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Zugs Trauma im Hallenstadion geht weiter

Der EV Zug hat die ZSC Lions in dieser Saison noch nicht bezwungen. Das bleibt auch so: Die Zentralschweizer verlieren mit 3:4 nach Verlängerung, und das nach einer 3:0-Führung.
René Barmettler, Zürich
Der EVZ hat wieder das Nachsehen: Fredrik Petterson (links) ist vor Pontus Widerstroem am Puck. (Bild: Vedi Galjas/Freshfocus (Zürich, 25. Januar 2018))

Der EVZ hat wieder das Nachsehen: Fredrik Petterson (links) ist vor Pontus Widerstroem am Puck. (Bild: Vedi Galjas/Freshfocus (Zürich, 25. Januar 2018))

«Das darf doch nicht wahr sein! Nicht schon wieder», mussten die mitgereisten Zuger gedacht haben: In der Verlängerung verliess EVZ-Goalie Sandro Aeschlimann den Torraum, um an der Bande die Scheibe zu sichern. Er wurde von Pius Suter angegangen, stürzte und schaffte es nicht mehr ins Gehäuse zurück. Pass von Dominic Moore zu Suter – 4:3.

Für den ehemaligen Schiedsrichter Nadir Mandioni, der im Stadion sass, war die Sache klar: Es hätte Foul am Goalie geben müssen. Das sahen die Spielleiter anders, auch wenn es die Zuger nicht wahrhaben wollten. Doch sie müssen sich auch an der eigenen Nase nehmen: An der für die Zentralschweizer so verhassten Spielstätte setzte es eine weitere bittere, wie unnötige Niederlage ab. Diesmal verspielte der EVZ eine 3:0-Führung. In der Ära von Trainer Harold Kreis schaffte es Zug sogar zwei Mal, einen 4:0-Vorsprung noch aus der Hand zu geben. Das Hallenstadion-Trauma kann nun auch unter Dan Tangnes nicht zu den Akten gelegt werden.

Der 3:3-Ausgleich gelingt dem ZSC in Unterzahl

Seit der Trainerentlassung von Serge Aubin (CAN) setzen die ZSC Lions auf «Swissness». Arno Del Curto (62) wird assistiert von Michael Liniger (39). Seit Montag wird der Trainerstaff mit Verteidigercoach Mathias Seger (41) komplettiert. Insgesamt ist die Fan-Szene jedoch gespalten, was die Verpflichtung Del Curtos betrifft. Es wurde vor der Partie eifrig diskutiert. Und nach diesen vier Spielen (2 Siege, 2 Niederlagen) wird noch keine Partei schlauer sein, wohin die Reise mit dem Bündner wohl gehen wird.

Das Heimteam präsentierte sich im Startdrittel ordentlich. Die Stürmer scheiterten am wiederum guten Goalie Sandro Aeschlimann (24), der den verletzten Tobias Stephan ein weiteres Mal vertrat. Es brauchte nämlich einige gute Paraden, um seinen Vorderleuten den Rücken frei zu halten, die nun immer stärker wurden. In der 24. Minute spielte Lino Martschini Yannick-Lennart Albrecht an, der nur noch zum 1:0 einzuschieben brauchte. Dann folgten die Überzahlspiele zwei und drei. Beim zweiten lenkte Sven Senteler einen Schuss von Raphael Diaz zum 2:0 ab (33.). Beim dritten spielte das Trio Everberg/Leuenberger/Martschini die Abwehr schier schwindlig – 3:0 (37.). Es waren die EVZ-Powerplaytreffer 29 und 30 in dieser Spielzeit, das ist Liga-Bestwert.

Die Zürcher verkürzten vor Drittelsende auf 1:3 und hielten sich die Optionen auf den Sieg noch offen. Das 2:3 schoss Hollenstein, und der Ausgleich fiel während eines Überzahlspiel der Zuger drei Minuten vor Schluss. Reto Suris Fehlpass wurde durch Baltisberger bestraft, und das Drama nahm seinen Lauf.

Am Samstag Abend (19.45) spielt Zug daheim gegen Lugano. Ob die Zuger bis dann diese bittere Niederlage verkraftet haben?

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