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ZUG 94: Zuger Fussballspieler sieht positiv in die Zukunft

Kevin Vögeli (25) liess sich von falschen Versprechungen ködern und fiel in ein tiefes Loch. Beim Erstligisten Zug 94 sieht er nun wieder einen Silberstreifen am Horizont.
Martin Mühlebach
Kevin Vögeli hat wieder Spass am Fussball. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8. März 2018))

Kevin Vögeli hat wieder Spass am Fussball. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8. März 2018))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Im Alter von erst 22 Jahren beschloss Kevin Vögeli, seine Fussballschuhe für immer an den Nagel zu hängen. Doch drei Jahre später verspürte der Stürmer plötzlich wieder das Verlangen, in einem 1.-Liga-Klub auf Torjagd zu gehen. «Im Internet bin ich auf eine Annonce von Zug 94 gestossen. Ich habe dem Trainer Roli Widmer angerufen und mein Interesse an einer Verpflichtung mitgeteilt.» Dieser habe ihn nach seiner bisherigen Fussballkarriere befragt und ihm die Chance zum Probetraining geboten, erzählt Vögeli.

Er wurde verpflichtet, ist aber noch keine Stammkraft. «Anfänglich machten mir Kniebeschwerden einige Probleme, die nun behoben sind. Mit wachsendem Selbstvertrauen versuche ich nun mit guten Trainingsleistungen einen Platz in der Startformation zu erlangen.» Es gefalle ihm sehr gut bei Zug 94, und er sei «unendlich dankbar», eine Chance bekommen zu haben, im Fussballgeschäft wieder Fuss fassen zu können. In der Person von Roli Widmer habe er einen Trainer gefunden, der stets ein offenes Ohr habe und ihm zu verstehen gäbe, dass er an ihn glaube, sagt Kevin Vögeli.

Falschen Versprechungen des Managers erlegen

Der in Bern aufgewachsene Kevin Vögeli erlernte das Fussball-Abc im FC Zollikofen und im FC Schönbühl, ehe er von der U18 bis zur U21 die Farben des FC Thun trug. Der talentierte Stürmer hätte gut daran getan, bei den Berner Oberländern zu verbleiben, doch sein damaliger Manager habe ihm versprochen, ein Engagement in einer europäischen Topliga zu vermitteln. Vögeli schildert, was dann geschah: «Da einige Verwandte von mir in Birmingham lebten, entschied ich mich für einen Wechsel dorthin. In England angekommen, wartete ich vergebens auf meinen Manager. Er tauchte nicht auf. Seine angeblichen Verbindungen erwiesen sich als heisse Luft.» Seinem Onkel hätte er es zu verdanken gehabt, bei Dudly Town, einem kleinen Vorortsklub von Birmingham, trainieren zu dürfen. Nach dem Wechsel zum FC Kiddmister in die Conference-League, wo er während zwei Jahre gespielt habe, habe er doch noch beim Premier-League-Verein Birmingham einen Vierjahresvertrag als Profi unterschrieben. Er habe mit der ersten Mannschaft trainieren dürfen, gespielt habe er aber stets im Reserve-Team.

«Gegen Ende der dritten Saison erlitt ich einen Bänderriss am rechten Knie. Zu Beginn der vierten Saison wurde ein neues Trainerteam installiert, das mir zu verstehen gab, dass es nicht auf mich setzen werde. Ich war gezwungen, meine letzte Saison in Birmingham verletzt und ohne Einsatz abzusitzen.» Ohne einen Vertrag in den Händen, deprimiert und verzweifelt habe er beschlossen, mit Fussball aufzuhören. Nachdem im vergangenen Sommer vollzogenem Rücktritt vom Rücktritt blickt er der Zukunft mit wiedergewonnener Zuversicht entgegen.

Der 190 Zentimeter grosse und 98 Kilogramm schwere Kevin Vögeli, der seine Stärken im Zweikampfverhalten und im Kopfballspiel sieht, meint selbstkritisch: «Um wieder zu alter Stärke zurückzufinden, muss Spiel ich hart arbeiten. Ich muss mein Spiel mit dem linken Fuss verbessern und das Gewicht reduzieren.» Mit einem verschmitzten Lächeln schiebt er nach: «Ich möchte so Fussball spielen können wie Mario Balotelli und Romelu Lukaku, die ähnlich gebaut sind wie ich.»

Neue Ziele in beruflicher Hinsicht

Der nunmehr 26-jährige Kevin Vögeli sagt offen: «Bisher träumte ich einzig und allein davon, meinen Lebensunterhalt als Fussballprofi bestreiten zu können. So versäumte ich es, eine zusätzliche Berufsausbildung zu machen.» Es wäre schön, sagt er, nochmals in einer höheren Liga Fussball spielen zu können. Sein primäres Ziel sei aber, sich als Personal-Trainer ausbilden zu lassen.

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