als «defensiv, sondern realistisch». Zudem betonte er nach dem Rückgang von 20 auf 10 Top-8-Klassierungen in London, dass Diplomränge ebenso wichtig seien.

Und Stöckli stellte eine Gegenfrage: «Bedeuten diese vier Medaillen in London, dass wir erfolgreich waren oder nicht? Was blieb uns von damals? Braucht es wirklich Medaillen, um Geschichte zu schreiben?» Die Antwort darauf lieferte er nach, indem er erfreuliche und weniger erfreuliche Beispiele nannte: Roger Federers epischen Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro, Fabian Cancellaras Sturz, Nicola Spirigs Fotofinish oder Nino Schurter, der kurz vor dem Ziel als Führender überholt wurde. «Ich verspreche Ihnen, dass wir auch in Rio wieder tolle Geschichten schreiben werden.»

Die Zusammensetzung der Schweizer Equipe, die in 16 von 28 Sportarten vertreten sein wird, bezeichnete Stöckli als «interessante Mischung». Die Jüngste, die talentierte Golferin und Debütantin Albane Valenzuela, ist erst 18-jährig, der Älteste, Springreiter Paul Estermann, 53-jährig. Letzterer ist einer von nur 33 Athleten mit Olympia-Erfahrung. Diesbezüglich führend ist Roger Federer, der in Rio de Janeiro bereits zum fünften Mal in Folge um olympisches Edelmetall spielt. Die Triathleten Spirig und Sven Riederer sowie der Ende Saison abtretende Radfahrer Fabian Cancellara sind zum vierten Mal dabei.

Die Golferinnen Albane Valenzuela (links) und Fabienne In-Albon bei der Kleiderprobe für die Olympischen Spiele in Rio in Luterbach. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Die Stabhochspringerin Nicole Büchler (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Der Luzerner Ruderer Mario Gyr (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Triathletin Nicola Spirig (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Die Badmintonspielerin Sabrina Jaquet (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Kunstturnerin Giulia Steingruber (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Beachvolleyballerin Isabelle Forrer (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Ruderer Barnabe Delarze (links) schaut sich die Kleidung mit einem Teamkollegen an. (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Ruderer Daniel Wiederkehr (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Ruderer Nico Stahlberg (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Kerstin Warnke, Chief Medical Officer Swiss Olympic, impft einen Athleten. (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Kunstturner Christian Baumann (links) und Oliver Hegi (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Welche Sonnenbrille passt am besten? Die Kunstturner Eddy Yusof (links) und Benjamin Gischard (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Beachvolleyballerin Joana Heidrich (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Beachvolleyballerin Anouk Verge-Depre (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Beachvolleyballerin Nadine Zumkehr (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Leichtathlet Christian Kreienbühl (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Die Kanuten Lukas (links) und Simon Werro (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Der Judoka Ludovic Chammartin (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Sind bereit für Rio: Die Judokas Evelyne Tschopp, Ciril Grossklaus und Ludovic Chammartin (von links). (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, bei der Schuhprobe. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
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Einkleidung für Olympische Spiele

