Zug darf doch aufs Eidgenössische hoffen

Der Durchführung des Eidg. Schwing- und Älplerfestes 2019 in Zug stehen aus raumplanerischer Sicht – anders als ursprünglich angenommen – nun doch keine unüberwindlichen Hürden im Weg. Dies haben neue, vertiefte Abklärungen der Baudirektion ergeben.

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Die Infrastruktur eines Eidg. Schwing- und Älplerfestes - hier 2010 in Frauenfeld - erfordert sehr viel Platz. (Bild: Keystone)

Die Infrastruktur eines Eidg. Schwing- und Älplerfestes - hier 2010 in Frauenfeld - erfordert sehr viel Platz. (Bild: Keystone)

Ist die Durchführung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2019 in Zug aus raumplanerischer Sicht möglich? Eine erste Beurteilung hatte ergeben, dass eine Anpassung der Siedlungsbegrenzungen im kantonalen Richtplan sowie eine städtische Zonenplanänderung erforderlich wäre. Als Folge dieser Erstbeurteilung zogen die Initianten ihr Vorhaben eines Eidgenössishen in der Stadt Zug zurück.

In breiten Kreisen der Bevölkerung und der Politik fanden die hohen Hürden der Behörden wenig Verständnis. Die zahlreichen Reaktionen veranlassten den Baudirektor Heinz Tännler, der Sache nochmals persönlich nachzugehen und sich mit dem Bundesamt für Raumentwicklung in Bern zu beraten.

Geländeanpassungen könnten bewilligt werden

Die vertiefte Analyse hat nun ergeben, dass auch erhebliche Terrainveränderungen im Landwirtschaftsgebiet bewilligungsfähig sind, wenn sie an ausreichende Auflagen für den Rückbau und die Rekultivierung gebunden werden. Wie die Baudirektion des Kantons Zug am Freitag mitteilte, muss zudem der Anlass standortgebunden sein, was nach den vorliegenden Plänen gegeben ist. Das entsprechende Baugesuch wäre von der Baudirektion vorzuprüfen und anschliessend vom Zuger Stadtrat zu entscheiden. Im Gegensatz zu den Geländeanpassungen müsste für den Bau der temporären Arena keine Baubewilligung eingeholt werden.

Da das Festgelände gut erschlossen ist, stehen dem Vorhaben aus heutiger Sicht keine unüberwindlichen Hürden der Raumplanung entgegen. Natürlich setzt die Baubewilligung die Zustimmung der Grundeigentümer/innen voraus, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese einzuholen sei jedoch Sache der Initianten, genauso wie die Beschaffung aller weiteren Bewilligungen für den Anlass.

pd/zim