Nicola Spirig, Gold im Triathlon, 2012 in London. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Steve Guerdat, Gold im Springreiten Einzel, 2012 in London. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Roger Federer, Silber im Tennis Einzel, 2012 in London. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Nino Schurter, Silber im Mountainbike, 2012 in London. (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)
Fabian Cancellara, Gold im Zeitfahren und Bronze im Strassenrennen, 2008 in Peking. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Roger Federer (links) und Stan Wawrinka, Gold im Tennis-Doppel, 2008 in Peking. (Bild: AP/ Diego Azubel)
Sergei Aschwanden, Gold im Judo bis 90 Kilogramm, Peking 2008. (Bild: Keystone / Alessandro della Bella)
Nino Schurter, Bronze im Mountainbike, 2008 in Peking (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Karin Thürig, Bronze im Zeitfahren, 2008 in Peking. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Marcel Fischer, Gold im Degen Einzel, 2004 in Athen. (Bild: Keystone / Eddy Risch)
Bruno Risi (links) und Franco Marvulli, Silber Bahn Madison, 2004 in Athen. (Bild: Keystone / Gero Breloer)
Patrick Heuscher (links) und Stefan Kobel, Silber im Beachvolleyball, 2004 in Athen. (Bild: AP / Dave Martin)
Karin Thürig, Bronze im Zeitfahren, 2004 in Athen (Bild: Keystone / Gero Breloer)
Sven Riederer, Bronze im Triathlon, 2004 in Athen. (Bild: Keystone / Eddy Risch)
Brigitte McMahon (rechts), Gold im Triathlon sowie Magali Messmer, Bronze im Triathlon, 2000 in Sydney. (Bild: Keystone / Fabrice Coffrini)
Lesley McNaught, Markus Fuchs, Beat Mändli und Willi Melliger, Silber im Springen Mannschaft, 2000 in Sydney. (Bild: AP / Christine Nesbitt)
Gianna Hablützel-Bürki, Sophie Lamon and Diana Romagnoli (von links), Silber im Degen Mannschaft, sowie Gianna Hablützel-Bürki, Silber im Degen Einzel, Sydney 2000 (Bild: Keystone / Fabrice Coffrini)
Xeno Müller, Silber im Skiff, 2000 in Sydney. (Bild: Keystone / Fabrice Coffrini)
Barbara Blatter, Silber im Mountainbike, 2000 in Sydney. (Bild: Keystone / Fabrice Coffrini)
Michel Ansermet, Bronze 25m Pistole Schnellfeuer, 2000 in Sydney. (Bild: AP / Michael Probst)
Christoph Sauser, Bronze im Mountainbike, 2000 in Sydney. (Bild: Keystone / Patrick B. Krämer)
Heinz Frei, Bronze über 1500m Rollstuhlrennen Exhibition, 2000 in Sydney. (Bild: Keystone / Franceo Greco)
Pascal Richard, Gold im Strassenrennen, Atlanta 1996. (Bild: AP / Lionel Cironneau)
Donghua Li, Gold im Pferdpauschen, 1996 in Atlanta. (Bild: Keystone / Christoph Ruckstuhl)
Xeno Müller, Gold im Skiff, 1996 in Atlanta. (Bild: Keystone / Christoph Ruckstuhl)
Michael (links) und Markus Gier, Gold im Leichtgewichts-Doppelzweier, 1996 in Atlanta. (Bild: AP / David J. Philip)
Thomas Frischknecht, Silber im Mountainbike, 1996 in Atlanta. (Bild: AP / Lionel Cironneau)
Willi Melliger, Silber im Springen Einzel, 1996 in Atlanta. (Bild: Keystone / Christoph Ruckstuhl)
Ingrid Haralamow, Daniela Baumer, Sabine Eichenberger und Gabi Müller (von links), Silber im Kajak-Vierer, 1996 in Atlanta. (Bild: AP / Frank Augstein)
Marco Rosset, Gold im Tennis Einzel, 1992 in Barcelona, nach Sieg im Final gegen Jordi Arese (7:6, 6:4, 3:6, 4:6, 8:6). (Bild: Keystone / Str)
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Schweizer Medaillen an Olympischen Sommerspielen

Das Schweizer Olympia-Aufgebot für Rio de Janeiro

Die definitiven Selektionen von Swiss Olympic für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro (109 Athletinnen und Athleten). Die fettgedruckten Namen sind von Rio-Athleten aus der Zentralschweiz:

Badminton (1): Sabrina Jaquet (Biel).

Beachvolleyball (4): Isabelle Forrer (Oberaach), Joana Heidrich (Kloten), Anouk Vergé-Dépré (Bern), Nadine Zumkehr (Bellmund).

Fechten (5): Peer Borsky (Rüti ZH), Tiffany Géroudet (Champlan), Max Heinzer (Immensee), Fabian Kauter (Bern), Benjamin Steffen (Basel).

Golf (2): Fabienne In-Albon (Oberägeri), Albane Valenzuela (Vésenaz).

Judo (3): Ludovic Chammartin (Freiburg), Ciril Grossklaus (Windisch), Evelyne Tschopp (Muttenz).

Kanu (3): Lukas Werro (Basel), Simon Werro (Magglingen), Fabio Wyss (Rapperswil-Jona/Buochs).

Leichtathletik (17): Sarah Atcho (Cugy), Tadesse Abraham (Genf), Selina Büchel (Wil SG), Nicole Büchler (Biel), Ajla Del Ponte (Losone), Petra Fontanive (Zürich), Kariem Hussein (Tägerwilen), Mujinga Kambundji (Liebefeld), Salomé Kora (Arnegg), Christian Kreienbühl (Rüti ZH), Marisa Lavanchy (Lausanne), Maja Neuenschwander (Rubigen), Angelica Moser (Andelfingen), Clélia Rard-Reuse (Fully), Fabienne Schlumpf (Wetzikon), Ellen Sprunger (Ittigen), Lea Sprunger (Ittigen).

Mountainbike (5): Mathias Flückiger (Leimiswil), Lars Forster (Jona), Linda Indergand (Silenen), Jolanda Neff (Thal), Nino Schurter (Chur).

Rad (12). Bahn: Olivier Beer (Lussy-sur-Morges), Silvan Dillier (Ehrendingen), Frank Pasche (Savigny), Théry Schir (Prilly), Gaël Suter (Villeneuve), Cyrille Thièry (Lausanne). BMX: David Graf (Winterthur). Strasse: Michael Albasini (Wil), Fabian Cancellara (Bern), Steve Morabito (Monthey), Jolanda Neff (Thal), Sébastien Reichenbach (Martigny).

Reiten (8). Dressur: Marcela Krinke Susmelj (Ebikon). Concours Complet: Ben Vogg (Radolfzell/GER), Felix Vogg (Radolfzell/GER). Springen: Romain Duguet (Muri bei Bern), Paul Estermann (Hildisrieden), Martin Fuchs (Wängi), Steve Guerdat (Herrliberg), Janika Sprunger (Bubendorf).

Rudern (11): Mario Gyr (Luzern), Simon Niepmann (Zug), Simon Schürch (Schenkon), Lucas Tramèr (Puplinge), Jeannine Gmelin (Uster), Michael Schmid (Luzern), David Wiederkehr (Baden), Barnabé Delarze (Lausanne), Augustin Maillefer (Renens), Roman Röösli (Neuenkirch), Nico Stahlberg (Luzern). - Ersatz (3): Markus Kessler (Schaffhausen), Fiorin Rüedi (Zürich), Joël Schürch (Sursee).

Schiessen (4): Nina Christen (Wolfenschiessen), Heidi Diethelm Gerber (Märstetten), Sarah Hornung (Büren an der Aare), Jan Lochbihler (Holderbank).

Schwimmen (8): Jérémy Desplanches (Bernex), Noémie Girardet (Genolier), Alexandre Haldemann (Meyrin), Yannick Käser (Mumpf), Sasha Touretski (Minusio), Maria Ugolkova (Zürich), Martina van Berkel (Winkel), Danielle Villars (Gockhausen).

Segeln (9): Yannik Brauchli (Zürich), Nathalie Brugger (Ependes), Matias Bühler (Barcelona), Lucien Cujean (Versoix), Linda Fahrni (Faulensee), Mateo Sanz Lanz (San Francisco Javier/ESP), Romuald Hausser (Genf), Sébastien Schneiter (Anières), Maja Siegenthaler (Spiez).

Synchronschwimmen (2): Sascia Kraus (Thalwil), Sophie Giger (Uster).

Tennis (6): Timea Bacsinszky (Lausanne), Belinda Bencic (Wollerau), Martina Hingis (Feusisberg), Viktorija Golubic (Zürich), Roger Federer (Bottmingen), Stan Wawrinka (Coppet).

Triathlon (4): Jolanda Annen (Schattdorf), Sven Riederer (Wallisellen), Andrea Salvisberg (Hasle-Rüegsau), Nicola Spirig (Bachenbülach).

Turnen (6): Christian Baumann (Leutwil), Pablo Brägger (Oberbüren), Benjamin Gischard (Herzogenbuchsee), Oliver Hegi (Magglingen), Giulia Steingruber (Gossau), Eddy Yusof (Bülach).

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